3 500 Meter Leitungen für Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Kirchdorf

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Bis zu 60 Helfer verlegten binnen dreier Arbeitstage 3 500 Meter Leitungen und Rohre, für Wasser, Abwasser und Strom.
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Kirchdorf – Wie groß das Gelände für das Kreisjugendfeuerwehrlager 2024 in Kirchdorf tatsächlich ist, wurde den Helfern bei den jüngsten Einsätzen bewusst: Es galt, die Leitungen für die Stromversorgung zu verlegen, die Rohre für Trinkwasser und für Abwasser. Meter um Meter arbeitete sich das Team der bis zu 60 Helfer an drei Tagen durch das Areal, zum Schluss waren etwa 3 500 Meter an Leitungen verlegt.

Ja, es gab technische Hilfe, die Helfer mussten nicht jeden Meter per Hand ausheben: Mit einem Pflug wurde die Grasnarbe aufgenommen, zur Seite gelegt, je nach Leitung in unterschiedlicher Tiefe alles vorbereitet. Manches Mal musste noch etwas mehr ausgekoffert werden, heißt es seitens des Zeltlager-Teams in Kirchdorf. Die Gastgeber wissen die Helferschar an ihrer Seite – und sind dafür dankbar. Momentan werden am Wochenbeginn in einer gut 160-köpfigen Telefongruppe die anstehenden Arbeiten eingetragen. Zurück meldet sich, wer mithelfen kann. Marcel Kemmann ist bei diesen Einsätzen federführend aktiv: Er leitet den Zeltlager-Bauhof.

Derweil verschwindet Meter um Meter der Rohre und Leitungen im Acker. Es wird so gearbeitet, dass die Grasnarbe wieder draufgelegt werden kann, wenn der Erdaushub zurückbefördert wurde. Schaufeln und Handarbeit sind dann eben doch noch notwendig.

Die Trinkwasserleitungen für die über 2 000 Zeltlagerteilnehmer sind nicht das Einzige, was penibel kontrolliert wird, übrigens. Das Gesundheitsamt schaut, unter anderem, ob die Rohre gereinigt und desinfiziert sind. Diese Rohre muss nicht jede gastgebende Jugendfeuerwehr neu kaufen, sie werden weitergereicht.

Wassertanks und Pumpen mussten platziert werden.

Mit dem Verlegen von Rohren allein war es jedoch beim jüngsten Einsatz des Helferteams nicht getan: Versenkt wurden auch Wassertanks und Pumpen, um Gefälle oder Ebenen auszugleichen, sodass alle Teilnehmer auch versorgt werden können, egal ob Zeltlager, Lagerleitung oder Dorfplatz.

Wer nicht auf dem weitläufigen Areal östlich des Schützenhauses an der Ihloge unterwegs war, kümmerte sich um große Kabeltrommeln: Aus dem Glasfaserbau erhielten die Kirchdorfer etliche der hölzernen Trommeln – sie wurden hergerichtet, sollen als Stehtische für das Zeltlager dienen. Es wird gesellig drumherum: Gut 20 Personen finden Platz an einem dieser Stehtische.

Mit dem Verlegen der Stromleitungen ist die Versorgung des gesamten Zeltlagers abgedeckt – auch für eine besondere Aktion: Im Rahmen des Zeltlagers wird zum EM-Public-Viewing eingeladen. Zum Auftakt wird mitgefiebert am 23. Juni, wenn die deutsche Nationalelf um 21 Uhr auf die Schweiz trifft. Sollte das Team es ins Achtelfinale schaffen, gibt es ein zweites Public Viewing am 29. Juni (ob der Anpfiff um 18 oder 21 Uhr erfolgt, hängt von den Ergebnissen ab).

Fest stehen die beiden Discoabende, zu denen eingeladen wird auf das Zeltlagergelände. Um 19.30 Uhr geht es los am Mittwoch, 26. Juni. Dann sorgt „DJ Toddy“ für Stimmung. Der zweite Discoabend beginnt am Samstag, 29. Juni, um 20 Uhr. Zu Gast ist an dem Abend die Band „Sunrise“. Disco und Public Viewing können für das Zeltlager und Gäste dank des Sponsorings der beiden örtlichen Firmen Diesel Technic und Westwind Energy angeboten werden.

Nach den jüngsten anstrengenden Bodenarbeiten ist die Liste der noch ausstehenden Dinge bis zum Zeltlagerstart am Samstag, 22. Juni, nicht etwa leer: Die Landwirte mähen demnächst ein letztes Mal die Flächen, dann werden die einzelnen Plätze für die teilnehmenden Jugendfeuerwehren vermessen und mit Pflöcken markiert.

Angemeldet sind 58 Jugendfeuerwehren. Das Gros reist aus dem Landkreis Diepholz an, außerdem dabei sein wollen Jugendfeuerwehren aus Oldenburg, Bonn, Cuxhaven und Schaumburg.

Und auch ein Cheerleading-Team: Die „Blue Lights“ aus Jaderberg wollten mitmachen. Dürfen sie, wenn sie auch an den Wettbewerben und sportlichen Wettkämpfen teilnehmen, erklären die Organisatoren von Niedersachsens größtem Jugendzeltlager.

Und immer wieder war Handarbeit per Schaufel gefragt...

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