VonFlorian Dörrschließen
Die Feinstaub-Konzentration in Kassel und Nordhessen erreicht zeitweise bedenkliche Werte. Dies kann gesundheitliche Auswirkungen haben. Eine Wetteränderung könnte jedoch bald für Entlastung sorgen.
Kassel – Die Luftqualität ist derzeit in vielen Regionen Deutschlands schlecht. Auch in Hessen zeigen Messstationen auf der Deutschlandkarte des Umweltbundesamtes (Uba) derzeit überwiegend die Farbe Rot an. In Kassel und Nordhessen ist das ebenso der Fall.
Zur aktuellen Belastung trägt unter anderem das Wetter bei. „Wir hatten seit Anfang des Monats Hochdruckeinfluss und eine austauscharme Wetterlage“, erklärt Marcel Schmid vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Bedeutet: Feinstaub vom Straßenverkehr, aus Kraft- und Fernheizwerken, von Öfen und Heizungen verflüchtigte sich nicht einfach. „Gleichzeitig bewirkt die schwache Ostströmung einen Herantransport von Luftschadstoffen aus Osteuropa“, heißt es beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ergänzend.
Feinstaubbelastung in Kassel und Nordhessen hoch – Luftqualität: „Schlecht“
Wie ist die Lage in Kassel und Nordhessen konkret? Beim Uba wird die Feinstaub-Konzentration für folgende Stationen dargestellt:
- Kassel-Stadtmitte
- Kassel Fünffensterstraße
- Zierenberg
- Witzenhausen/Wald
Besserung bei Feinstaubbelastung in Kassel und Nordhessen in Sicht – Doch noch warnt Bundesamt
Überall heißt es dort (Stand: 12. Februar, 13.48 Uhr) mit Blick auf die Luftqualität: „Schlecht.“ Warum ist das problematisch? Feinstaub kann durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach Größe die Lungenbläschen sowie den Blutkreislauf erreichen und schädigen. Bei schlechter Luftqualität sollten empfindliche Menschen körperliche Anstrengungen im Freien entsprechend vermeiden.
Mit Blick auf die aktuelle Lage an den Messstationen in Kassel und Nordhessen heißt es auch beim Uba entsprechend: „Bei empfindlichen Menschen können nachteilige gesundheitliche Wirkungen auftreten. Diese sollten körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien vermeiden. In Kombination mit weiteren Luftschadstoffen können auch weniger empfindliche Menschen auf die Luftbelastung reagieren.“
Wie geht es nun weiter mit der Feinstaub-Lage in Kassel und Nordhessen? „Die Wetterlage stellt sich gerade um, und von Westen zieht ein Tiefdruckgebiet heran“, sagt Schmid vom DWD. „Dabei kommen Niederschläge auf und die Luftmassen werden etwas durcheinandergewirbelt.“
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