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Oldenburg – Schmierereien am Alten Rathaus, die zu einer Demonstration aufrufen sollen: Die Fassade des Oldenburger Rathauses am Markt 1 wurde am Freitag gegen Mittag mit gelber und blauer Farbe besprüht.
Die Täter wurden nach Angaben der Stadt Oldenburg auf frischer Tat ertappt und von der Polizei aufgegriffen.
Offenbar waren auch Oldenburger Klimaaktivisten an der Aktion beteiligt. Das zeigen Videoaufnahmen des Vorfalls, die der Stadtverwaltung und der Polizei vorliegen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigte sich entsetzt über das Verhalten der jungen Männer: „Wir sind schwer enttäuscht, dass offenbar auch Aktivisten der Oldenburger Fridays for Future-Bewegung an den Schmierereien beteiligt waren – und das, nachdem wir zwei Jahre lang gemeinsam lösungsorientiert an Klimazielen gearbeitet haben. Das versetzt all unseren Bemühungen und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit einen schweren Schlag“, äußert er sich in einer Pressemitteilung. Die Stadt habe Strafanzeige gestellt.
Die Aktion der Klimaaktivisten steht offensichtlich im Zusammenhang mit der geplanten Räumung des Dorfes Lützerath bei Erkelenz. Die RWE will das Dorf abreißen lassen, um dort den Braunkohleabbau fortzusetzen. Klimaaktivisten, die in das verlassene Dorf gezogen sind, wollen das nicht akzeptieren.
Bei der Gruppe „Fridays for Future“ heißt es: In Zeiten der schlimmsten Hitzesommer in Europa, schrecklichen Hungersnöten im Sudan und einer Jahrhundertflut in Pakistan hat Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck gemeinsam mit seiner Kollegin Mona Neubaur eine fatale Entscheidung getroffen, die dafür sorgt, dass Deutschland seine Klimaziele endgültig verfehlt: Das Dorf Lützerath im Braunkohlerevier Rheinland soll von RWE für den Klimakiller Kohle abgebaggert werden. Damit knickt die Bundesregierung erneut vor den Profitinteressen der Konzerne ein und positioniert sich gegen die Einhaltung der 1,5°C-Grenze und Deutschlands CO2-Budget. Der sogenannte „Kohleausstieg 2030″, der so gefeiert wird, findet bisher nur auf dem Papier in NRW statt und bis dahin sollen nun die zusätzlichen Tonnen Braunkohle unter Lützerath verbrannt werden. Ein Dorf, dass – wie Studien zeigen – nicht vernichtet werden muss. Es ist klar: 100% erneuerbare Energien bis 2030 sind die einzige Lösung.
Unter dem Motto #LütziBleibt rufen wir, als Fridays for Future deshalb ab sofort überall in Deutschland zu Streiks auf, um eine sofortige und energische Energiewende und eine Politik, die nicht länger Konzerninteressen über Menschenleben stellt zu fordern.“