Etliche Unfälle im Norden

Deutscher Wetterdienst warnt vor Gefahr durch Glätte in allen Teilen Niedersachsens

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Nach Schnee kommt Regen: In der Nacht zum Sonntag gibt es zunächst Frost, dann steigen die Temperaturen. Die Folge ist Glatteisgefahr.

Hannover – In seiner aktuellen Meldung warnt der Deutsche Wetterdienst DWD vor „markantem Wetter“ der Gefahrenstufe 2 von 4 in allen Teilen Niedersachsens. Verkehrsteilnehmer müssten sich demnach auf Glätte aufgrund von überfrierender Nässe einstellen. Die Warnung gilt bis Sonntag, 5. Januar, bis 21 Uhr.

Autofahrer in Niedersachsen sollten am Wochenende besonders vorsichtig sein. Für das gesamte Bundesland gilt eine Warnung vor „markanter Glätte“. (Symbolbild)

Für diese Art von Gefahrenlage gibt der DWD folgende Handlungsempfehlungen heraus: Verkehrsteilnehmer sollten nicht notwendige Aufenthalte im Freien und Fahrten vermeiden beziehungsweise ihr Verhalten im Straßenverkehr anpassen. Zudem müssten Verzögerungen und Behinderungen eingeplant werden. Ein Aufenthalt, etwa im Wald, unter Masten und Stromleitungen, sollte vermieden werden.

Warmfront sorgt für brisante Wetterlage in Niedersachsen

Am Sonntag trifft eine Warmfront von den Britischen Inseln ein, die von Südwesten nach Nordosten durch Niedersachsen zieht. In den südwestlichen Teilen des Landes gibt es am Vormittag Schneefälle, die sich dann bis zur Elbe ausbreiten. Der DWD gibt an, dass im Binnenland 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee fallen, im Harz bis zu 10 Zentimeter.

Am Nachmittag wechselt der Schnee zu Regen, was die Gefahr von Glatteis erhöht. Am Abend beruhigt sich die Situation laut DWD, es wird deutlich milder und es regnet. Die Temperaturen steigen im Laufe des Tages im südlichen Emsland auf etwa 7 Grad, im Wendland auf 1 Grad. Die Nacht zum Montag bleibt frostfrei.

Dutzende Glätteunfälle im Norden

In der Nacht zum Samstag gab es laut DWD vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands bereits vereinzelte Schneeschauer. Ein Polizeisprecher in Bremen berichtete in der Nacht, dass Autofahrer „mit Glatteis kämpfen“ mussten – die Unfallrate war auffallend hoch.

Innerhalb weniger Stunden gab es etwa 80 Glätteunfälle. Auch im Zuständigkeitsbereich der Polizei Braunschweig ereigneten sich innerhalb von acht Stunden mehr als 110 Verkehrsunfälle. Im Stadtgebiet von Oldenburg führten glatte Straßen laut Polizei zu rund 30 Unfällen.

Rubriklistenbild: © Lars Penning/dpa

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