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Bahn-Chaos in Norddeutschland an Weihnachten erwartet – was Reisenden geraten wird

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Da das Weihnachtsfest in diesem Jahr auf ein Wochenende fällt, rechnen die Zugunternehmen mit einem Fahrgast-Ansturm. Was sie Reisenden raten.

Bremen/Hannover – Die Deutsche Bahn erwartet einen Fahrgast-Ansturm vor den Festtagen. Besonders viele Reisende werden demnach am 22. und 23. Dezember sowie am 27. und 28. Dezember erwartet. 80 zusätzliche Züge sollen deshalb in diesem Zeitraum im Einsatz sein.

Rund um die Weihnachtszeit müssen Reisende mit vollen Bahnsteigen rechnen.

Das Bahnunternehmen Metronom rechnet mit einigen gestrichenen Verbindungen aufgrund von Krankheit. Allein am Montag seien rund 15 Verbindungen ausgefallen. Wie die Situation rund um die Weihnachtszeit aussehe – welche Verbindungen wo ausfallen – lasse sich aber nicht vorhersagen.

Schnee an Weihnachten würde den Zugverkehr noch zusätzlich ausbremsen. Doch aktuellen Wetterprognosen zufolge soll es in diesem Jahr keine weißen Weihnachten geben. Und: Auch auf den Autobahnen soll es voll werden, der ADAC rechnet mit Staus vor Weihnachten.

Bahn-Chaos vor Weihnachten erwartet: Das raten Experten

Das Regio-Unternehmen Nordwestbahn, das im Netz Bremen/Niedersachsen unterwegs ist, hat vorgesorgt und für die Festtage und zum Jahreswechsel Ersatzbusse in Bremen und Oldenburg bereitgestellt. Derzeit verzeichne das Unternehmen ebenfalls einen erhöhten Krankenstand. „Man sollte rechtzeitig buchen und auch Plätze reservieren“, rät der Fahrgastverband Pro Bahn. Freitag und Samstag vor den Feiertagen meiden, lieber einen Tag früher Urlaub nehmen, ist noch ein Tipp. Dann seien Fahrkarten günstiger und die Züge nicht so voll.

Weitere Kniffe: Längere Umsteigezeiten einplanen oder möglichst Direktverbindungen buchen, denn jeder Umstieg birgt ein Risiko; nicht nur ICE, sondern auch Intercity und Eurocity beim Buchen in den Blick nehmen; Randzeiten in Betracht ziehen. „Man kann auch um fünf Uhr morgens fahren und im Zug weiterschlafen“, sagt Naumann.

Bahnfahren wird teurer: Fahrgäste müssen zu Weihnachten tiefer in die Tasche greifen

Fahrgäste müssen zudem zur Weihnachtszeit tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannten Flexpreise steigen ab dem 11. Dezember um durchschnittlich knapp sieben Prozent, wie die Deutsche Bahn im September angekündigt hatte. Grund seien die hohen Energiepreise.

Die Spar- und Super-Sparpreise bleiben zwar unverändert. Damit kann man sogar lange Strecken wie etwa Köln-Berlin ab 17,90 Euro bekommen. Es kommt aber auf den Termin an und den frühzeitigen Fahrkartenkauf. Und da wird es schwieriger, ein Schnäppchen zu ergattern, wenn die Fahrgastzahlen steigen. In der Weihnachtszeit stehen die Chancen schlecht. Wer jetzt noch für Freitagnachmittag vor Heiligabend Berlin-Köln buchen will, muss auch beim Super-Sparpreis mit mehr als 100 Euro rechnen.

Rubriklistenbild: © Thibault Camus/dpa

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