670.000 Euro aus dem Fördertopf für Rotenburg

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Tote Hose in der Innenstadt, und abends werden die Bürgersteige hochgeklappt? Rotenburg soll attraktiver werden – auch die City.
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50 Millionen Euro sollen in die Erneuerung Rotenburgs fließen. Die ersten Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm sind nun zugesagt. Bürgermeister Oestmann bleibt aber noch zurückhaltend.

Rotenburg – Rund 50 Millionen Euro sollen in den kommenden 15 Jahren in die Entwicklung bestimmter Bereiche der Stadt Rotenburg fließen. Gut 30 Jahre nach dem letzten großen Umbau der Innenstadt mit dem Kerngebiet der Fußgängerzonen will sich die Kreisstadt neu konzipieren und hofft dafür auf Fördergelder von Bund und Land. Mehrere Hundert Seiten Konzeptpapiere wurden im vergangenen Jahr eingereicht, um ins Städtebauförderungsprogramm von Stadt und Land aufgenommen zu werden. Das scheint nun zu klappen – zumindest teilweise. Die ersten 670 000 Euro Fördergeld hat Niedersachsen zugesagt.

Höhere Summen in den Folgejahren

„Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms fördert Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund erneut Städte und Gemeinden mit 121,65 Millionen Euro, zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil sind so Investitionen von rund 168 Millionen Euro möglich. Zu den bisher Geförderten sind 13 Maßnahmen neu dazugekommen“, heißt es in einer Mitteilung von Niedersachsens Bauminister Olaf Lies (SPD). Zwei dieser neuen Maßnahmen betreffen Rotenburg. „Aus dem Programm ,Lebendige Zentren’ erhält Rotenburg für die Baumaßnahmen im Bereich Innenstadt und Niederungen 630 000 Euro. Aus dem Programm ,Sozialer Zusammenhalt’ profitiert das Wohngebiet ,Auf dem Loh’ in Rotenburg mit 40 000 Euro“, berichtet der Rotenburger Landtagsabgeordnete Eike Holsten (CDU) aus Hannover. Wohlgemerkt: Da seien nur die Fördergelder für das Jahr 2022, in den Folgejahren gehe es um „deutlich höhere Summen“. Die Zahlen müssten jetzt von den geförderten Kommunen aktualisiert werden. Die Zustimmung des Bundes zum Förderprogramm sei nur eine Formalie.

Bürgermeister wartet auf Antwort

Das sieht Rotenburgs Bürgermeister Torsten Oestmann noch etwas anders. Auf Nachfrage wollte er die Zahlen aus Hannover am Mittwoch noch nicht kommentieren. Nachdem vor wenigen Wochen erst eine Kommission des Förderprogramms die Kreisstadt besucht habe, erwarte er wohl erst im Herbst konkrete Zahlen. Oestmann: „Uns liegt noch keine offizielle Mitteilung vor.“

Ronolulu wird gefördert

Der Mitteilung des Ministeriums nach erhalten im Landkreis auch Bremervörde für die Entwicklung der Innenstadt Süd (350 000 Euro) und Selsingen (50 000) Fördergelder aus dem Topf „Lebendige Zentren“, Zeven dazu für das Gebiet „Auf der Worth“ 288000 Euro für „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Rotenburg hatte die Förderkulissen auf die Innenstadt mit den Niederungen sowie die „Problembezirke“ im Bereich Auf dem Loh/Berliner Ring fokussiert. Auch das sanierungsbedürftige Erlebnisbad Ronolulu ist Teil des Förderantrags. Hier macht Holsten Hoffnung: „Das Bad kommt absehbar mit rein.“  

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