Wetter-Vorhersage

Der Märzwinter in Niedersachsen und Bremen: Experten mit klarer Prognose

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Der Märzwinter, eine meteorologische Singularität, tritt am Montag in Niedersachsen ein. Doch wird es wirklich kalt? Die Wetter-Vorhersage.

Hannover/Bremen – Das Wetter der vergangenen Tage war plötzlich ungewöhnlich kalt in Niedersachsen und Bremen. Ein plötzlicher Wintereinbruch brachte sogar Neuschnee. Deutet dieser Temperatursturz den Märzwinter an, der jedes Jahr um den 25. März eintreten soll? Der Kälteeinbruch folgt einer gewissen meteorologischen Regelmäßigkeit. Wetter-Experten geben einen klaren Ausblick auf die kommenden Tage in Norddeutschland.

Der Märzwinter in Niedersachsen – Temperaturen fallen drastisch

Die meteorologische Bezeichnung für den sogenannten Märzwinter lautet „Singularität“. Hierbei handelt es sich um ungewöhnliche Wetterphänomene, die zu bestimmten Zeiten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten und eine signifikante Abweichung von den üblichen Wetterbedingungen (wie Temperatur und Niederschlag) darstellen. Der Märzwinter soll am 25. März einen Kälteeinbruch mit sich bringen. Aber trifft das wirklich zu?

Wieder ist es zum Kälteeinbruch in Niedersachsen und Bremen gekommen. Ist dies der Vorläufer zum sogenannten Märzwinter? Dieser tritt am 25. März ein und soll abermals tiefe Temperaturen bringen.

In den letzten Tagen hat sich das Wetter im Norden Deutschlands tatsächlich abgekühlt. In Niedersachsen und Bremen war das Wetter grau und regnerisch. Zwischen Freitag, dem 22. März, und Sonntag, dem 24. März, fielen die Temperaturen an einigen Orten von 15 auf Minus 2 Grad.

Märzwinter brachte nur kurze Kälte: Es wird immer wärmer in Norddeutschland

Zu Beginn der Woche, am Montag, ist mit Bewölkung und vereinzelten Regenschauern in Niedersachsen zu rechnen. Nach den Angaben der Wetter-Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD), lassen die Schauer jedoch im Laufe des Nachmittags meist nach und machen einem heiteren Himmel Platz. Die Temperaturen erreichen dabei Höchstwerte von 8 Grad auf den Inseln bis hin zu 12 Grad im Harzvorland und im Emsland. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlicher bis nordwestlicher Richtung.

Der Dienstag präsentiert sich mit einem Wechsel aus Sonnenschein und Wolken – es bleibt jedoch trocken. Die Höchsttemperaturen liegen bei etwa 10 Grad auf den Inseln und steigen auf bis zu 14 Grad im Raum Göttingen.

Am Mittwoch bleibt es im Osten noch länger freundlich, während sich von der Ems her dichtere Bewölkung mit etwas Regen ausbreitet. Die Temperaturen bewegen sich um die 10 Grad auf den Inseln und erreichen maximal 12 bis 14 Grad in den übrigen Regionen.

Vom Märzwinter bis zu 20 Grad: Wetterwende in Niedersachsen erwartet

Die Trendprognose des DWD, die verschiedene Wettervorhersagen zusammenfasst, zeigt ein klares Bild: Es wird wärmer. Ab Dienstag wird in Bremen und Umgebung erstmals wieder die 10-Grad-Marke erreicht. Obwohl die Nächte noch kalt sein sollen - die Temperaturen fallen teilweise unter den Gefrierpunkt - wird es mit jedem Tag wärmer. Ab Samstag, dem 30. März, könnten die Temperaturen sogar auf 20 Grad steigen.

Das deckt sich mit der Prognose des Wetter-Experten Dominik Jung von wetter.net. Er spricht von einem „Super-Frühling“. Temperaturen bis 25 Grad könnten noch eintreten. Auch im Durchschnitt sei der März deutlich wärmer, als in den vergangenen Jahren. Im Vergleich liegt der Mittelwert für März normalerweise bei 4,6 Grad. Dieses Jahr hat der Montat jedoch bereits 6,9 Grad erreicht. In Bezug auf Niederschläge gibt es ebenfalls positive Nachrichten. Im Norden sei kein starker Niederschlag zu erwarten.

Rubriklistenbild: © Bernd März/Imago

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