Viel fehlt nicht mehr: Der Pegel der Hunte steht am Montagnachmittag, 25. Dezember, nur knapp unterhalb der Huntebrücke im Zentrum des Flecken Barnstorf.
Erstmeldung vom 25. Dezember: Barnstorf – Über die zurückliegenden Tage berichtet nun die Feuerwehr in Abstimmung mit der Samtgemeindeverwaltung in einer Presseinformation.
Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage
In einer Lagebesprechung am Donnerstag, 21. Dezember, hatte die Führung der Gemeindefeuerwehr Barnstorf, die Verwaltung der Samtgemeinde Barnstorf sowie Vertreter vom Landkreis Diepholz die ersten Planungen zur Hochwasser-Situation getroffen. „In enger Absprache entschied man sich dazu, bereits im Vorfeld Sandsäcke zu befüllen“, heißt es in der Mitteilung.
In regelmäßigen Abständen überprüfe die Verwaltung nun seit Freitagmittag die Pegelstände der Hunte. Am 24. Dezember habe es morgens eine Lagebesprechung zwischen Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm, Gemeindebrandmeister Guido Schruth und seinem Stellvertreter Jens Kaesemeier gegeben. Die Straße „Roggenberg“ ist seit dem 24. Dezember aufgrund des Hochwassers gesperrt. Zusätzlich alarmierten sie – in Absprache mit dem Kreisbrandmeister Michael Wessels – die Drohnengruppe Süd nach Barnstorf, um ein Lagebild von oben zu bekommen.
Um 10.17 Uhr trafen dann die ersten Einsatzmeldungen bei der Ortsfeuerwehr Barnstorf ein. Da mehrere Einsätze, wie das Leerpumpen von Kellern oder das Entwässern von Straßen, eingegangen waren, richtete die Feuerwehr wenig später eine Befehlsstelle im Barnstorfer Feuerwehrhaus ein. „Im weiteren Einsatzverlauf musste auch die Feuerwehr Aldorf und Eydelstedt dazu alarmiert werden. Die Ortsfeuerwehr Cornau übernahm hingegen die Kontrolle der Huntebrücke in der Barnstorfer Ortsmitte“, erklärt die Feuerwehr.
Kritischer Punkt: Wasser berührt Huntebrücke
Ein kritischer Punkt sei laut Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm erreicht, wenn das Wasser die Huntebrücke berührt. Über sie führt die Bundesstraße 51. Unter der Brücke liegen diverse Versorgungsleitungen. Durch Treibgut könnten diese beschädigt werden. In Abstimmung mit den Stadtwerken Huntetal habe die Verwaltung bereits die Gasversorgung vorsorglich umgeleitet.
Die Feuerwehr stehe im regelmäßigen Austausch mit der Samtgemeindeverwaltung. Etwa 30 Einsatzkräfte sind seit dem 24. Dezember rund um die Uhr einsatzbereit.
Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm hebt innerhalb der Presseerklärung das Engagement und das professionelle Handeln der ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder über Weihnachten hervor. Auch die Bevölkerung zeige sich für den Einsatz der Feuerwehr dankbar.