Hof Reeßing bietet in Schierholz Heidelbeeren zum Selbstpflücken und mehr an

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Heidelbeeren können nicht nur selber gepflückt, sondern auch abgepackt gekauft werden.
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Die Heidelbeer-Saison beginnt Mitte Juli. Auch in diesem Jahr bietet der Hof Reeßing wieder Heidelbeeren zum Selbstpflücken an. Auch Aroniabeeren, denen eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird, Säfte und andere Erzeugnisse sind erhältlich.

Eydelstedt – Sie sind klein, dunkelblau und schmecken zumeist süßlich: Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, sind aktuell wieder in aller Munde. Sie sind – je nach Witterungsbedingungen – ungefähr ab Mitte Juli reif und laden zum Naschen ein. Der Hof Reeßing bietet ab sofort wieder „Heidelbeeren zum Selbstpflücken“ auf ihrer Plantage in Schierholz an. Auch Aroniabeeren, denen eine positive Auswirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird, können gepflückt oder erworben werden.

Zehn verschiedene Sorten auf über 4 Hektar

„Heidelbeeren zum Selbstpflücken bieten wir schon seit zehn Jahren an“, erzählt Juniorchef Lukas Reeßing. Insgesamt baut Familie Reeßing auf ihrem rund vier Hektar großen Feld am Rande des Wietingsmoores zehn verschiedene Sorten an. Die wohl bekanntesten zwei Arten im Sortiment sind „Duke“ und „Blue Crope“. „Die ‚Duke‘ ist fest und schon recht früh reif, im Geschmack eher säuerlich. Die ‚Blue Crope‘ schmeckt süßlicher. Sie ist relativ groß und leicht zu pflücken“, beschreibt er. Daher sei diese Sorte durchaus beliebt bei den Kunden.

Die Beeren können von Donnerstag bis Samstag zwischen acht und zwölf Uhr und von 14 bis 18 Uhr gepflückt werden. Jeden Sonntag (14 bis 18 Uhr) haben Kundinnen und Kunden darüber hinaus die Möglichkeit, selbst gebackenen Heidelbeerkuchen und Kaffee direkt am Feld zu verzehren.

Eine Stärkung nach dem Pflücken: Sonntags gibt es selbst gebackenen Heidelbeer-Kuchen am Feld.

Aroniabeere soll gut für die Gesundheit sein

Doch damit nicht genug. Seit Herbst 2015 baut Familie Reeßing nicht nur Heidelbeeren, sondern auch Aroniabeeren an – rein biologisch. Diese konnten im Sommer 2020 erstmals geerntet werden und zählen seitdem fest zum Produktbestand dazu. „Die Aroniabeere ist für uns eine wahre Powerfrucht und hat uns voll und ganz überzeugt, da sie das Immunsystem stärkt, die Selbstheilungskräfte anregt und den vielfältigen Umweltbelastungen ein gesundes Gleichgewicht bietet“, wird die Beere im Flyer beschrieben. Nachgewiesen sei sogar die vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs und die positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, die Blutfettwerte, sowie als Schutzwirkung vor degenerativen Erkrankungen insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Gelenke und der Haut.

Die auch als Apfelbeere bekannte Frucht könne sowohl frisch während der Ernte erworben als auch in der Plantage selbst gepflückt werden. „Sie schmecken deutlich herber als Heidelbeeren“, stellt Lukas Reeßing den wesentlichen Unterschied heraus. Die Reaktionen der Kunden auf die Aroniabeere fallen unterschiedlich aus. „Das ist halt Geschmackssache. Manche mögen die Beere und auch den Saft, andere wiederum nicht“, erzählt er.

Säfte, Konfitüre und Likör auch im Sortiment

Zum Familienunternehmen gehören neben Juniorchef Lukas Reeßing auch Vater Reiner, Mutter Bianca und Bruder Elias. Alle packen mit an. Elias Reeßing geht noch zur Schule. Da aktuell aber Ferien sind, hilft er beim Verkauf der Heidelbeeren und den anderen Erzeugnissen. „Wir bieten zum Beispiel auch Säfte, Konfitüre oder Likör an“, zählt Lukas Reeßing auf. Die Produkte gibt es nicht nur in der Verkaufshütte am Feld, sondern auch in etwas 15 bis 20 Hofläden der Region. „Wir nehmen auch an verschiedenen Märkten teil und verkaufen dort“, ergänzt Bianca Reeßing.

Alle helfen mit: Die Söhne Elias (li.) und Lukas (re.) verkaufen gemeinsam mit Mutter Bianca die verschiedenen Produkte in der Verkaufshütte direkt am Heidelbeerfeld.

Neben den Beeren sind vor allem auch die Säfte bei den Kunden beliebt. „Wir haben puren Heidelbeersaft, Aroniasaft und eine Mischung aus Aroniabeeren und Äpfeln“, nennt Lukas Reeßing die drei Sorten. „Die Beeren werden bei der Bio-Kelterei Lammersiek in Bad Essen zu 100 Prozent Direktsaft gepresst“, erzählt Mutter Bianca.

Bekanntheitsgrad von Hof Reeßing steigern

Konkrete Erwartungen oder gar Ziele an die jetzt laufende Heidelbeer-Saison hat die Familie nicht. „Wir hoffen natürlich auf angenehme Temperaturen“, meint der Juniorchef. Bei Temperaturen über 30 Grad würden die Heidelbeeren zu schnell reifen und sowieso kein Mensch zum Pflücken kommen. Die Saison gehe „bis Mitte, Ende August“. In diesen fünf Wochen hofft er, noch einige Kundinnen und Kunden auf ihrem Feld begrüßen zu dürfen. „Der Anfang war auf jeden Fall schon einmal ganz gut“, findet Reeßing.

Ein Ziel nennt der Juniorchef aber doch: „Wir wollen durch unsere Präsenz hier und auch auf den Märkten natürlich bekannter werden.“ Um den Bekanntheitsgrad noch weiter zu erhöhen, ist der Hof Reeßing auch in den sozialen Medien vertreten. „Wir sind schon seit Jahren auf Facebook und seit circa einem Jahr auch auf Instagram“, erzählt Lukas Reeßing und verspricht: „Dort gibt es auch regelmäßig Informationen und anderen Content.“

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