Winterliche Tradition

Weihnachtsmärkte in Weyhe: Planungen für Marktplatz und Leeste laufen

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Andächtig: Der Marktplatz mit erleuchtetem Baum vor vier Jahren.
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2022 sollen die Weihnachtsmärkte auf dem Weyher Marktplatz und in Leeste in beinahe gewohnter Form zurückkehren. In Kirchweyhe sorgt die Energiekrise aber für einen Ruhetag.

Weyhe – Buden mit Schmalzkuchen, Glühwein und andere Leckereien, der große Weihnachtsbaum in der Mitte: In der Adventszeit hat der „Weyhnachtsmarkt“ auf dem Marktplatz seit fast 20 Jahren für festliche Stimmung gesorgt. Diese Tradition soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Das hat Heinz-Hermann Kuhlmann, Vorsitzender des Vereins Marktplatz Weyhe, gegenüber der Kreiszeitung bestätigt.

Die Eröffnung ist demnach für die Woche vor dem ersten Advent, am Mittwoch, 23. November, um 17 Uhr vorgesehen. Bis Freitag, 23. Dezember, soll der Budenzauber dauern.

Rückblick: Im ersten Pandemie-Jahr hatte Kuhlmann die Notbremse gezogen und den Markt abgesagt. Vergangenes Jahr gab es wieder einen Markt – unter Hygiene-Vorkehrungen. Das Areal war erstmals durch Bauzäune begrenzt, an denen ein Sicherheitsdienst die Corona-Regeln kontrollierte. Diese wurden Anfang Dezember von 3G auf 2G-plus verschärft, danach brachen die Besucherzahlen ein.

In diesem Jahr soll es dagegen keine Corona-Auflagen geben – „Stand jetzt“, so Kuhlmann. Also eine Rückkehr zum „Weyhnachtsmarkt“ wie vor Corona? „Nicht ganz“, schränkt der Theater-Geschäftsführer und Vorsitzende des Marktplatzvereins ein. Nunmehr sorgt die Energie-Krise auch auf dem Marktplatz für gewisse Einschränkungen. So werde der Markt deshalb an Montagen nicht öffnen, kündigt Kuhlmann an.

Und weiterhin sorgt das Corona-Virus für ein Fragezeichen hinter den Planungen. „Die Zahlen steigen rasant“, gibt Kuhlmann zu bedenken. Er hofft aber, dass diese Entwicklung dem Markt keinen Strich durch die Rechnung machen werden. „Zurzeit sieht es positiv aus“, blickt er vorsichtig optimistisch auf die kommende, dann bereits 19. Auflage des „Weyhnachtsmarkts“. Schließlich wollten die Besucher den Markt und wieder an die frische Luft – wo man auch gut Abstand halten könne, wie Kuhlmann ergänzt.

Die Organisation des „Weyhnachtsmarkts“ wird das Schausteller-Unternehmen Geschwister Carstens aus Barrien übernehmen. Angaben zur Anzahl der Buden und zum kulinarischen Angebot konnte Mit-Inhaber Reinhard Carstens Mitte dieser Woche indes noch nicht machen. Grund sei eine geplante Baumaßnahme auf dem Marktplatz. Hier wartet der Schausteller noch auf eine Skizze von der Gemeinde, um die Anzahl der Stellplätze planen zu können. Zu fraglichen Baustelle war am Donnerstag aus dem Rathaus zu hören, dass am Marktplatz Kabel erneuert werden sollen, aber wahrscheinlich noch nicht im Dezember. Womöglich benötigt also die Erstellung des Plans einfach seine Zeit.

Auch in Leeste deutet alles auf die Rückkehr des Weihnachtsmarkts an seinem traditionellen Termin hin. Die Leester Werbegemeinschaft plant ihren Weihnachtsmarkt wieder für das erste Adventswochenende, am 26. und 27. November.

Laut Michael Quittek, dem zweiten Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, ist man gerade dabei, die Schausteller, Aussteller und Marktbeschicker anzuschreiben. Aus Vorgesprächen wisse er aber, dass alle, die vorher dabei waren, auch wieder dabei sein wollen.

Sprich: Neben einem beleuchtetem Weihnachtsbaum soll das Kinder-Karussell zurückkehren. Als weitere Angebote zählt Quittek Pfeil-Werfen, Essensstände etwa für Crêpes und für Getränke wie Glühwein auf. Die Hobbykünstler werden demnach erneut dabei sein. Auch soll es wieder ein musikalisches Programm in der Marienkirche geben.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Henry-Wetjen-Platz hätte nach Abschluss der Bauarbeiten an der Kulturscheune sogar mehr Platz als zuletzt. Wie in Kirchweyhe sorgen in Leeste die steigenden Infektionszahlen aber für eine gewisse Vorsicht. „Wir gehen davon aus, dass das so stattfinden kann“, sagt Michael Quittek. Allerdings schränkt er ein: „Die hundertprozentige Sicherheit kann man da nicht haben.“

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