- VonDierk Rohdenburgschließen
Einen dramatischen Fall meldet das Tierheim Bergedorf (Gemeinde Ganderkesee) am Donnerstag, 30. November: Gleich sieben kleine Katzenkinder wurden in Berne/Motzen nahe der Fähre in einem völlig von der Feuchtigkeit aufgeweichten Karton gefunden.
Ganderkesee – „Wie lange sie schon in der Eiseskälte saßen, kann niemand sagen. Es geht ihnen soweit aber zum Glück gut“, heißt es vom Tierheim, das alle Leser dringend darum bittet, ihm Informationen zukommen zu lassen, wenn jemand etwas gesehen hat oder jemandem die Katzen bekannt vorkommen. „Vielleicht kennt ja jemand einen Menschen, der vor kurzem noch sieben Kitten hatte und nun plötzlich nicht mehr.“
„Es ist eine Schande“: Katzen gnadenlos ausgesetzt
Die Tierpfleger bezeichnen es als eine Schande, dass so etwas regelmäßig passiert. „Es ist eine noch größere Schande, dass die meisten Täter mangels Beweisen auch noch damit durchkommen. Nicht auszumalen, was den Kleinen widerfahren wäre, hätte eine aufmerksame Radfahrerin sie nicht zufällig gefunden.“ Es könne doch nicht sein, dass unverantwortliche Menschen, die sicher auch irgendwann mal was von Kastration gehört hätten, eigene Katzenkinder bei der Kälte erfrieren lassen wollen, statt einmalig für eine Kastration aufzukommen und für sein Tier tätig zu werden.
Ein Wurf Katzen ist teurer als eine Kastration
„Ja, Tiere kosten Geld“, schreibt das Tierheim. „Aber das weiß man in der Regel auch vor der Anschaffung eines Tieres. Und in der Regel weiß man auch, was dabei herauskommt, wenn zwei liebestolle Lebewesen aufeinandertreffen.“ Ein ganzer Wurf Katzen sei wesentlich teurer als eine Kastration. „Sind die Katzen kastriert muss niemand Sorge haben, dass einem bzw. seiner Katze sowas passiert, und man ist auch nicht in der Bedrängnis, sich auf das Niveau eines Tierquälers herabzulassen und die überflüssigen Tiere auszusetzen.“
Rubriklistenbild: © Tierheim
