VonAnne Burkardschließen
Was für ein Wetterwechsel - erst war es zu warm, jetzt ist es zu kalt. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) und Experte Dominik Jung sieht es derzeit wenig rosig aus.
Wiesbaden/Offenbach - „Die erste Halbzeit des meteorologischen Sommers 2023 war deutlich zu warm, sehr trocken und sonnig. Nun ist das genaue Gegenteil eingetreten. Wir erwarten ein echtes Gruselwetter“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber wetter.net.
Wetter in Hessen: Fallen Sommerferien komplett ins Wasser?
Kaum sind überall in Deutschland Sommerferien, lässt das Wetter nach. Wer nicht in den Urlaub in wärmere Gefilde fährt, der sollte die Jacke aus dem Schrank holen, denn: Der Experte erwartet im Süden Deutschlands sogar Schneeflocken. „Da ist alles dabei. Viel Regen, Wind, Sturmböen, Gewitter und zum Wochenende in den höheren Lagen der Alpen sogar Schnee und damit verbunden ein Wintereinbruch.“
Bereits vergangene Woche bestimmten Gewitter und Starkregen vielerorts das Wetter. Und obwohl der vergangene Monat für viele gefühlt herbstlich endete, war der Juli laut Wetterdienst zu warm, berichtet merkur.de.
Doch wie wird das Wetter im August? Können die Hessen auf einer Decke auf der Wiese die Sonne genießen oder den Grill anfeuern? Meteorologe Jung sagt: „Leider muss man aktuell auch noch festhalten, dass keine Änderung der Großwetterlage in Sicht ist und das wahrscheinlich mindestens bis zum 15. August.“ Bleibt also zu hoffen, dass die Sonne in der zweiten Augusthälfte wieder wie gewohnt ihre Sommer-Power zeigt.
Jung prognostiziert zunächst viel Regen und Wind. Warme Sommertage oder gar heiße Tage um oder über 30 Grad seien erst einmal nicht in Sicht. Der Experte wird deutlich: „Die Sommerferien werden in dieser Woche zu einem Totalausfall in Sachen Sommerwetter.“ Und: „Nach sechs sehr hochsommerlichen Wochen, folgen nun vielleicht sechs kühle und nasse Wetterwochen.“
In der Nacht zu Dienstag setzten sich schauerartiger Regen und vereinzelt auch Gewitter in Hessen fort, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Von Montagabend bis Dienstagvormittag konnte es zu Wassermengen von 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter kommen, vereinzelt waren auch 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde prognostiziert.
Die Sommerferien werden in dieser Woche zu einem Totalausfall in Sachen Sommerwetter.
Für Dienstag (1. August) meldet der DWD immer wieder Schauer und Gewitter, abgelöst von kurzen sonnigen Abschnitten. Die Temperaturen liegen bei 19 bis 23 Grad, im höheren Bergland bei 16 Grad.
Laut Meteorologe Jung wird es sehr windig - wer sich nach draußen begibt, sollte also statt auf den Regenschirm lieber auf die Regenjacke oder das Regencape setzen.
Ab Mittwoch zeigt sich dann immer mal die Sonne. Dennoch wird es viele Wolken geben und durchwachsen bleiben bei Temperaturen zwischen 18 bis 24 Grad. Sturm, aber vor allem Regen und etwas Sonnenschein im Wechsel sind die Devise für die dann folgenden Tage: Donnerstag bis Sonntag wird es wechselhaft bei Temperaturen zwischen 16 bis maximal 23 Grad. Am Donnerstag, 3. August, soll ein Sturmtief über Deutschland hinwegziehen - Wetter wie im Herbst.
„In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze bis zum Freitag und Samstag auf 2000 Meter und stellenweise auch noch etwas tiefer! Wanderer aufgepasst“, erklärt Dominik Jung und fügt hinzu: „So mies war der August schon lange nicht mehr.“ (mit dpa-Material)
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