- VonTobias Stückschließen
„Eschwege hilft“ hat einen Transport für Mobiliar in die Ukraine organisiert, das der Kreis zur Verfügung gestellt hat. Was neben den Möbeln noch in die Ukraine gebracht wurde.
Eschwege – Der Werra-Meißner-Kreis hat eine große Anzahl ausrangierter Schulmöbel in die Ukraine gespendet.
Die Organisation „Eschwege hilft“ hat den Transport in den vergangenen Tagen organisiert. 192 Schultische, fünf Klassenschränke und zwei Regale finden weitere Verwendung in der Kriegsregion.
„Eschwege hilft“ bediente sich bei dem Transport seines ukrainischen Netzwerks. Auf dem Hof der Spedition Vogelei in Eschwege stand ein leerer 40-Tonnen-Lkw aus der Ukraine bereit, auf den die Schulmöbel verladen wurden. Der Lastwagen hatte eine Leerfahrt zurück in die Heimat und konnte deshalb die Hilfsgüter aufnehmen.
Von den Kontaktleuten aus Kiew hatte die Eschweger Helfer vergangene Woche die Nachricht erreicht, dass die russischen Truppen gezielt Schulen mit Drohnen angegriffen haben und weiter angreifen.
Dabei seien auch viele Schulen, wie auch andere öffentliche und zivile Gebäude, zerstört worden und es seien auch Menschen ums Leben gekommen.
„Als wir hörten, dass Kinder keine Schulen mehr besuchen konnten und Angst um ihr Leben haben mussten, wenn sie ihre Schule besuchen, waren wir alarmiert“, sagt Karl Montag aus dem Vorstand von „Eschwege hilft“. „Wir waren froh und dankbar, die Schulmöbel des Werra-Meißner-Kreises in Containern gelagert zu haben.“
Neben den Schulmöbeln wurden vier Kartons medizinische Masken, zwei Kartons Schutzhandschuhe, 25 Kartons Bekleidung, ein Karton mit Schuhen, sieben Kartons Spielzeug für Kinder, 17 Rollatoren, Gehhilfen, Windeln, Bettdecken, sechs Kartons mit medizinischen Utensilien, sechs Kartons Toilettenartikel und 22 Kartons Geschirr verladen.
„Mit einer starken Mannschaft von uns und hier bei uns wohnenden Ukrainern wurden die Gegenstände verladen“, berichtet Montag.
Vereinsvorsitzender Charly Montag bedankte sich bei allen Helfern und betonte dabei, dass es nicht selbstverständlich sei, dies alles ehrenamtlich zu organisieren. Er drückte auch dem Werra-Meißner-Kreis und allen Spendern seinen Dank aus.
Montag wies gleichzeitig darauf hin, dass Menschen, die sich für die ehrenamtliche Arbeit von „Eschwege hilft“ interessieren, die Initiative jeweils Mittwoch und Freitag zwischen 15 und 17 Uhr im Innenhof der Klosterbrauerei besuchen können, um sich über die Arbeit zu informieren.