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Ab Ende Oktober gibt es keine Lufthansa-Flüge von Frankfurt nach Peking mehr. Die Airline reagiert damit auf Nachteile im Wettbewerb mit anderen Anbietern.
Frankfurt – Starke Konkurrenz und Nachteile im Wettbewerb haben die Lufthansa zu einem größeren Schritt bewegt. Die Airline stellt ihre tägliche Verbindung von Frankfurt in die chinesische Hauptstadt Peking ein. Wie eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt mitteilte, werde die Strecke zum Winterflugplan ab Sonntag (27. Oktober) aus wirtschaftlichen Gründen temporär nicht mehr bedient.
Lufthansa streicht Frankfurt-Flüge nach Peking: Andere Airlines haben Vorteile
Bereits im September hatte Lufthansa angekündigt, die Wirtschaftlichkeit der Strecke zu prüfen. Hintergrund der Streckenstreichung ist nämlich die internationale Konkurrenz. Der Lufthansa-Konzern hat vielfach den ungleichen Wettbewerb mit Anbietern aus China, der Türkei und dem Persischen Golf beklagt. Die Airlines aus diesen Staaten profitierten von niedrigen Standortkosten, geringen Sozialstandards und hohen staatlichen Investitionen in den Luftverkehrssektor.
Zudem nutzen sie im Unterschied weiterhin den von westlichen Gesellschaften boykottierten Luftraum über Russland, sodass sie aus kürzeren Routen weitere Kostenvorteile haben. Unter anderem Air China, China Eastern Airlines und China Southern Airlines ist das laut der Seite reisetopia.de gestattet.
2023 noch Ausweitung des Asien-Programms geplant
Erst im August 2023 hatte Lufthansa angekündigt, seine Präsenz im asiatischen Luftraum ausweiten zu wollen. Das Portal fvw hatte damals darüber berichtet. Im Rahmen der Ausweitung waren auch tägliche Flüge nach Peking und Shanghai aus Frankfurt beschlossen worden.
Wie Lufthansa nun mitteilte, biete das zweite Drehkreuz München weiterhin eine tägliche Direktverbindung nach Peking. Auf dieser Strecke kommt mit dem Airbus A350 ein moderneres Flugzeug mit geringeren Kerosinkosten zum Einsatz. Aus Frankfurt wurden zuletzt ältere Airbus A340 eingesetzt. (dpa/lab)
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