- VonDierk Rohdenburgschließen
Der Verkehr der Nordwestbahn im Oldenburger Land dürfte von Donnerstagabend bis Freitagabend abermals zum Erliegen kommen.
Landkreis Oldenburg – Nach Informationen aus Kreisen der Lokführergewerkschaft GDL soll der Personen- und Güterverkehr ab morgen Donnerstag, 7. Dezember, bis Freitag, 8. Dezember, bestreikt werden. Das hat zur Folge, dass auch der Regionalverkehr zum Erliegen kommen wird.
Keine Personenzüge ab 22 Uhr? Streik bei der Nordwestbahn
Laut Plänen der Gewerkschaft soll die bundesweite Arbeitsniederlegung am Donnerstag um 18 Uhr mit dem Güterverkehr starten, um 22 Uhr sollen dann auch keine Personenzüge mehr fahren. Enden soll der Streik für Personen- und Güterzüge am Freitagabend, 8. Dezember, um 22 Uhr. Erst Mitte November war der Zugverkehr für 20 Stunden zum Erliegen gekommen.
Ärgerlich für Pendler, die auf das Auto umsteigen wollen: Von Donnerstag auf Freitag, 8. Dezember, werden die Fahrstreifen in Fahrtrichtung Osnabrück in der Zeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr voll gesperrt. Umleitungen sind ab der Anschlussstelle Groß Ippener ausgeschildert. In Fahrtrichtung Bremen kommt es nicht zu Einschränkungen.
Nordwestbahn zeigt sich enttäuscht: „Dabei waren die Tarifparteien auf einem guten Weg“
Unterdessen zeigt sich die Nordwestbahn aus Niedersachsen in einer Pressemitteilung vom 6. Dezember sehr enttäuscht und irritiert darüber, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer am Dienstag vollkommen unerwartet das Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Transdev-Gruppe bekannt gegeben hat.
„Dabei waren die Tarifparteien auf einem guten Weg. Die Nordwestbahn hat sich stets verhandlungs- und gesprächsbereit gezeigt und sogar den Einstieg in eine von der GDL geforderte Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit angeboten“, heißt es. „Verärgert sind wir insbesondere mit Blick auf unsere Fahrgäste, weil wir in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nun von der GDL genauso behandelt werden wie alle diejenigen, die nichts in Sachen Arbeitszeitverkürzung angeboten haben“, sagt Ulrich Ehrhardt, Geschäftsführer der Nordwestbahn. „Wir fordern die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und auf Arbeitskampfmaßnahmen zu verzichten.
GDL kündigt Streik bei der Nordwestbahn an
Die GDL hat angekündigt, die GDL-dominierten Unternehmen wie die Nordwestbahn zu bestreiken. Ein Arbeitskampf geht jedoch immer zulasten der Fahrgäste und auch der Mitarbeitenden in den Betrieben. Und dies auch noch in der Vorweihnachtszeit, wenn Fahrgäste ihre Familien besuchen möchten und dringend Planungssicherheit benötigen. Für die Nordwestbahn und die gesamte Transdev-Gruppe ist das Verhalten der GDL nicht mehr nachvollziehbar.“
Rubriklistenbild: © mv
