Neue Gesichter und neue Strukturen

AWO Sulinger Land: Arbeit auf mehr Schultern verteilen

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Der neue Vorstand : Günter Meyer, Claudia Zornow, Maja Nording (vorne), Margret Herzog, Thomas Lüneburg, Gunda Treichel, Jörn Schumacher und Anita Wege (von links; es fehlen Erika Kunst und Wolfgang Zornow).
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Sulingen – Neue Gesichter, neue Strukturen und ein neuer Name: Einige Veränderungen gibt es nun für die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in und um Sulingen.

Beim Namen wurde aus dem Ortsverein Sulingen der Ortsverein Sulinger Land. „Wir hatten schon immer Mitglieder auch aus dem Umland“, erklärt Margret Herzog. Und bei den Veranstaltungen seien oft Gäste aus den Samtgemeinden Schwaförden, Kirchdorf und Siedenburg dabei. Dem trage man mit dem neuen Namen Rechnung.

Verändert hat sich zudem die Struktur im Vorstand: Der Verein hat sich eine Doppelspitze gegeben. Sie wird gebildet von Margret Herzog, bisher stellvertretende Vorsitzende, und Thomas Lüneburg. Wie bisher gibt es zwei stellvertretende Vorsitzende mit Claudia Zornow und Jörn Schumacher, dazu ist Wolfgang Zornow nun zuständig für die Finanzen. Als Beisitzer wirken mit Erika Kunst, Günter Meyer, Gunda Treichel und Anita Wege sowie, als neue „U50-Beisitzerin“, Maja Nording; eine weitere Position als „U50-Beisitzer“ ist derzeit noch unbesetzt.

Für diese Veränderungen war eine entsprechende Anpassung der Vereinssatzung nötig, für die es im Sommer zwei Anläufe benötigte: Zum ersten Termin waren nicht genügend stimmberechtigte Mitglieder erschienen, bei der zweiten Versammlung erfolgte das Votum der Teilnehmer einstimmig. In diesem Zuge wurde zudem beschlossen, den Satzungstext geschlechterneutral anzupassen.

„Wir haben gemerkt, dass wir unser inhaltliches Angebot etwas verändern müssen“, sagt Margret Herzog, deswegen seien die „U50-Beisitzer“ hinzugekommen: „Wir wollen uns verjüngen und auch sehen, welche Angebote gerade für diese Altersgruppe noch fehlen.“ Es sei mittlerweile auch eine andere Generation unter den Mitgliedern, ergänzt Thomas Lüneburg: „Wir wollen Bewährtes wahren und pflegen, aber: Ich möchte im Alter keine Weihnachtssterne mehr basteln.“

Die regelmäßigen Veranstaltungen des AWO-Ortsvereins würden gerne wahrgenommen, und man wolle damit Anlaufpunkt sein, aber auch Kontakte zu anderen Menschen vermitteln, sagt Margret Herzog. Deswegen sei das Ziel gewesen, die Arbeit nun auf mehr Schultern zu verteilen, weswegen die Doppelspitze eingeführt worden sei. Die solle – ebenso wie die Stellvertreterpositionen – nach Möglichkeit immer durch einen Mann und eine Frau besetzt werden. Thomas Lüneburg sieht nicht nur die bessere Verteilung der Aufgaben als Vorteil: „Man kann sich in der Doppelspitze viel besser abstimmen und Ideen entwickeln – wenn man alles alleine macht, hinterfragt man sich weniger.“

Für Margret Herzog spielt noch ein anderer Aspekt eine Rolle: „Ich will nicht Vorsitzende bleiben, bis ich 93 bin, das ist keine Lebensaufgabe für mich.“ Daher biete die neue Struktur den Vorteil, dass nicht alle Informationen zusammengesucht werden müssen, wenn jemand ausscheidet. Der Ortsverein habe Anfang des Jahres Glück gehabt, dass die verstorbene Eva Kurth als langjährige Vorsitzende alle Informationen gut strukturiert und schriftlich festgehalten habe, sodass sie als stellvertretende Vorsitzende die Arbeit habe fortführen können, betont Margret Herzog.

Bereits festgelegt hat der neue Vorstand auf seiner konstituierenden Sitzung das Veranstaltungsprogramm der kommenden Monate für die aktuell mehr als 80 Mitglieder. Dazu zählen die beiden Spielenachmittage pro Monat sowie der Klönnachmittag, aber auch das vom Senioren- und Behindertenbeirat (SBB) der Stadt Sulingen ausgerichtete Frühstückstreffen am 29. Oktober sowie die Weihnachtsfeier am 16. Dezember. Zudem betreibt der AWO-Kreisverband im „GiBS“ (Lange Straße 12) in Sulingen seit Jahresbeginn einen Senioren- und Pflegestützpunkt.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Mit einer Urkunde, einer Flasche Wein und einem Buch über die Geschichte der AWO wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung für ihre langjährige Mitgliedschaft Hermann Voss (50 Jahre) und Volker Wall (25 Jahre) geehrt. Zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden die Ehrungen von Hans Georg Vorholt (40 Jahre), Gerda Putz (25 Jahre) sowie Sieglinde und Rolf Dieter Janetzki (beide zehn Jahre).

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