Wetter-Vorhersage

„Omega-Wetterlage“ knallt auf Niedersachsen: „Längste, sonnigste Phase“ des Jahres könnte anstehen

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Das Wetter in Niedersachsen könnte noch von einem langen Spätsommer geprägt werden. Experten prognostizieren, dass bereits diese Woche die 30-Grad-Marke fallen soll.

Hannover/Bremen – Wann wirds mal wieder richtig Sommer? Würde Rudi Carrell diese Frage heute stellen, könnte man antworten: ab jetzt. Denn eine „Omega-Wetterlage“ bringt nicht nur die Sonne und mehr als 30 Grad zurück nach Niedersachsen und Bremen. Sie könnte auch die längste Sommerphase des Jahres auslösen, mutmaßt ein Experte.

Wetter in Niedersachsen und Bremen: Kommt die „längste, sonnigste Phase“ des Sommers?

Denn wie Meteorologe Dominik Jung in einer Pressemitteilung beschreibt, hat es sich das Hoch Olenka über Europa gemütlich gemacht. Dieses Hoch sei besonders stabil, da es sich um eine sogenannte „Omega-Wetterlage“ handele, die auf den Wetterkarten so aussehe, wie der griechische Buchstabe. „Diese Wetterlage blockiert alle Tiefs, die uns erreichen könnten. Da kommt erstmal nichts mehr zu uns durch“, beschreibt Jung und erklärt, dass sich das Hoch damit nur schwer auflöse.

Wetter-Freude: In Niedersachsen könnte es nochmal für gleich eine längere Zeit richtig warm werden.

Die Wärmekuppel reiche bislang aus Nordafrika bis nach Nordeuropa. „Überall wird es nochmal sommerlich warm werden. Der Sommer dreht nochmal voll auf. Vielleicht wird das auch die längste, sonnigste Phase am Stück im gesamten Sommer 2023“, mutmaßt der Experte.

Temperaturen im Niedersachsen-Wetter: Prognose lässt auf langen Spätsommer hoffen

Was bedeutet das nun für das Wetter in Niedersachsen? Vermutlich ein recht stabiler Spätsommer. Wie die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vorhersagen, soll es ab Montag, 4. September 2023, im Binnenland heiß werden. Während es am Wochenanfang bis zu 26 Grad im Binnenland, zu 25 Grad in Bremen und zu 23 Grad auf den Inseln kommen soll, heizt der Sommer ab Dienstag noch einmal ein.

Tornado und Orkantief: Die 5 heftigsten Unwetter in Niedersachsen der vergangenen Jahre in Bildern 

