Warnstreik des Nah- und Fernverkehrs

Warnstreik im ÖPNV: Das sind die Auswirkungen in Niedersachsen und Bremen

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Erst kürzlich streikten der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) sowie die Flughäfen in Niedersachsen und Bremen. (Symbolbild)
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Auch in Niedersachsen und Bremen fahren aufgrund eines deutschlandweiten Warnstreiks im ÖPNV am kommenden Freitag keine Züge des Nah- und Fernverkehrs. Ein Überblick.

Niedersachsen/Bremen - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat im Bahn-Tarifstreit in ganz Deutschland zu einem mehrstündigen Streik aufgerufen. Zwischen 3 und 11 Uhr gehen EVG-Mitglieder am Freitag, 21. April, auf die Straße. Das teilt die Deutsche Presseagentur (dpa) mit. Pendler und Reisende müssen umdenken.

Schon wieder Streik im ÖPNV am Freitag: Auch Bremen und Niedersachsen betroffen

Große Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr erwartet alle an der Nordseeküste, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen sind. Beschäftigten der Deutschen Bahn sowie 50 weiterer Verkehrsunternehmen werden auf die Straßen gehen. Auch Niedersachsen und Bremen werden die Bahnen still stehen. Laut der ARD plant die Gewerkschaft Ver.di offenbar auch den Flugverkehr für 48 Stunden lahmzulegen. In Hamburg hebt aus diesem Grund kein Flieger ab. Die Flughäfen in Osnabrück und Hannover bleiben allerdings nach aktuellem Stand in Betrieb.

Hintergründe zum Warnstreik

Bei dem ersten Warnstreik Ende März schloss sich die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit der Gewerkschaft ver.di zusammen. Verdi verhandelt derzeit mit Bund und Kommunen über mehr Geld für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, so die Deutsche Presseagentur (dpa). Unabhängige Schlichter schlugen am vergangenen Wochenende eine Lösung vor: einen steuer- und abgabefreien Inflationsausgleich in mehreren Stufen von insgesamt 3000 Euro. Ab März 2024 soll es dann einen Sockelbetrag von 200 Euro sowie anschließend ein Lohnplus von 5,5 Prozent geben, so die dpa. Die Bahn hält einen Kompromiss in dieser Höhe und einen Abschluss der Verhandlungsrunde am 25. April für denkbar, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Die EVG wiederum hat eine solche Tariflösung für die eigene Branche umgehend abgelehnt.

Ein erster Mega-Streik hatte bereits Ende März den ÖPNV lahmgelegt. Neben dem Stillstand von Bussen und Bahnen flogen auch keine Flugzeuge. Ein ähnliches Szenario droht nun erneut. „Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen dauerhaft mehr Geld haben und fordern deshalb 650 Euro mehr als soziale Komponente, alternativ 12 Prozent, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten“, sagte EVG-Tarifvorstand Cosima Ingenschay in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Inwiefern auch Buslinien in Niedersachsen und Bremen betroffen sind, ist noch unklar.

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