VonJens Joachimschließen
In Darmstadt sind am vergangenen Wochenende wieder Tausende Menschen auf der Straße gegangen, um einem Demonstrationsaufruf des „Bündnisses gegen Rechts“ zu folgen.
Darmstadt - In Darmstadt sind am Samstagnachmittag, 8. Februar, abermals mehrere Tausend Menschen durch die Innenstadt gezogen, um sich unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck“ gemeinsam „für eine starke Demokratie“ einzusetzen.
An der Demonstration, die vom Georg-Büchner-Platz zum Karolinenplatz führte, beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei rund 8000 Menschen.
Tausende demonstrieren in Darmstadt für „Solidarität statt Rechtsruck“
Das „Bündnis gegen Rechts Darmstadt“ (BgR), das mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen zu der Demo aufgerufen hatte, sprach in einer Mitteilung von 10 000 Teilnehmenden.
Auf der Abschlusskundgebung vor dem Haus der Geschichte sprachen Vertreter:innen des BgR Darmstadt, des DGB, vom Darmstädter Jugendring, der evangelischen Matthäusgemeinde Darmstadt, der Initiativen „Community for All“ und „Frauen Leben Freiheit“ sowie der Gruppe „Studis gegen Rechts“.
Demo gegen Rechtsruck in Darmstadt mit Kritik an CDU-Kanzlerkandidat Merz
Mit Verweis auf die jüngsten Abstimmungen im Bundestag Ende Januar warf Petra Das vom BgR Darmstadt dem CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz und der CDU vor, „mit der rassistischen und in Teilen faschistischen AfD“ zu „paktieren“, was Merz und die CDU allerdings vehement bestreiten.
Für einen „billigen Wahlkampfgag“, so Das, reiße die Union „die Brandmauer gegen die extreme Rechte“ ein und „normalisiere diese weiter“. Laut Markus Zwilling fordert das BgR Darmstadt „klare Kante gegen rechts, eine solidarische und humane Asyl- und Fluchtpolitik sowie eine soziale Perspektive für alle Menschen in Deutschland“.
Nachdem bereits am Freitag vor einer Woche Tausende Menschen protestierend durch die Darmstädter Innenstadt gezogen waren, habe auch die Großdemonstration am Samstag gezeigt, „dass die wahre Brandmauer nach rechts die demokratische und entschlossene Zivilgesellschaft ist“, so Zwilling.



