VonHeinrich Krackeschließen
Nach der Messerattacke am Mittwoch im Verdener E-Center liegt ein Haftbefehl gegen den mußmaßlichen Täter vor. Das bestätigte die Polizei Verden auf Nachfrage. Gleichzeitig wurden weitere Ermittlungsergebnisse bekannt. Demzufolge soll eine Marktangestellte Schlimmeres verhindert haben. Die 58-Jährige griff den Angaben zufolge couragiert ein und lenkte den Täter ab.
Verden – Das Opfer, das bei der Messerattacke in Verden wie berichtet schwere Verletzungen davontrug, ist nach Angaben von Freitag wieder bei Bewusstsein. Gegen den Angreifer, einen 40-jährigen Mann, der sich nach Tat widerstandslos hatte festnehmen lassen, war Haftbefehl wegen versuchten Totschlages beantragt worden, der richterlich bestätigt wurde. Er befinde sich in U-Haft.
Verden: Opfer schwebt immer noch in Lebensgefahr
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem Opfer um eine 26-jährige Frau. Sie sei in Begleitung eines Kleinkindes und eines anderen Mannes in dem Lebensmittelmarkt unterwegs gewesen. Vor einem Warentresen sei es zunächst zu einem Wortgefecht zwischen der Frau und dem späteren mutmaßlichen Täter gekommen. In dessen Verlauf habe der Mann nach einem Messer gegriffen und offenbar mehrfach auf die junge Frau eingestochen. Sie war mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Rettungswagen in eine Klinik gebracht worden. Im Verbrauchermarkt befindliche Kunden berichteten, die Tat habe sich unweit der Fleischtheke abgespielt. Davon habe auch eine Blutlache gezeugt.
Nachdem zunächst die 58-jährige Angestellte des Marktes beherzt eingegriffen hatte, ließ sich der mutmaßliche Täter noch im Markt von der Polizei vorläufig festnehmen und abführen.
Ersten Befragungen der Polizei zufolge gibt es Anhaltspunkte, dass sich Opfer und Täter kannten. Dazu und auch zur Motivlage dauern die Ermittlungen allerdings weiter an. Die Tatwaffe, ein Messer, konnte inzwischen aufgefunden werden. Für die Tatortaufnahme hatte die Polizei den Verbrauchermarkt nach der Tat geräumt.
