VonAnke Seidelschließen
Unter besonderen Vorzeichen steht die Landtagswahl am 9. Oktober im Landkreis Diepholz, weil jede Partei vier Kandidaten aufstellen muss. Der Landkreis ist in vier Wahlkreise eingeteilt. In einer Serie zur Landtagswahl stellt diese Zeitung die jeweiligen Kandidaten der Parteien für die Wahlkreise vor – jetzt die der FDP.
Wahlkreis 38: Anton van den Born
Seit 50 Jahren lebt der Deutsch-Niederländer Anton van den Born in Deutschland. Er ist geschieden, hat einen erwachsenen Sohn und wohnt mit seiner Partnerin Petra in Rehburg-Loccum. Beruflich wirkt der 59-Jährige als Gesundheits- und Krankenpfleger im Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen, Fachklinik Bad Rehburg. Außerdem leitet er eine Selbsthilfegruppe für Long-/Post-Covid-Erkankte und deren Angehörige: „Das liegt mir sehr am Herzen, da meine Partnerin selber schwer an Post-Covid erkrankt ist.“ Rennradfahren und Joggen sind seine Hobbys. Für die FDP wirkt er im Ortsrat Loccum sowie im Stadtrat Rehburg-Loccum und im Kreistag Nienburg. Seit Leitspruch: „Helfende Hände stärken.“
Im Landtag will er sich für den ländlichen Raum einsetzen – genauso wie für die Landwirtschaft: „Das Höfesterben muss enden.“ Eine optimale Bildung für alle Kinder ist ihm ebenso wichtig wie die Energiesicherheit: „Fracking erlauben und Atomkraftwerke länger laufen lassen, bis wir unsere benötigte Energie wieder selbstständig herstellen oder beziehen können.“ Außerdem möchte er die Straßenausbaubeitragssatzung abschaffen.
Sie möchten die Kandidaten anderer Parteien oder die Meinungen der Parteien zu konkreten politischen Fragen kennenlernen? In unserem Übersichtsartikel zur Niedersachsen-Wahl 2022 finden Sie alle relevanten Inhalte.
Wahlkreis 39: Heinrich Werner
Der 65-jährige Heinrich Werner kandidiert für die Liberalen im Wahlkreis 39. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter.
Er hat in Darmstadt und Hannover Bautechnik sowie Politik studiert und unterrichtet zurzeit an der BBS Nienburg. Heinrich Werner ist Mitglied im Stadtrat Nienburg und im Kreistag, außerdem ist er Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Nienburg. „Die Bildungspolitik, der ländliche Raum sowie die Stärkung der heimischen Wirtschaft und die damit verbundenen Arbeitsplätze sind meine politischen Schwerpunkte“, stellt sich der FDP-Landtagskandidat vor. „Ich lasse mich leiten durch den Gedanken, dass jeder eine Chance bekommen sollte, sein Leben so zu gestalten, wie er oder sie es möchte.“
Das bedeute, dass der Staat die besten bildungspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzen müsse. „Ich reise gern und lerne gern neue Menschen kennen“, fügt Heinrich Werner hinzu.
Wahlkreis 40: Dr. Marco Genthe
Dr. Marco Genthe ist Jurist mit eigener Kanzlei in Weyhe. Er ist seit neun Jahren Landtagsabgeordneter und vertritt die FDP als Mitglied im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen sowie im Unterausschuss „Justizvollzug und Straffälligenhilfe“. In den Ausschüssen für Inneres und Sport sowie im Ausschuss zur Kontrolle besonderer polizeilicher Datenerhebungen ist er Mitglied. Er ist Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Diepholz und ebenso Mitglied des FDP-Landesvorstandes. Seit 2001 gehört er dem Gemeinderat Weyhe und seit 2006 dem Kreistag an.
„Die FDP hat in der Corona-Krise gezeigt, dass sich Sicherheit und Freiheit nicht ausschließen“, sagt Marco Genthe, „die Menschenrechte und die Freiheit des Einzelnen bleiben uneingeschränkt schützenswert und zwar in jeder Situation“. Das gelte ganz besonders für die gesellschaftlichen Herausforderungen angesichts des Krieges in der Ukraine: „Als Innen- und Rechtspolitiker will ich die unterstützen, die täglich vor Ort unsere Sicherheit gewährleisten: Polizei- und Justizbeamte, Feuerwehrleute, den Katastrophenschutz, den Verfassungsschutz und all diejenigen, die unsere Grundversorgung mit Lebensmitteln, Strom und vieles mehr sicherstellen.“ Für den 55-Jährigen zählt „die Stärke des Rechts – und nicht das Recht des Stärkeren“. In seiner Freizeit hört er gerne Rockmusik und treibt Sport.
Wahlkreis 41: Heike Hannker
Selbstständige Unternehmerin in einem Handwerks- und einem Touristikunternehmen, Familienmanagerin und Kommunalpolitikerin – so bezeichnet sich die 44-jährige Heike Hannker aus Hüde. Sie ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Kinder, ist außerdem FDP-Ortsvorsitzende, Ratsfrau und wirkt im Samtgemeinderat mit. „Bildung ist der zentrale Schlüssel zum Wohlstand und Bildung ist eines der wichtigsten Themen in Niedersachsen“, sagt sie. „Wir brauchen wieder eine Wertschätzung der Bildungsabschlüsse. Ein Meister ist so wertvoll wie ein Master! Der Haupt- und Realschulabschluss braucht wieder eine höhere Anerkennung, denn gerade im Handwerk und in der Pflege fehlen uns zunehmend Fachkräfte.“
Ihren Wahlspruch formuliert sie so: „Energie ist erneuerbar. Niedersachsen auch.“ Die Energiewende werde das zentrale Thema der kommenden Jahre: „Die große Koalition hat die Energiewende nur leider verschlafen.“ Außerdem müsse die Wirtschaft „entfesselt“ und die Bürokratie abgebaut werden.
Ihre Freizeit verbringt die 44-Jährige gern mit ihrer Familie – sehr gerne auch beim Segeln auf dem Dümmer See.
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