Krankschreibungen

40 Prozent mehr Fehltage: Krankenstand in Bremen und Niedersachsen auf Rekordwert

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Der Krankenstand in Bremen und Niedersachsen hat laut einer Erhebung der Krankenkasse DAK ein Rekordniveau erreicht.
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So krank wie aktuell waren Niedersachsen und Bremen noch nie. Aus einer Krankenkassen-Erhebung geht ein Anstieg der Krankheitstage um rund 40 Prozent hervor.

Hannover/Bremen – So krank wie 2022 waren Niedersachsen und Bremen noch nie. Denn, Fehltage im Job wegen Krankschreibungen haben im Jahr 2022 im Nordwesten laut einer Krankenkassen-Auswertung ein Rekordniveau erreicht. Bis zu 40 Prozent mehr Fehltage sind laut einer Auswertung der Krankenkasse DAK zu verzeichnen – auch nach Einführung der digitalen Krankschreibung.

40 Prozent mehr Fehltage: Krankenstand in Bremen und Niedersachsen auf Rekordwert

Wie die Krankenkasse DAK am Samstag berichtete, stieg der Krankenstand bei ihren Mitgliedern in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent – in Bremen und Bremerhaven um 1,5 Punkte auf 5,3 Prozent. Bundesweit lag der Krankenstand bei 5,5 Prozent. Dies sei der höchste Wert seit Beginn der Auswertungen vor 25 Jahren.

Nach der Analyse des Berliner IGES Instituts im Auftrag der DAK waren in Niedersachsen an jedem Tag des vorigen Jahres 56 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben. Das sei ein Anstieg von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Ausfälle gingen auf Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis zurück, die drastisch zunahmen (plus 207 Prozent).

40 Prozent mehr Fehltage: Krankenstand in Bremen und Niedersachsen auf Rekordwert

2022 hatten DAK-versicherte Erwerbstätige in Niedersachsen im Durchschnitt pro Kopf rund 21 Fehltage. Das waren rund 6 Tage mehr als 2021. Im Land Bremen waren es mit 19 Fehltagen 5,5 Tage mehr.

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Der Anstieg hängt den Angaben zufolge zum Teil auch mit der elektronischen Meldung der Krankschreibungen zusammen. Seit Anfang 2022 gehen Krankmeldungen von den Arztpraxen direkt an die Krankenkassen, sie müssen nicht mehr von den Versicherten selbst eingereicht werden. (mit Material der dpa)

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