Hilfe lehnt der Skipper ab

Eigenartiges Geisterschiff auf Norderney angespült: Jetzt wird es abgeschleppt

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Am Freitag, 10. November, wird das Geisterschiff von Norderney geborgen.
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    Sebastian Peters
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Ein eigenartiges Segelboot strandete auf Norderney und zog Aufmerksamkeit auf sich. Jetzt wird es abgeschleppt. Es ist unklar, ob der Eigentümer sein Boot behalten möchte.

Update von Freitag, 10. November, 16:55 Uhr: Die „Wibo“ – das Geisterschiff von Norderney – ist ohne Probleme geborgen worden. Das berichtet die Deutsche Presseagentur mit Verweis auf einen Fotografen vor Ort. Wie es jetzt jedoch mit dem Boot weitergeht, ist völlig unklar. Auch was aus dem 70-jährigen, aus Freiburg stammenden Seemann wird, ist noch unbekannt. Der Mann sei zwar körperlich unversehrt gewesen, wegen der Schaulustigen jedoch gestresst gewesen, erklärte eine Inselsprecherin.

Die Bilder: Das Geisterschiff „Wibo“ von Norderney wird geborgen

Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews
Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews
Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews
Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews
Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews
Die Bergung der „Wibo“ auf Norderney
Am Freitag, 10. November, ist das Geisterschiff von Norderney, die „Wibo“, geborgen worden. © NonstopNews

Update von Freitag, 10. November, 14:16 Uhr: Das auf Norderney gestrandete Geisterschiff „Wibo“ wird geborgen. Der Abtransport hat am Freitag, 10. November, begonnen. Eine Spezialfirma ist dafür beauftragt worden. Schaulustige haben sich am Strandabschnitt versammelt und beobachteten das Vorhaben.

Für den Abtransport wird das Boot mit Kränen auf einen Anhänger geladen, der von einem Traktor gezogen wird. Nach Angaben des NDR wird das Geisterschiff für eine Woche zu einem Unternehmen auf der Insel gebracht, wo es zirka eine Woche bleiben soll. Was mit der „Wibo“ anschließend passiert, ist nach Informationen des Bürgermeisters von Norderney, Frank Uhrichs, noch nicht bekannt. Unklar ist ebenfalls, wer die Kosten des Transports zahle und ob der Eigentümer das Geisterschiff behalten möchte.

Geisterschiff „Wibo“ angespült: Segelboot soll auf Norderney geborgen werden

Update vom Donnerstag, 9. November: Das auf der Insel Norderney gestrandete Segelboot soll am Freitag abgeschleppt werden. Bei entsprechender Tide soll die „Wibo“ vermutlich am Nachmittag über Land geborgen werden, wie eine Inselsprecherin mitteilte.

Das Schiff, an dem der Mann viel selbst gebaut hat, soll erst einmal weg vom Strand. Wegen der Sturmflutsaison bestehe dort die Gefahr, dass das Segelboot noch weiter angespült werde und den Küstenschutz beschädige. Das Schiff hat den Angaben nach einen defekten Motor, einen defekten Anker und ein beschädigtes Ruder. Ein Abschleppen über das Meer sei nicht möglich.

Er ist körperlich unversehrt, aber wegen der vielen Schaulustigen etwas gestresst.

Eine Sprecherin der Insel Norderney über den havarierten Seemann

Um für die Kosten einer möglichen Reparatur des Schiffes aufzukommen, sammelt eine private Initiative von Inselbewohnern Spenden. Dazu hat sie einen Aufruf auf der Plattform Facebook veröffentlicht.

