- VonDierk Rohdenburgschließen
Starke Unwetter haben im Landkreis Oldenburg am Dienstagabend und in der Nacht Schäden verursacht. Die Feuerwehren in Niedersachsen waren im Dauereinsatz.
Landkreis Oldenburg – Es gab zwar eine Gewitterwarnung des Deutschen Wetterdienste, die bei auf das Handy gespielt wurde, doch die Regenmassen überraschten viele. Schwere Gewitter mit großen Regenmengen sind in Niedersachsen am späten Dienstagabend über das Oldenburger Land und Delmenhorst bis nach Bremen gezogen und haben Schäden verursacht. Teilweise im Sekundentakt zuckten die Blitze über den Himmel, tauchten die Landschaft kurzzeitig in ein taghelles Licht. Über eine Stunde dauerte die Gewittershow an, ohne an Intensität zu verlieren.
Schwere Unwetter in Niedersachsen und Bremen: Straßen, Keller und Garagen unter Wasser
Intensiv war auch der Regen, der in den Unwetterwolken eingelagert war. Binnen weniger Minuten fielen punktuell bis zu 50 Liter Regen. Zu viel für die Kanalisation, die die Mengen nicht aufnehmen konnte. Sturzbäche ergossen sich in den Ort Ganderkesee, wo die Hauptdurchgangsstraße so tief unter Wasser stand, dass Autofahrer im Dunkeln völlig überrascht wurden und aufschwammen. Nur mit viel Mühe und großem Glück gelang es ihnen, aus den Fluten zu fahren und nicht stecken zu bleiben.
In Delmenhorst lief aufgrund der Niederschläge eine Tiefgarage voll. Ein Dutzend geparkter Autos standen bis zum Bodenblech in der braunen Brühe. Die Feuerwehr tat ihr mögliches, um größere Schäden zu verhindern und pumpte das Wasser aus der Garage. Doch über Zufahrten und Treppen lief dieses immer wieder nach, sodass es zu einem Geduldsspiel wurde.
Feuerwehren hatten viel zu tun: Zahlreiche Keller leergepumpt
In Groß Ippener mussten die Einsatzkräfte zahlreiche Keller leerpumpen, während in Hude Bäume den Sturmböen, die ebenfalls mit dem Gewitter aufzogen, nicht mehr standhalten konnten und umknickten. Für Anwohner und Feuerwehrleute war es eine lange und unruhige Nacht.
Newsletter für den Landkreis Oldenburg
Im Einsatz war auch Jannik Stiller, Sprecher der Kreisfeuerwehr: „Es gab viele Einsätze für die Wehren im Landkreis“, zog er eine erste Bilanz. Dazu gehörten Sturmschäden, vollgelaufene Keller oder Straßenschäden. „Die ersten Alarmierungen hatten wir um 23:20 Uhr“, so Stiller. Manch ein Feuerwehrmann sei durch knietiefes Wasser zum Feuerwehrhaus gefahren.
Rubriklistenbild: © Nonstop-News
