OPEN FLAIR 2023

Zwei Sieger beim Open-Flair-Bandcontest

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Belegten beim Open-Flair-Bandcontest den zweiten Platz: Die Berliner Band Birgit Jones erhielt bei der Abstimmung 395 Stimmen.
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Sänger Timur und die Band Birgit Jones dürfen beide auf der Seebühne spielen. Sie belegten Platz eins und zwei beim diesjährigen Flair-Contest.

Eschwege – Das hat’s noch nie gegeben: Beim Open-Flair-Bandcontest wurden zwei Sieger ermittelt, die in diesem Jahr beim Kultfestival in Eschwege auftreten dürfen. Der Sänger Timur und die Band Birgit Jones haben das Rennen gemacht.

700 Bands, Künstlerinnen und Künstler haben beim Flair-Contest mitgemacht – eigentlich sollte es nur einen Sieger geben, der am Ende die Seebühne beim Flair 2023 eröffnen darf. Doch dieses Mal läuft es anders, denn der Erstplatzierte ist kein Unbekannter.

Birgit Jones

„Wir haben uns mega gefreut, als wir erfahren haben, dass wir beim Open Flair auftreten dürfen“, berichtet Kristin, Bassistin der Band Birgit Jones, die den zweiten Platz beim Voting belegt hat. 395 Stimmen wurden für die Berliner Band abgegeben. Besonders Schlagzeugerin Nathalie sei vollkommen euphorisch: „Das Open Flair ist Nathalies absolutes Lieblingsfestival. Sie war privat schon total oft als Besucherin dabei“, berichtet Kristin. Für die Abstimmung hätten sie vor allem privat die Werbetrommel gerührt und viel Unterstützung aus dem Freundeskreis erhalten – erfolgreich.

Für die drei Frauen sei es aus mehreren Gründen ganz besonders, beim Flair auftreten zu dürfen. Am 30. Juni erscheint das erste Album der Band: Birgit Jones and the Desperate Cry for Fame. Natalie: „Es ist wirklich toll, dass wir unser Album vor so großem Publikum vorstellen können.“

Aber auch die Repräsentation von Frauen auf Festivals sei ihnen wichtig: „Generell spielen bei deutschen Festivals einfach immer noch deutlich mehr männliche als weibliche Acts. Wer weiß, vielleicht sind wir ja nächstes Jahr als Headliner dabei“, sagt sie scherzend. Auf Instagram haben die drei Frauen aktuell rund 2200 Follower. Mit ihrer englischsprachigen Indie-Rock/Alternative-Musik will die Band um Sängerin Rike dem Publikum an der Seebühne auf jeden Fall gut einheizen.

Timur

Timur Bartels (27) hat beim Flair-Contest die meisten Stimmen bekommen. Er ist ein bekannter deutscher Schauspieler, der auch Musik macht. Von 2015 bis 2017 war er in einer der Hauptrollen als Alex in der Vox-Fernsehserie „Club der roten Bänder“ zu sehen und schaffte damit den Durchbruch. Mit seinen Serienkollegen räumte er für die Produktion unter anderem den Deutschen Schauspielpreis und den Grimme-Preis ab.

Setzte sich mit 554 Stimmen gegen die anderen neun Finalisten durch: Sänger und Schauspieler Timur Bartels.

Seit einigen Jahren ist der 27-jährige Berliner auch im deutschen Pop unterwegs. Als Sänger, MC/Rapper, Gitarrist, Pianist und Keyboarder ist er breit aufgestellt und macht Musik über Liebe, Verlust und „einfach nur über gute Laune“. Seine Gesangskünste stellte er unter anderem bei der Pro-Sieben-Sendung „The Masked Singer“ unter Beweis: Als Buntstift verkleidet, schaffte er es bis ins Finale. Auf Instagram hat Timur aktuell 115 000 Follower. Mit 554 Stimmen setzte er sich gegen die anderen neun Finalisten durch und konnte 159 Stimmen mehr für sich gewinnen als die zweitplatzierte Band.

Open Flair

„In den vergangenen Wochen konntet ihr für eure Lieblingsband in unserem Bandcontest abstimmen, gleich zu Beginn hat sich ein Trend abgezeichnet, der sich auch bis zum Schluss nicht umgekehrt hat“, heißt es auf der offiziellen Website des Festivals. Man wolle sich bei den Teilnehmern entschuldigen: Die Künstler seien nach Musik, nicht nach Followerzahl ausgewählt worden, „das haben wir so nicht kommen sehen“.

Deshalb wurde kurzerhand entschieden, auch der zweitplatzierten Band – Birgit Jones – einen Slot beim Open Flair 2023 zu geben. Den dritten Platz belegte übrigens die Kasseler Rockband Cupzilla (267 Stimmen). Man freue sich auf die Gewinner, für die Zukunft wolle man solche Faktoren aber trotzdem im Vorfeld besser prüfen, sodass sich die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler nicht benachteiligt fühlen. (Theresa Lippe)

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