Das eigenartige „Segelschiff“ wurde am Strand angespült

Wie es mit dem aus Freiburg stammenden Seemann weitergeht, ist indes noch nicht klar. In den vergangenen Tagen lebte er am Strand auf seinem Schiff. „Er ist körperlich unversehrt, aber wegen der vielen Schaulustigen etwas gestresst“, sagte die Inselsprecherin. Manche Menschen würden auf das Boot klettern. Vor seinem abrupten Stop auf Norderney sei er von Hooksiel bei Cuxhaven unter anderem nach Spiekeroog und Juist gesegelt. Am Mittwochabend hatte der Seemann im Rathaus um Hilfe gebeten.

Eigenartiges Geisterschiff auf Norderney angespült

Erstmeldung vom Dienstag, 7. November: Norderney – Die idyllischen Strände von Norderney haben unerwarteten Besuch erhalten, der gleichermaßen für Faszination und Verwunderung sorgt – nicht die erste kuriose Entdeckung am Strand. Am Montagmorgen, 6. November 2023, strandete ein eigenwilliges Segelboot aus zusammengeschweißten Stahlresten am Weststrand der ostfriesischen Insel Norderney, und seitdem zieht es zahlreiche Schaulustige an. Das eigenartige Gefährt erinnert einige an das legendäre Piratenschiff „Black Pearl“ von Kapitän Jack Sparrow, obwohl die Herkunft und der Zweck dieses Schiffes ein Rätsel bleiben.

Das Geisterschiff von Norderney – zahlreiche Schaulustige bestaunen das eigenartige Schiff

Der Skipper des ungewöhnlichen Bootes, der von Inselbewohnern als eigenbrödlerisch beschrieben wird, blieb bei der Havarie unverletzt. Er lehnt jedoch Gespräche mit der Polizei und Hilfe der Seenotretter ab, da das Schiff derzeit keine Gefahr darstellt. So können die Inselbesucher das ungewöhnliche Schauspiel in vollen Zügen genießen.

Vor wenigen Monaten noch mussten die Seenotretter tatsächlich helfen. Zwei Segler sind vor Norderney gekentert.

Die Frage, wie dieses eigenartige Schiff in den Badebereich des Weststrandes gelangen konnte, beschäftigt die Inselbewohner und Touristen gleichermaßen. Die Polizeisprecherin Wiebke Baden erklärte auf Anfrage: „Wir haben mit dem Eigner gesprochen. Der Motor seines Bootes ist defekt, und ein Anker ist nicht vorhanden. Momentan kommt er nicht ohne Weiteres weg.“

Der Ursprung und die Geschichte des Schiffes sind ebenso mysteriös wie sein Aussehen. Einigen Informationen zufolge handelt es sich um einen Eigenbau, der in der letzten Woche im Hafen der Nachbarinsel Juist gelegen haben soll. Anderen Berichten zufolge wurde das Schiff vor einigen Wochen bereits in Groningen, Niederlande, gesichtet.

Skipper will keine Hilfe von der Polizei – auch die Seenotretter möchte er nicht

Die Seenotretter haben bereits Kontakt mit dem Kapitän aufgenommen, der offensichtlich allein unterwegs ist. Ralf Baur, Sprecher der DGzRS, berichtete gegenüber der BILD: „Wir haben ihn über den Notrufkanal 16 angefunkt. Er sagte, dass er keine Hilfe benötigt, und da für ihn keine unmittelbare Gefahr bestand, brauchten wir nichts zu unternehmen.“

Norderney kann sich jedenfalls über eine unerwartete Touristenattraktion freuen, die dem bekannten Wrack des 1967 gestrandeten Muschelsaugers „Pionier“ im naturbelassenen Osten der Insel ordentlich Konkurrenz macht. Während das Wrack bisher das wohl bekannteste Fotomotiv der Insel war, rätseln die Inselbesucher nun darüber, wie das eigenwillige Schiff vom Strand wieder wegkommen soll. Laut Polizeisprecherin Baden bemüht sich der eigenwillige Skipper nach Kräften, das Schiff wieder manövrierfähig zu machen.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung vom Redakteur Sebastian Peters sorgfältig geprüft.

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