Westerland auf Sylt Kyrill
Der 18. Januar 2007 ist vielen Menschen in Niedersachsen vermutlich in Erinnerung geblieben: Der Orkan „Kyrill“ zog über das Land hinweg. Diese Aufnahme zeigt den Vortag, an dem bereits hohe Wellen auf den Strand von Sylt trafen.  © dpa/Carsten Rehder
Sturm - Orkan „Kyrill“ über Deutschland
Im Fischereihafen von Norden-Norddeich schlugen am 18. Januar 2007, rund vier Stunden vor dem Maximum der zu erwartenden schweren Sturmflut, bereits die ersten Wellen über die Pierkante. Bis in den Morgenstunden des Folgetags sollte das Orkantief noch im Norden wüten und Zerstörung mit sich bringen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan "Kyrill" - Hochhausdach fällt auf Wohnhaus
Der Blick aus einem zerstörten Kinderzimmer in Barsinghausen zeigt: Das Orkantief „Kyrill“ hinterließ große Schäden in Niedersachsen. Mit einer Schadenssumme von 149 Millionen Euro verfehlte der Orkan dort nur knapp die Aufnahme in die Liste der weltweit zehn teuersten Naturkatastrophen der Gruppe. 47 Menschen starben durch „Kyrill“. © Jochen Lübke
Tornado auf Helgoland
Wenn Urlauber Helgolands an den 12. Juli 2010 zurückdenken, gefriert ihnen vermutlich das Blut in den Adern. An diesem fegte ein Tornado über die Düne der Nordseeinsel hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Ursache für die Superzelle war das Tiefdruckgebiet „Norina“. © dpa/Uwe Nettelmann
Tornado fegt über Helgoländer Düne
Der Tornado, der am 12. Juli 2010 über die Helgoländer Düne hinwegfegte, sorgte vom Land aus für eindrucksstarke Bilder durch massive Wolkenformationen.  © dpa/Kay Martens
Tornados in Norddeutschland - Helgoland 2010
Der Tornado hinterließ auf Helgoland ein Trümmerfeld. Dieses Bild zeigt einen Campingplatz auf der Düne der Insel. Elf Menschen wurden verletzt. Auch kam es zu Schäden in Niedersachsen. Im ostfriesischen Hafen Leer richtete das Unwetter zum Beispiel Schäden von etwa einer Million Euro an. Zudem starben zwei Menschen.  © dpa/Andrea Auer
Sturmflut am Hafen in Neuharlingersiel (Niedersachsen)
Der Orkan „Xaver“ wütete vom 4. Dezember 2013 bis zum 10. Dezember 2013 im Norden Europas. Den Norden Deutschlands erwischte er am 6. Dezember 2013 mit voller Wucht. Die „Nikolausflut“ gehört zu den schwersten der letzten 100 Jahre. Dieses Foto zeigt die Stärke der Flut am Hafen von Neuharlingersiel in Niedersachsen.  © dpa/Ingo Wagner
Orkantief Xaver Hochwasser Bensersiel Niedersachsen
Das Hochwasser in den Mittagsstunden am 6. Dezember 2013 überflutete während des Sturmtiefs „Xaver“ den gesamten Campingplatz in Bensersiel, Niedersachsen. Auf den Inseln waren „erhebliche Dünenabbrüche zu verzeichnen“, teilte das niedersächsische Umweltministerium (NLWKN) mit. Insbesondere waren die Dünen am Hammersee auf Juist und die Zeltplatzdünen auf Spiekeroog sowie die Harlehörn-Düne auf Wangerooge betroffen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan Xaver Lüneburg
Auch im Inland Niedersachsens kam es während des Orkantiefs „Xaver“ zu erheblichen Schäden. Auf eisglatter Fahrbahn wurde der Bus von einer Sturmböe erfasst, rutschte von der Straße und knallte in zwei Bäume. Der Gesamtschaden in Deutschland wurde auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Präzise Wettervorhersagen und verbesserter Küstenschutz konnten großeren Summen vorbeugen. In Europa starben insgesamt 13 Menschen, davon in Deutschland eine Person.  © dpa/Polizei Lüneburg
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Das Sturmtief „Friederike“ erreichte am 18. Januar 2018 seinen Höhepunkt. Im Norden Deutschlands brachte der Orkan unter anderem starken Schneefall mit sich. Die Straßen waren deshalb spiegelglatt. So kam es zu einer Reihe an Unfällen. Besonders den Süden Niedersachsens erwischte es heftig. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Den Süden Niedersachsens erwischte der Orkan „Friederike“ heftig. Während in den flachen Regionen des Landes nur wenig Schäden verzeichnet wurden, sah die Lage in der Hauptstadt Hannover ganz anders aus. Wie auf dem Foto zu sehen ist, stürzten unter anderem Bäume in Häuser. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Waldschäden nach Orkan Friederike
Die größten Schäden richtete „Friederike“ in den Wäldern von Niedersachsen an. Landesweit werde mit mehr als zwei Millionen Kubikmetern Sturmholz gerechnet, erklärte damals das Niedersächsische Umweltministerium. Insbesondere im Mittelgebirge wurden Wälder zerstört, wie zum Beispiel im Harz, Solling und dem Weserbergland. © dpa/Stefan Rampfel
Sturmtief Zeynep - Bensersiel
275431582.jpg © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Sturmtief Zeynep - Emden Niedersachsen
Ein Unimog der Hafenbehörde fährt am überschwemmten Kai im Hafen Emden in Niedersachsen vor der Fähre „Westfalen“. Es ist der 18. Februar 2022. An der Nordsee erreichen die Windböen des Orkantiefs „Zeynep“ stellenweise bei über 140 Kilometer pro Stunde. © dpa/Lars Klemmer
Stürme verursachen Schadholz im Privatwald
Mitte Februar zog nicht nur das Orkantief „Zeynep“ über Niedersachsen hinweg. Auch zwei weitere, „Ylenia“ und „Antonia“, sorgten für Unwetter und Sturm. Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer entstanden dabei gut eine Million Festmeter Schadholz. Das Orkantief „Zeynep“ forderte in Europa insgesamt 17 Todesopfer. Ein Mann starb bei Dacharbeiten an der Wurster Nordseeküste, Niedersachsen. In Ostfriesland wurden laut Feuerwehrverband ca. 1900 Feuerwehreinsätzen abgearbeitet. © dpa/Philipp Schulze

„Am Dienstag nach Auflösung örtlicher Nebelfelder einige hohe Wolken, sonst sonniges, trockenes und sehr warmes Spätsommerwetter mit Höchstwerten zwischen 26 und 30 Grad“, sagt der DWD für Niedersachsen voraus. In Bremen und Hannover seien jeweils 29 Grad zu erwartet. Und das bei einem schwachen Südostwind.

Aber es geht noch etwas wärmer. Das Niedersachsen-Wetter hält am Mittwoch Höchstwerte zwischen 28 und 31 Grad bereit. Auf den Nordseeinseln werde es bis zu 25 Grad warm, und in Bremen schwitzen die Menschen bei 30 Grad.

Wie lange die Spätsommer-Periode in Niedersachsen anhält, ist derzeit noch unklar. Laut dem Zehntages-Trend vom DWD könnte das gute Wetter jedoch die komplette Woche anhalten. Lediglich am Dienstag, 12. September 2023, müsse mit etwas Niederschlag gerechnet werden.

Rubriklistenbild: © dpa | Patrick Pleul / Michael Bihlmayer/Imago (Montage)

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