Prognosen

„Winter kommt ziemlich rasant“: Kälte und Schnee in Hessen erwartet

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  • Lena Eberhardt
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Die milden Herbsttage sind erst einmal vorbei, und der Winter zieht in Deutschland ein. Die Wetter-Experten erwarten auch in Hessen Schnee und glatte Straßen.

Update vom 23. November, 17.16 Uhr: „Nun kommt die große Wetterumstellung. Ab morgen strömen aus Norden die Luftmassen nach Deutschland“, kündigt Diplom-Meteorologe Dominik Jung an. „Mit Pauken und Trompeten wird es ab morgen kälter“, schreibt der Wetter-Experte am Freitag in seinem täglichen Newsletter für wetter.net.

Wetter: „Winter kommt rasant“ - Schnee und Kälte in Deutschland

Im Tagesverlauf sinke die Schneefallgrenze teilweise bis auf den Meeresspiegel ab. Einzelne Wintergewitter könnten dem Meteorologen zufolge Schneeregen und Schneeschauer bringen. Besonders ab 300 bis 400 Meter Höhe könne es weiß werden. „Der Winter kommt ziemlich rasant, und er könnte auch erstmal ein paar Tage bei uns bleiben“, so Jung.

Bereits Ende der Woche könnte es erneute auf der Wasserkuppe schneien. (Archivfoto)

Auch in Hessen steigen ab Freitag die Chancen auf Schneefälle und Glätte. In den Gipfellagen des Bundeslandes - wie etwa auf der Wasserkuppe im Kreis Fulda und dem Hoherodskopf im Vogelsberg - erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits am frühen Freitagmorgen Schnee oder Schneeregen.

Für das Wochenende sagt der Wetterdienst ebenfalls gebietsweise Regenschauer in den tieferen Lagen und Schneeregen beziehungsweise Schnee in den höheren Lagen voraus. In der Nacht zum Montag kann der Niederschlag den Prognosen zufolge auch in den Tälern als Schnee herunterkommen. Ein weißer Start in die Woche in Fulda? Das bleibt abzuwarten.

Erstmeldung vom 21. November, 18.43 Uhr:

Fulda - „Wir nähern uns in den kommenden Tagen langsam dem Winter an. Die Großwetterlage stellt sich in den nächsten sieben Tagen auf Winterwetter um“, berichtet Wetter-Experte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. Auch in Osthessen wird es in den kommenden Tagen deutlich kälter.

Winter-Wetter: Schnee und Glätte in Osthessen erwartet

Während am vergangenen Wochenende die Temperaturen noch im zweistelligen Plusbereich lagen, gab es in der Rhön (Kreis Fulda) am 11. November bereits den ersten Vorgeschmack auf den kommenden Winter. Hier hatte es über Nacht geschneit und die Wasserkuppe war in eine weiße Schneedecke gehüllt. Die weiße Pracht hielt jedoch nicht lange an.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach (Hessen) sagt deutlich kältere Temperaturen und in Hochlagen Schnee voraus. Von Montag auf Dienstag (21. November) erwartet der Wetterdienst in der Nordhälfte Hessens ein paar Wolkenauflockerungen. Es bleibt dabei oftmals niederschlagsfrei. Laut DWD wird es in der Südhälfte überwiegend stark bewölkt und es kommt vermehrt zu Regen. Die Temperaturen liegen dabei zwischen 7 bis 5 Grad, im Bergland teils um 3 Grad.

Am Dienstag erwartet der Wetterdienst viele Wolken und gebietsweise leichten Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 6 und 9 Grad, in Hochlagen bei nur 4 Grad. Anfangs geht schwacher Wind aus Nordwest, später auf Nord bis Nordost drehend und etwas zunehmend.

„In der Nacht zum Mittwoch teils gering, teils stark bewölkt. Oft niederschlagsfrei, bevorzugt im Bergland noch etwas Sprühregen oder auch Schnee. Tiefstwerte von 1 bis minus 3 Grad, in Hochlagen bis minus 5 Grad. Bevorzugt im Bergland streckenweise Glättegefahr“, heißt es weiter.

Am 11. November ist dieses Foto auf der Wasserkuppe entstanden. Die weiße Pracht hatte - leider - nicht zum Skifahren gereicht.

Laut Jung bewegen sich die Temperaturen bis zum Wochenende weiter im Abwärtstrend. „Am kommenden Wochenende könnten es kaum noch mehr als 5 Grad werden. Dazu wären sogar Schneeflocken bis in tiefe Lagen denkbar. Es wird spürbar kälter, die milden Zeiten scheinen erstmal durch zu sein“, betont der Wetter-Experte. Grund dafür ist der Jetstream, der kalte Polarluft aus Nordeuropa nach Deutschland bringt.

So bleiben auch tagsüber die Temperaturen im einstelligen Bereich. Laut Jung sinkt ab kommender Woche die Schneegrenze bis auf 300 Meter über Null. „Ob es bis zum ersten Advent vielleicht sogar für eine Schneedecke bis ganz runter reichen wird, ist allerdings noch unsicher“, so der Meteorologe.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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