„Ausgezeichnet“ oder „gut“

Die Badesaison beginnt: Gewässer in Niedersachsen glänzen mit Top-Qualität

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Zum Start der Badesaison bescheinigt das Landesgesundheitsamt den Gewässern und Badestellen in fast ganz Niedersachsen „Top-Qualität“.

Hannover – Strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad: In Niedersachsen haben sich über diese sonnigen Aussichten die Menschen in ganz Norddeutschland seit einigen Tagen gefreut: Bereits vor dem offiziellen Saisonstart lockte es zahlreiche Besucher an die Badeseen.

Für alle Wasserratten gibt es nun gute Nachrichten, denn die meisten Gewässer des Bundeslandes bieten eine ausgezeichnete Qualität, wie am Dienstag (14. Mai) Katrin Luden vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) gegenüber kreiszeitung.de erklärte.

Zum Start der Badesaison bescheinigt das Landesgesundheitsamt den Gewässern in Niedersachsen „Top-Qualität“.

Badesaison beginnt: 95 Prozent der Gewässer in Niedersachsen „ausgezeichnet“ oder „gut“

„Zum Start der Saison stellte das NLG an ganzen 239 der insgesamt 274 Badestellen eine ausgezeichnete Wasserqualität fest, weitere 20 überzeugten mit einer guten Qualität“, so Katrin Luden, die am Standort des Landesgesundheitsamts in Aurich die Abteilung Wasserhygiene leitet. Dieses bedeute, dass über 95 Prozent der als EU-Badestellen eingestuften Gewässer überzeugen.

Mit dem offiziellen Beginn der Sommersaison 2024 werden nun in Niedersachsen bis zum 15. September die jeweiligen Gesundheitsbehörden regelmäßig – mindestens aber einmal monatlich – die Wasserqualität an den Badegewässern überprüfen, um sicherzustellen, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Diese Überprüfungen sind wichtig, da in den vergangenen Jahren vereinzelt Meldungen über Blaualgen, Zerkarien und Funde von weißem Phosphor auftraten. Bisher jedoch ist alles im grünen Bereich.

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Asiatische Hornisse
„Im Gegensatz zu unserer heimischen Hornisse sind sie in der Lage, wie ein Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben“, sagt Expertin Loeper. Auffällig sei auch, dass sie rückwärts fliegen könnten.  © Axel Heimken/ dpa
Frühlingshafte Temperaturen in Südbrandenburg
Ölkäfer sollte man besser nicht anfassen, sondern lieber aus etwas Entfernung beobachten, sagt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim Landesverband des BUND. Denn das Gift der Käfer sei schon in einer geringen Konzentration tödlich.  © Frank Hammerschmidt/ dpa
Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke ist aggressiver als heimische Mücken und kann exotische Krankheiten übertragen. © Uwe Anspach/ dpa
Schnake auf Fensterscheibe
Die Schnake zählt zu den typischen Stechmücken. Übrigens hat es nichts mit besonders süßem Blut zu tun, ob sie dich stechen oder deine Freund:in. Viel eher liegt es nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen an deiner Hautflora (also körpereigenen Pilzen und Bakterien).  © Julian Stratenschulte/ dpa
Zeckensaison in Oregon
Wenn du durchs Gras rund um den Badesee läufst, könnte dich eine Zecke stechen. Bei steigenden Temperaturen und feuchtem Wetter werden die blutsaugenden Parasiten laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) aktiver.  © Robin Loznak/ dpa
Wespe am Fenster
Wespen können beliebig oft stechen, Bienen nur einmal in ihrem Leben (sie sterben, wenn der Stachel abbricht). Beide tun das eigentlich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Trotzdem kann ein Stich lebensgefährlich sein: Im Mund- und Rachen­bereich kann er die Atmung behindern. Bei Allergiker:innen kann der Kreislauf zusammenbrechen.  © Arne Dedert/ dpa
Badespaß im Stadtpark
Eine unsichichtbare Gefahr sind Zekarien: Die winzigen Larven von Saugwürmern können sich am Ufer von Seen sammeln. Sie können Hautentzündungen verursachen, etwa gerötete Flecken, Juckreiz oder Quaddeln.  © Axel Heimken/ dpa

Gute Nachrichten für Wasserratten in Niedersachsen: Gewässer haben „Top-Qualität“

Lediglich der Badesee Diethe-Langern im Landkreis Nienburg weist eine mangelhafte Wasserqualität auf, weshalb das NLGA aus vorbeugendem Gesundheitsschutz ein Badeverbot für die gesamte Saison erließ, erklärt Luden.

„Die Gewässer haben eine Top-Qualität“, so die Biologin. Die Qualität der Gewässer werde während der offiziellen Badesaison in Niedersachsen vom 15. Mai bis zum 15. September von den jeweiligen Landkreisen überprüft und im tagesaktuellen Badegewässer-Atlas des NLGA veröffentlicht. Die örtlichen Gesundheitsämter nehmen in diesem Zeitraum mindestens einmal monatlich Wasserproben, die insbesondere auf Bakterien wie E.coli und intestinale Enterokokken untersucht werden, wie das NLGA mitteilte.

Obwohl diese Bakterien normalerweise keine Krankheitserreger sind, können sie auf eine mögliche Verunreinigung durch Fäkalien oder andere Krankheitserreger im Wasser hinweisen. Auch wenn ein Gewässer durch Blaualgen – Cyanobakterien – stark belastet ist, „was vor allem mit höheren Temperaturen und längerer Sonneneinstrahlung möglich wird“, erklärt Luden, werde ein Badeverbot ausgesprochen.

Rubriklistenbild: © Imago/Eckhard Stengel

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