Kaltfront

Unwetter trifft Niedersachsen: Discounter-Decke bricht ein – zahlreiche Überschwemmungen

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  • Eva Burghardt
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  • Harald Hinze
    Harald Hinze

Eine Kaltfront zieht über Niedersachsen und Bremen. Der deutsche Wetterdienst warnt vor starken Gewittern und Starkregen. Im Landkreis Diepholz stürzte die Decke eines Discounters ein.

Update vom Mittwoch, 7. August, 19:50 Uhr: Etwa 20 Einsätze infolge des Unwetters hat es laut Angaben der Polizei bei Weyhe im Landkreis Diepholz gegeben. Unter anderem war eine Bahnunterführung vollgelaufen. Unweit von Weyhe stürzte ein Baum auf geparkte Autos, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Im Bereich Twistringen sei ein Baum auf ein fahrendes Auto gekippt, verletzt worden sei niemand.

Die Bahnstrecke zwischen Bremen und Syke musste gesperrt werden, weil dort am Nachmittag ein Baum auf die Gleise gefallen war. es kam zu erheblichen Behinderungen, Ausfällen und Verspätungen im Nah- und Fernverkehr. Auch im Landkreis Verden war es zu Überschwemmungen infolge des Starkregens gekommen – Straßen und Keller standen vielfach unter Wasser.

Unwetter trifft Niedersachsen: Discounter-Decke bricht bei Starkregen zusammen

Update von 18:15 Uhr: Die Decke eines Discounters im Landkreis Diepholz ist wegen des Starkregens am Nachmittag teilweise eingestürzt. Daraufhin mussten alle Kunden und Mitarbeiter den im Umbau befindlichen, aber geöffneten Markt verlassen. Die Feuerwehr berichtete, dass rund 20 Menschen aus dem Gebäude laufen konnten, als die Decke nachgab und der Markt voller Wasser lief.

Unterdessen zogen die Gewitter von Westen kommend über Niedersachsen hinweg. An mehreren Orten im gesamten Bundesland standen Straßen unter Wasser. Auf der A1 zwischen Elsdorf und Sittensen kam es gegen 18 Uhr zu Aquaplaning. Bis zum frühen Abend ziehen die Gewitter über Hamburg hinweg in Richtung Ostsee ab.

Ein Discounter in Syke-Barrien ist beim Starkregen beschädigt worden. Teile einer Decke stürzten ein.

Unwetter trifft Niedersachsen: DWD warnt vor starken Gewittern

Update von 14:20 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Mittwoch, 7. August, vor markantem Gewitter mit Starkregen in Niedersachsen. Laut dem aktuellen Warnlagebericht zieht eine Kaltfront von den britischen Inseln heute über Niedersachsen und Bremen.

Es kann deswegen Gewitter mit Starkregen geben, bei dem bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen können. Dazu sind auch kleinkörniger Hagel und stürmische Böen mit bis zu 65 km/h möglich. Für folgende Bereiche hat der DWD eine Warnung vor starkem Gewitter ausgesprochen:

  • Stadt und Kreis Oldenburg
  • Kreis Diepholz
  • Kreis Rotenburg
  • Stadt Bremen
  • Kreis Verden

Dort besteht Gefahr durch Blitzschlag, herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände. Zudem können Straßen und Unterführungen bei starkem Regen überflutet werden. Die Warnung gilt noch bis 16 Uhr am Nachmittag.

In Niedersachsen kann es starke Gewitter geben, warnt der Deutsche Wetterdienst. (Symbolfoto)

Von Sonne zu Sturm: Wetterumschwung in Niedersachsen erwartet

Erstmeldung von 12:33 Uhr: Hannover – Man könnte sagen: Es ist die Sonne vor dem Sturm, die gerade über Niedersachsen zieht. Denn laut einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dominiert in Niedersachsen und Bremen zwar noch warmes Sommerwetter, ab Mittwoch, 7. August, soll sich das aber ändern. Dann erreicht eine Kaltfront den Norden Deutschlands.

Von „ruhigem und warmem Sommerwetter“ spricht der DWD in seiner Prognose für die Wetter- und Warnlage in Niedersachsen und Bremen am Dienstag. Ab Mittwoch soll es im Tagesverlauf aber Schauer und Gewitter geben. Auch Unwetter sind dann möglich. Wie verheerend die ausfallen können, zeigte sich zuletzt in Delmenhorst, als eine Familie beim Picknick vom Blitz getroffen wurde.

Am Mittwoch, 7. August, erreicht die Region laut DWD eine Kaltfront. „Dabei kommt es zu Schauern und Gewittern.“ Demnach zieht die Kaltfront vom Westen in Richtung Osten. Dabei kann es „teils markante Gewitter mit Starkregen“ geben, bei denen auf einen Quadratmeter bis zu 25 Liter Regen in kurzer Zeit fallen, berichtet der DWD.

Starkregen mit 40 Liter pro Quadratmeter sind in Niedersachsen möglich

Auch „kleinkörniger Hagel“ und stürmische Böen mit einer Windstärke 8 auf der Beaufort-Skala sind möglich. Besonders heftiger Starkregen, bei dem innerhalb kurzer Zeit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, ist laut DWD außerdem „gering wahrscheinlich“.

Zum Abend hin soll sich die Lage aber wieder beruhigen, berichtet der DWD. In der Nacht zu Donnerstag, 8. August, ist es demnach wechselnd bewölkt und die Schauer ziehen langsam ab. Dafür wird es eine kühle Nacht bis Temperaturen zwischen 12 und 15 sowie auf den Inseln 17 Grad.

Rubriklistenbild: © Thomas Lindemann & Patrick Pleul/dpa (Montage)

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