Feuerwehr im Dauereinsatz

Kritischer Punkt erreicht: Hochwasser beschert Feuerwehren in Barnstorf arbeitsreiche Weihnachten

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Der Wasserpegel steht nur knapp unterhalb der Huntebrücke im Zentrum des Flecken Barnstorf.
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Viel fehlt nicht mehr: Der Pegel der Hunte steht am Montagnachmittag, 25. Dezember, nur knapp unterhalb der Huntebrücke im Zentrum des Flecken Barnstorf.

Update, 26. Dezember 7:45 Uhr: Die Lage in Deutschland spitzt sich vielerorts zu, in der Nacht kämpften Hunderte Einsatzkräfte im Hochwasser gegen Deichbrüche in Niedersachsen.

Erstmeldung vom 25. Dezember: Barnstorf – Über die zurückliegenden Tage berichtet nun die Feuerwehr in Abstimmung mit der Samtgemeindeverwaltung in einer Presseinformation.

Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage

Verden von oben fotografiert. Die Aller ist bis in die Altstadt über die Ufer getreten.
In Verden ist die Aller über ihre Ufer getreten. Die Südbrücke in die Altstadt wurde am Freitag wegen des Hochwassers gesperrt. © dpa
Hochwasser und Überschwemmungen der Aller in der Region Heidekreis nach tagelangen starken Regenfällen.
Auch der Heidekreis in Niedersachsen ist nicht vor Überschwemmungen gefeit. Bis zum Jahreswechsel könnten Regen und Sturm die Lage weiter verschlechtern. © Ulrich Stamm/IMAGO
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase.
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase. © Dorn
Feuerwehrleute stehen in der Nacht am Deich und reichen Sandsäcke.
Mit Sandsäcken bauten die Einsatzkräfte Quellkaden auf, um die Schadstellen einzugrenzen. © Kreisfeuerwehr Verden/Oestmann
Hochwasser in Niedersachsen: Eine vom Wasser überspülte und abgesperrte Straße.
Die L330 zwischen Hoya und Hassel ist seit Donnerstagnachmittag wegen des Hochwassers unpassierbar. © Moritz Frankenberg/dpa
Einsatzkräfte bauen eine Sandsacke-Sperre gegen Hochwasser.
Auch am Serengeti-Park in Hodenhagen sind viele Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser. © Philipp Schulze/dpa
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal Wörpe Wümme
Ein Gartenhaus steht hinter einem durchweichten Deichabschnitt an der Wörpe in Lilienthal. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss. © Focke Strangmann/dpa
Der Serengeti Park Hodenhagen von oben fotografiert. Mehrere Flächen sind überflutet.
Der Serengeti-Park in Hodenhagen steht teilweise unter Wasser. Viele Tiere müssen evakuiert werden. © Philipp Schulze/dpa
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) laufen auf einer Straße.
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der aktuen Hochwasser-Lage. © Klaus Müller
Heidschnucken-Rettung der DLRG ist im vollen Gange.
Mehrere Heidschnucken wurden am Mittwoch von der DLRG in der Nähe von Hannover vor dem Hochwasser gerettet. © Karsten Hölscher/dpa/DRLG Wedemark
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover Hochwasser und Überschwemmungen der Leine
Hochwasser und Überschwemmungen bei Hannover © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover  © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Hochwasser und Überschwemmungen der Leine. © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover. © Ulrich Stamm/Imago
Hochwasser in Niedersachsen, Hagen-Grinden
Ein Wohnhaus am Deich auf der Weserinsel Hagen-Grinden. Das Hochwasser ist auch hier angekommen. © Christof Dathe/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Weser
Eine Schild „Parkplatz für Busse“ schaut aus dem Hochwasser. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch. © Friso Gentsch/dpa
Hochwasser in Bremen-Borgfeld: Anwohner transportiert Nachbarn per Kanu
Ein Mann in Bremen-Borgfeld half per Kanu. Er brachte Anwohner zu ihren Häusern und transportierte Pumpen für die Feuerwehr. © Nord-West-Media TV
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße.
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße. © Archiv: Feuerwehr
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten.
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten. © Sigi Schritt
Hochwasser in Niedersachsen – Oker
Die hochwasserführende Oker überflutet in Oker teilweise die Promenade. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage. © Thomas Schulz/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Sarstedt
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht am Fluss Innerste im Landkreis Hildesheim. Weil machte sich an verschiedenen Orten ein Bild der angespannten Hochwassersituation in Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten.
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten. © Rainer Jysch
Hochwasser in Niedersachsen
Das Hochwasser am Weserwehr im Landkreis Verden (Aufnahme mit Drohne). Zufahrt und Durchfahrt sind seit Weihnachten gesperrt. Laut der Behörden in Niedersachsen bleibt die Hochwasser-Lage in den nächsten Tagen weiter angespannt. © Christof Dathe/dpa
Stadtspeicher Hochwasser
Mit „Big Packs“ wird die Mauer am Rotenburger Stadtspeicher gestützt. © Michael Krüger
Hochwasser Samtgemeinde Hoya
Hochwasser Samtgemeinde Hoya © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Okertalsperre
Die Hochwasserentlastungsanlage lässt Wasser aus der komplett gefüllten Okertalsperre im Harz. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen die Ortschaft zu sichern, nachdem das Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda, über die Deiche trat. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mit Sandsäcken das Wasser in Schach zu halten. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Schloss Marienburg
Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht vor überfluteten Feldern am Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Ruthe im Landkreis Hildesheim
Hochwasser in Niedersachsen: Der Fluss Innerste mündet an der Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim in den Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa

In einer Lagebesprechung am Donnerstag, 21. Dezember, hatte die Führung der Gemeindefeuerwehr Barnstorf, die Verwaltung der Samtgemeinde Barnstorf sowie Vertreter vom Landkreis Diepholz die ersten Planungen zur Hochwasser-Situation getroffen. „In enger Absprache entschied man sich dazu, bereits im Vorfeld Sandsäcke zu befüllen“, heißt es in der Mitteilung.

Dazu haben sich am Freitag, 22. Dezember, etwa 50 Feuerwehrleute beim Barnstorfer Bauhof getroffen und rund 3000 Sandsäcke befüllt. Die ersten Sandsäcke verteilten sie am selben Tag noch an der Straße „Roggenberg“.

Die Feuerwehr kontrolliert die Wasseroberfläche auf Treibgut, das die Versorgungsleitungen beschädigen könnte.

In regelmäßigen Abständen überprüfe die Verwaltung nun seit Freitagmittag die Pegelstände der Hunte. Am 24. Dezember habe es morgens eine Lagebesprechung zwischen Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm, Gemeindebrandmeister Guido Schruth und seinem Stellvertreter Jens Kaesemeier gegeben. Die Straße „Roggenberg“ ist seit dem 24. Dezember aufgrund des Hochwassers gesperrt. Zusätzlich alarmierten sie – in Absprache mit dem Kreisbrandmeister Michael Wessels – die Drohnengruppe Süd nach Barnstorf, um ein Lagebild von oben zu bekommen.

Um 10.17 Uhr trafen dann die ersten Einsatzmeldungen bei der Ortsfeuerwehr Barnstorf ein. Da mehrere Einsätze, wie das Leerpumpen von Kellern oder das Entwässern von Straßen, eingegangen waren, richtete die Feuerwehr wenig später eine Befehlsstelle im Barnstorfer Feuerwehrhaus ein. „Im weiteren Einsatzverlauf musste auch die Feuerwehr Aldorf und Eydelstedt dazu alarmiert werden. Die Ortsfeuerwehr Cornau übernahm hingegen die Kontrolle der Huntebrücke in der Barnstorfer Ortsmitte“, erklärt die Feuerwehr.

Kritischer Punkt: Wasser berührt Huntebrücke

Ein kritischer Punkt sei laut Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm erreicht, wenn das Wasser die Huntebrücke berührt. Über sie führt die Bundesstraße 51. Unter der Brücke liegen diverse Versorgungsleitungen. Durch Treibgut könnten diese beschädigt werden. In Abstimmung mit den Stadtwerken Huntetal habe die Verwaltung bereits die Gasversorgung vorsorglich umgeleitet.

Die Feuerwehr stehe im regelmäßigen Austausch mit der Samtgemeindeverwaltung. Etwa 30 Einsatzkräfte sind seit dem 24. Dezember rund um die Uhr einsatzbereit.

Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm hebt innerhalb der Presseerklärung das Engagement und das professionelle Handeln der ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder über Weihnachten hervor. Auch die Bevölkerung zeige sich für den Einsatz der Feuerwehr dankbar.

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