VonFelix Busjaegerschließen
In Neudorf-Platendorf hat am Donnerstagabend ein Moor Feuer gefangen. 250 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Erste Löscherfolge wurden vermeldet.
Update vom 22. Juli um 15:28 Uhr: Die Feuerwehr vermeldete erste Löscherfolge. Laut Berichten des NDR habe die Einsatzleitung hat die Teamstärke um fast die Hälfte reduziert. „Eine Ausdehnung ist zurzeit ausgeschlossen. Man kann sagen, das Feuer ist soweit unter Kontrolle“, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Matthias Klose am Freitag dem NDR. Auch die Intensität der Brandinseln im Großen Moor nahe Neudorf-Platendorf und Stüde habe nachgelassen. Die Feuerwehr geht inzwischen aus, dass nur noch vier Hektar Fläche von dem Brand betroffen sind.
Update vom 22. Juli um 14:20 Uhr: Anders als ursprünglich angenommen brennt im Landkreis Gifhorn eine deutlich kleinere Fläche Moor. Eine aktuelle Analyse von GPS-Daten habe ergeben, dass etwa vier Hektar betroffen seien, sagte Feuerwehrsprecher Bjarne Wegmeyer am Freitagmittag. Schätzungen gingen zuvor davon aus, dass zwischen den Orten Neudorf-Platendorf und Stüde eine Moor- und Waldfläche von etwa 25 Hektar, also 250 000 Quadratmetern, vom Brand betroffen ist.
Aufgrund von Rauchentwicklungen und Luftaufnahmen einer Drohne hätte sich zunächst ein verzerrtes Lagebild ergeben, hieß es von der Feuerwehr.
Hoffnung auf Erfolg bei Brandbekämpfung im Moor in Niedersachsen: Landrat lobt Arbeit von Feuerwehr
Update vom 22. Juli um 10:53 Uhr: Womöglich gibt es beim Moorbrand im Landkreis Gifhorn Hoffnung. „Als ich heute morgen um 07.00 Uhr hier vor Ort war, hat sich die Lage doch schon etwas besser dargestellt als gestern Abend“, sagte der örtliche Landrat Tobias Heilmann (SPD). Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Insgesamt brannten am Freitag, dem 22. Juli, knapp 90 Prozent des Moores. Die Fläche entspricht ungefähr 35 Fußballfeldern. Voraussichtlich werden die Feuerwehrkräfte das ganze Wochenende mit den Löscharbeiten beschäftigt sein.
Landrat Heilmann lobte indes die gute Vorbereitung der Einsatzkräfte. Die Wehren seien wegen des aktuellen Wetters vorbereitet gewesen. Die Löscharbeiten seien schnell angelaufen. „Das hat mich schon sehr beruhigt, was hier vor Ort geleistet wurde“, sagte der SPD-Politiker.
Moor im Landkreis Gifhorn brennt: 250 Feuerwehrkräfte kämpfen gegen Flammen
Erstmeldung vom 22. Juli um 06.41 Uhr: Neudorf-Platendorf – Die Hitzewelle, die seit Tagen über Deutschland gerollt ist, hat offenbar auch in Niedersachsen ihren Tribut gefordert: Über 250 Hektar Moorfläche im Torfabbaugebiet im Landkreis Gifhorn standen in Flammen. Am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr waren knapp 250 Feuerwehrkräfte im Großeinsatz, um den Brand zu bekämpfen. Teilweise hatten die Retter mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie ein Sprecher der Feuerwehr Gifhorn am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte, werde der Brand trotz anhaltender Löscharbeiten voraussichtlich noch das gesamte Wochenende andauern.
Moor in Neudorf-Platendorf steht in Flammen: 250 Feuerwehrleute kämpfen gegen Brand
Wie das Newsportal Nonstopnews berichtet, breitete sich das Feuer in der Nähe von Neudorf-Platendorf über- und unterirdisch im Torfboden aus und erschwerte so den Einsatz. Die Einsatzkräfte hatten zunächst Schwierigkeiten, den genauen Brandort ausfindig zu machen. Aufgrund des schwer zugänglichen Geländes mussten zunächst mehrere hundert Meter Schläuche verlegt und Puffertanks aufgebaut werden, um die Brandstelle effektiv bekämpfen zu können.
Auch mehrere Planierraupen wurden zu Brandbekämpfung eingesetzt. Wie es weiter heißt, konnte der Einsatz von zwei Hubschraubern der Bundespolizei nicht mehr rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit genehmigt werden. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Insgesamt waren 20 Wehren an den Löscharbeiten beteiligt. Allerdings bestand die Gefahr, dass sich die Flammen auch unterirdisch weiter ausbreiten und so der Brand wieder außer Kontrolle gerät. Aus diesem Grund stellten sich die Feuerwehrleute auf einen langwierigen Einsatz ein.
Moor brennt in Niedersachsen im Landkreis Gifhorn – Feuer könnte noch Tage andauern
Auch nach dem kommenden Wochenende werde, abhängig vom Wetter, noch über Wochen eine dauerhafte Kontrolle des Moores stattfinden, sagte der Feuerwehrsprecher. Am Morgen hatten demnach immer noch etwa 90 Prozent der Fläche sowohl unter- als auch überirdisch gebrannt. Dies mache das Ende von Moorbränden schwer abzuschätzen, da oft keine Wärme oder Rauch wahrzunehmen seien, erklärte der Sprecher. Die Brandursache ist noch unklar. Menschen oder Gebäude sind durch das Feuer allerdings nicht gefährdet.
Hitzewelle in Niedersachsen: Moor brennt – Flüsse mit niedrigen Wasserständen
Die Trockenheit der vergangenen Tage verursacht in Niedersachsen nicht nur trockene Böden, sondern auch niedrige Pegelstände in den Flüssen. Die Lage ist offenbar derzeit so dramatisch, dass das Wirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch, dem 20. Juli, mitteilte, dass die niedrigen Wasserstände auf der Elbe in heißen Sommern zeitweise Frachtschiffen beim Befahren Probleme bereiteten. Allerdings sind nicht alle Flüsse gleichermaßen von niedrigen Wasserständen betroffen.
Moor brennt in Niedersachsen: weitere Blaulichtmeldungen im Überblick
Verkehrsunfall in Nordenham. Ein Fünfjähriger wurde am Mittwochabend von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Die Mutter erlitt einen Zusammenbruch. Weil ihr Sohn bei hohen Temperaturen im Auto eingeschlossen war, schlug eine Mutter in Bremerhaven eine Scheibe ein.
