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„Krasser Absturz“: Wintereinbruch in Kassel und Region – DWD warnt vor Frost

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Das Wetter in Nordhessen spielt verrückt. Nach einem frostigen Wochenstart wird es angenehm warm – doch der Winter bricht am Wochenende wieder ein.

Update vom Dienstag, 17. Oktober, 16.26 Uhr: Es wird frostig in Nordhessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für den Mittwochmorgen in der gesamten Region rund um Kassel vor leichtem Frost (Gefahrenstufe 1 von 2). Die Warnung gilt ab Mitternacht bis 9 Uhr am Mittwoch (18. Oktober). Die Temperaturen fallen in der Nacht auf bis zu -2 Grad.

Bereits in der Nacht auf Dienstag fielen die Temperaturen merklich. „Die vergangene Nacht war in Deutschland die erste mit verbreitetem Luftfrost der Saison. Besonders in der Südhälfte mussten die Autofahrer heute Früh ihre Scheiben kratzen. Örtlich sank die Temperatur sogar unter -4 Grad Celsius“, schrieb der DWD auf „X“ (vormals Twitter). Im Norden Deutschlands sind laut aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodels am Wochenende sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich.

Erst kommt der Frost nach Nordhessen, am Wochenende könnte Schnee auch in tieferen Lagen dazukommen. (Symbolfoto)

Ganz so viel dürfte in Nordhessen nicht vom Himmel fallen. Dass es am kommenden Wochenende aber nicht nur auf der Wasserkuppe, sondern auch in tieferen Lagen in Nordhessen schneien wird, gilt derzeit als gesichert.

Wetter in Nordhessen: Kassel und Region vor Wintereinbruch – der erste Schnee ist schon gefallen

Erstmeldung vom Montag, 16. Oktober: „Was für ein Wetter!“ Selbst Wetter-Experte Dominik Jung kann es nicht so richtig fassen. Noch am Freitag und Samstag sorgte der Spätsommer in Nordhessen mit letzter Kraft für Temperaturen rund um die 20 Grad Marke. Am Montagfrüh meldete sich dann die Wasserkuppe mit der ersten Schneeschicht nach dem Sommer.

„Die Temperaturen haben sich binnen 48 Stunden halbiert und am Montagmorgen gibt es in vielen Landesteilen Boden- und auch Luftfrost. Das ist völlig verrückt. Aber es kommt noch besser, am kommenden Samstag könnte es Schnee bis ganz runter geben“, lautet die Vorhersage von Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net.

Auf der Wasserkuppe ist der erste Schnee gefallen. Am kommenden Wochenende könnte es noch deutlich mehr werden. (Archivfoto)

Krasser Wetterumschwung in Nordhessen: Erst zweitestellige Temperaturen, dann Schnee

Klar, die Wasserkuppe liegt mit ihren 950 Metern über dem Meeresspiegel deutlich höher als der Rest Nordhessens. Doch die Vorhersage zeigt: Sehr bald könnte die gesamte Region im weißen Gewand erstrahlen – obwohl die Temperaturen in dieser Woche tagsüber im zweistelligen Bereich liegen.

Doch wie lässt sich ein solch krasser Wetterumschwung binnen weniger Tage erklären? Bis vor Kurzem lag Hessen genau zwischen zwei Luftmassen – einem Hochdruckgebiet mit Zentrum über Frankreich und einer Sturmfront mit Zentrum in Finnland. Nun liegt Hessen unter Einfluss einer Hochdruckzone von den britischen Inseln bis in den Alpenraum, aus westlicher Richtung fließt dabei kühle Meeresluft ein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilt.

  • Montag (16. Oktober): 11 bis 15 Grad, Mix aus Sonne, Wolken, Dunst und Nebel
  • Dienstag (17. Oktober): 12 bis 16 Grad, mal Sonnenschein, mal ein paar Wolken
  • Mittwoch (18. Oktober): 12 bis 18 Grad, aus Westen Wolken und etwas Regen, sonst nach Osten noch freundlich
  • Donnerstag (19. Oktober): 8 bis 20 Grad, durchwachsen, Sonnenschein und Regenwolken im Wechsel, im Nordosten frisch, im Südwesten mild
  • Freitag (20. Oktober): 9 bis 18 Grad, weiterhin Luftmassengrenze zwischen Südwesten und Nordosten, teilweise Regen
  • Samstag (21. Oktober): 2 bis 18 Grad, im Südwesten recht mild, im Nordosten frisch, stellenweise Schnee und Schneeregen bis ganz runter! Glatte Straßen!
  • Sonntag (22. Oktober): 5 bis 18 Grad, die milden Luftmassen setzen sich auch wieder im Nordosten durch!

Wetter in Nordhessen: Niederschläge bis in tiefe Lagen als Schnee

Die nächsten Tage werden in Kassel und Nordhessen heiter bis sonnig bei angenehmen Temperaturen bis zu 15 Grad, am Donnerstag sind nach aktueller Vorhersage sogar 19 Grad möglich. Doch dann schlägt das Pendel um, es wird wechselhafter.

