VonFabian Raddatzschließen
21,7 Millionen Besuchstage: Laut einer Tourismus-Studie der Universität Würzburg ist das Wattenmeer in Niedersachsen der beliebteste Nationalpark in Deutschland.
Cuxhaven – Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist laut einer aktuellen Studie der am häufigsten besuchte in Deutschland. Die Studie, basierend auf Zählungen und Interviews, schätzt, dass es zwischen Frühjahr 2019 und Frühjahr 2020 insgesamt 21,7 Millionen Besuchstage gab. Die Untersuchung wurde von Forschern der Universität Würzburg im Auftrag der Nationalparkverwaltung durchgeführt. In Deutschland gibt es insgesamt 16 Nationalparks.
Die Anzahl der Besuchstage setzt sich aus Tages- und Übernachtungsgästen zusammen. Ein Gast, der eine Woche in der Nationalparkregion verbringt, wird sieben Mal in der Statistik erfasst.
Der beliebteste Nationalpark Deutschlands liegt in Niedersachsen: „Natur pur“
Die Studie zeigt, dass 15,3 Prozent aller Besucher in die niedersächsische Wattenmeer-Region kommen, weil es ein Nationalpark ist. Im Vergleich zu früheren Zeiten hat der Anteil solcher Besucher zugenommen: 2007 gaben nur 10,9 Prozent der Gäste an, dass sie wegen des Nationalparks kommen. Die Verwaltung führt den Anstieg unter anderem auf die Aufnahme des Wattenmeers in Niedersachsen in das Weltnaturerbe der Unesco im Jahr 2009 zurück.
Nach Berechnungen der Studienautoren können dank des Tourismus im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer jährlich mehr als 34.000 Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Übrigens: Wer Camping bevorzugt, findet auch an der Nordsee schöne Plätze am Wasser.
Wattenmeer bei Touristen beliebt: „Absolutes Naturereignis und Erleben“
Auch auf der Reiseplattform „Tripadvisor“ ist das Wattenmeer beliebt, nimmt dort sogar Platz 3 der beliebtesten Aktivitäten im Norden ein. So lobt eine Urlauberin aus Iserlohn einen der vielen Hundestrände entlang der Nordsee-Küste: „Hier haben Hunde Spaß und dürfen ohne Leine herumtollen. Gastronomie mit öffentlichen Toiletten sind ebenfalls erreichbar. Super.“
Auch Matthias aus Stuttgart zeigt sich begeistert: „Das Wattenmeer ist ein absolutes Naturereignis und Erleben. Der Gezeitenwechsel und das Spiel von Wind und Sonne machen das Wattenmeer einzigartig und besonders. Die Landschaft und die Tierwelt des Wattenmeers suchen ihresgleichen.“
Doch es gibt auch Touristen, die offenbar keine Watt-Fans sind, so wie Christa E. aus Münster. Sie schreibt: „Wer nicht gern im Matsch steht, sollte nicht dorthin. Mir hat es nicht gefallen. Aber man sollte ja alles sehen/erleben, was geht.“ Nutzer „1mb2018“ aus Hilchenbach ist hingegen ganz angetan: „Da gibts nicht viel zu schreiben. Einfach mal hin und genießen, Eine Wanderung am Deich oder direkt eine geführte Wanderung sollte zum Allgemeingut in Deutschland dazugehören.“
BUND: Wattenmeer ist bedroht
So oder so: Das Wattenmeer an der Nordsee ist bedroht: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verlangt mehr politisches Engagement zum Schutz des Wattenmeers und zur Sicherung des Unesco-Weltnaturerbe-Titels. „Wir erwarten von der Politik ein wirksames Maßnahmenprogramm, um den weltweit einmaligen Wert des Wattenmeers zu erhalten und die Auswirkungen der Nutzungsinteressen auf ein verträgliches Maß zu begrenzen“, äußerte Susanne Gerstner, die Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen. Sie betonte, dass das Naturgebiet durch Nutzungsinteressen erheblich gefährdet sei. Daher müsse der Schutz des Wattenmeers konsequent über wirtschaftliche Interessen gestellt werden, so die Mitteilung des Verbands.
Der BUND bezog sich auf den jüngsten Bericht der UN-Kulturorganisation Unesco. Im September letzten Jahres hatte die Welterbe-Kommission der Unesco in einer Sitzung festgestellt, dass die Rohstoffgewinnung mit dem Welterbe-Status des Wattenmeers nicht vereinbar sei. Deutschland und die Niederlande wurden daher von der Unesco aufgefordert, auf die Öl- und Gasförderung im Wattenmeer und seiner unmittelbaren Umgebung zu verzichten.
Hinweis: Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
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