Baumaßnahme in Scheeßel: Kreisel kommt, Kreuzung geht

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Uwe Gundlach, Ulrike Jungemann und Tim von Elling (v.l.) begleiten die Maßnahme.
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Der Umbau der Scheeßeler Kreuzung am Fuhrenkamp bringt eine monatelange Vollsperrung mit sich. Allerdings wurden einige Wege eigens neu angelegt, so dass Fußgänger und Radfahrer ohne Umweg die sonst stark befahrene L130 überqueren können.

Scheeßel – Der Umbau der Kreuzung Helvesieker Landstraße, Vareler Weg, Fuhrenkamp wird nun endlich realisiert. Ab Dienstag, 2. Mai, beginnen die Bauarbeiten. Ab Mittwoch, 3. Mai, besteht aufgrund der Baumaßnahme eine Vollsperrung der Kreuzung und somit auch der L130, die von Scheeßel aus nach Helvesiek und in Richtung Sittensen und damit auch in Richtung Autobahn führt. Die Vollsperrung dauert voraussichtlich bis Ende August an.

Lange Vorgeschichte begleitet den Umbau der Kreuzung

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Schon 1998 entstand der Bebauungsplan „Fuhrenkamp I“, schon damals gab es Pläne zu dieser Kreuzung. Diese Pläne veränderten sich im Laufe der Jahre immer mal wieder, zuletzt wurde lange über die Frage diskutiert, ob eine Kreuzung oder ein Kreisverkehr besser sei. Auch die Baumfällungen, die in diesem Zusammenhang durchgeführt wurden, sorgten in Scheeßel für viel Unmut. Eine Bürgerinitiative gründete sich, zahlreiche Aktionen folgten.

Schlussendlich fand man vor Ort eine Lösung. Die Baumaßnahme sollte schon im Herbst vergangenen Jahres umgesetzt werden. Die ersten Arbeiten hatten damals sogar schon begonnen, unter anderem entstanden schon die Zuwegungen für Fußgänger und Radfahrer. Doch der eigentliche Umbau der Kreuzung zum Kreisverkehr wurde verschoben – weil die Landesstraßenbaubehörde die Sorge hatte, dass die im Winter notwendigen Streu- und Räumfahrzeuge die angedachte Umleitung nicht nutzen können. Also musste das Projekt wieder verschoben werden.

Anwohner und Radfahrer müssen keinen Umweg in Kauf nehmen

All dies ist Vergangenheit, jetzt wird tatsächlich gebaut. „Wichtig ist uns, dass wir alle Beteiligten früh und genau informieren wollen“, betont Ulrike Jungemann (CDU), Bürgermeisterin in Scheeßel. Das sei zuletzt nicht ganz so gut gelungen. Dementsprechend hat man die Anlieger bereits mithilfe von Flugblättern informiert. Sie können die Helvesieker Landstraße während der Baumaßnahme über eine provisorische Anbindung zum Weidenröschenweg erreichen. Ferner gibt es für Fußgänger und Radfahrer eine komfortable Verbindung, die zwischen der Baustelle und der Absperrung über die L 130 führt, sodass eine sichere Überquerung in den Vareler Weg/Fuhrenkamp möglich ist. „Das betrifft Anwohner und Fahrradfahrer aus dem Wohngebiet am Fuhrenkamp, die in Richtung der Schulen unterwegs sind. Ebenso betrifft es die Anwohner aus dem Schulviertel, die zum Beispiel ihre Kinder in den Kindergarten bringen“, erklärt Uwe Gundlach, Fachbereichsleiter Bau und Planung. Die Ampel, die aktuell an der Kreuzung für Verkehrssicherheit sorgt, wird während der Bauphase ausgeschaltet – durch die Vollsperrung können Fußgänger und Radfahrer die Straße gefahrlos überqueren, die Ampel ist dann also überflüssig.

Noch ist der Umweg für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, ab der kommenden Woche wird die Absperrung hier abgeräumt, dann können alle Anlieger den Weg nutzen, um Umwege zu vermeiden.

Der Auto-Umleitungsverkehr wird von der Helvesieker Landstraße über den Helvesieker Weg in den Ort hinein sowie über die Harburger Straße wieder herausgeführt und wird entsprechend ausgeschildert. Diese Umleitung besteht schon seit 2022, denn eigentlich sollte es ja schon früher mit der Baumaßnahme losgehen.

„Solche Umwege wollen wir für die Fußgänger und Radfahrer vermeiden“, betont Ulrike Jungemann mit Blick auf die eigens angelegten Wege, die zwischen dem Neubaugebiet und dem Schulviertel verlaufen. „Wer aus Richtung Sittensen kommt und das Gebiet großräumig umfahren kann, sollte die Umleitungsausschilderung ab Rehr beachten“, ergänzt Gundlach.

Bau der Lärmschutzwand folgt noch

Allerdings sind die Baumaßnahmen mit der Fertigstellung des Kreisverkehrs noch nicht zu Ende. Denn voraussichtlich im September 2023 wird dann im nächsten Schritt der Einmündungsbereich der Straße „Fuhrenkamp“ bis zur Einmündung der Straße „Vor der Eulenkammer“ endgültig ausgebaut. Auch erfolgt der Bau der Lärmschutzwand entlang der L 130 parallel zum „Weidenröschenweg“. „Erst anschließend können die Grundstücke vermarktet werden“, sagt Gundlach.

Noch gehören die Flächen der Gemeinde, perspektivisch können aber weitere Neubauten hier entstehen. Die Lärmschutzwände sind aber eine zwingende Voraussetzung, damit die Vermarktung umgesetzt werden kann. Wenn dann wiederum das noch unbebaute Wohngebiet „HelLa“ hier realisiert wird, werden es noch mehr Bürger sein, die von der neuen Kreuzung profitieren.

Einen Wermutstropfen muss die Gemeine bei der ganzen Sache schlucken: „Aus den ursprünglich kalkulierten 1,75 Millionen Euro sind durch die erneute Verschiebung nun 1,92 Millionen geworden“, erklärt Tim von Elling vom Fachbereich Bau und Planung.

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