Wanderwege in Deutschland: Zehn Routen voller wunderschöner Ausblicke

Loreley Felsen am Rheinsteig
Von Bonn über Koblenz bis nach Wiesbaden verläuft der 320 Kilometer lange Rheinsteig – einer der beliebtesten und schönsten Wanderwege Deutschlands. Wanderer erleben unterwegs die vielfältige Kulturlandschaft des Mittelrheintals und des Rheingaus, darunter Spuren der Römer, aber auch mittelalterliche Schlösser und Burgen. Der Weg führt auf überwiegend schmalen und anspruchsvollen Steigen durch Wälder, Weinberge oder Täler. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Sonnenuntergang über die Schwäbische Alb
In Baden-Württemberg erwartet Wanderfans der Albsteig. Er führt entlang der nördlichen Steilstufe der Schwäbischen Alb von Tuttlingen bis nach Donauwörth und ist von unzähligen Aussichtspunkten mit einzigartigen Ausblicken auf die umliegende Natur gesäumt. Zudem befinden sich zahlreiche Burgen und Schlösser ganz in der Nähe des Weges, zu denen sich ein Abstecher lohnt. © Franziskus von Lucke/Imago
Ausblick vom Rennsteig auf die Wartburg
Der Rennsteig ist einer der ältesten und bekanntesten Höhenwanderwege Deutschlands. Er schlängelt sich über 169,3 Kilometer über den Kamm des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges sowie in Teilen durch den nördlichen Frankenwald. Unterwegs gibt es blühende Bergwiesen, aber auch tolle Misch- und Nadelwälder zu sehen, die Sie wunderbar vom Alltag abschalten lassen. © Andreas Vitting/Imago
Heidschnuckenweg in der Lüneburger Heide.
Wer in Norddeutschland wandern möchte, darf sich den Heidschnuckenweg nicht entgehen lassen. Auf 223 Kilometern führt er durch mehr als 30 große und kleine Heideflächen. Die Strecke lässt sich in 13 Hauptetappen teilen, die einzeln auch als Tagesausflüge geeignet sind. © Irina Heß/Imago
Lotenbachklamm im Schwarzwald
Geübte Wanderer werden am Schluchtensteig im Schwarzwald ihren Spaß haben: Die Strecke führt an Schluchten, Tunneln und Wasserfällen vorbei – Outdoorfans sollten also trittsicher und schwindelfrei sein. Die Anstrengung wird dafür mit wunderschönen naturnahen Felspfaden und Wurzelwegen sowie spektakulären Tiefblicken entlang von Felsklammen belohnt.  © Susanne Fritzsche/Imago
Aussichtspunkt Mönchskanzel am Oberlausitzer Bergweg in Sachsen.
In Sachsen führt Sie der Oberlausitzer Bergweg über 107 Kilometer durch die Berge der Oberlausitz und des Zittauer Gebirges. Zu den Höhepunkten auf der Route zählen die Umgebindehäuser in den Dörfern, die Burg- und Klosterruine auf dem Oybin oder die Zittauer Schmalspurbahn. Unterwegs haben Sie eine wunderbare Aussicht auf die benachbarte böhmische Bergwelt. © Volker Preusser/Imago
Der wilde Fluss Bode im Nationalpark Harz.
Durch grüne Misch- und Nadelwälder sowie Hochmoore, Schluchten und Klippen führt der Harzer-Hexen-Stieg in Niedersachsen. Die Gesamtlänge des Wanderweges beläuft sich auf 94 Kilometer und führt über den sagenumwobenen Brocken.  © Heiko Küverling/Imago
Schalkenmehrener Maar in der Vulkaneifel.
Auf ihre Kosten kommen Wanderer auch auf dem Eifelsteig: Die Strecke verläuft zunächst durch das größte noch intakte Hochmoor, das hohe Venn, und führt dann durch den Nationalpark Eifel, der durch seine vulkanische Vergangenheit geprägt ist. Start- und Endpunkt des 313 Kilometer langen Fernwanderwegs sind die Städte Aachen und Trier.  © Jochen Tack/Imago
Beschilderung des Goldsteig Wanderweges am Oberfrauenwald.
Der längste zertifizierte Qualitätswanderweg in Deutschland führt mit einer beeindruckenden Länge von 660 Kilometern von Marktredwitz bis Passau – der Goldsteig. Anfänger sind auf den 286 Kilometern der Südroute gut aufgehoben, doch wer es etwas anspruchsvoller mag, kann sich auf die Nordroute – über Hohenbogen, Großer Arber oder Falkenstein – wagen.  © Dominik Kindermann/Imago
Willibaldsburg in Eichstätt
Der Altmühltal-Panoramaweg führt auf 200 Kilometern durch den Nationalpark Altmühltal. Blühende Wacholderheiden, dichte Buchenwälder und schroffe Felsen zeichnen die Landschaft auf der Strecke von Gunzenhausen nach Kelheim aus. Außerdem gibt es unterwegs zahlreiche Zeugnisse aus römischer und keltischer Zeit, darunter Überreste des Limes, zu sehen. © Panthermedia/Imago

„Ab und zu fällt Regen und langsam baut sich eine Luftmassengrenze auf. An der kommt es am Samstag zu Niederschlägen. Nach Norden und Nordosten fallen diese zum Teil bis in tiefe Lagen als Schneeregen oder Schnee, nach Süden nur als Regen“, sagt Wetter-Experte Jung voraus. Wo exakt die Grenze liegen wird, sei laut ihm noch unklar. Nach der neusten Berechnung der Wettermodelle könne das Schneefallgebiet von Berlin und Brandenburg sogar bis ins Rhein-Main-Gebiet ausgreifen.

Nach dem Wochenende soll es dann wieder wärmer werden. Oder wie Jung sagt: „Was für ein Wetter!“ (esa)

Rubriklistenbild: © Nicolas Economou/Imago

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