VonYannick Hankeschließen
Niedersachsen wird weiter von einer Grippewelle heimgesucht. Die Zahl der Erkrankten steigt weiter an. Bisher bestätigt sind zehn Influenza-Tote im nördlichen Bundesland.
Hannover – Niedersachsen sieht sich mit einer starken Grippewelle konfrontiert. Die Zahl der Erkrankten steigt weiter an. Wie es im jüngsten Wochenbericht für akute respiratorische Erkrankungen (ARE-Surveillance) des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) heißt, seien 56 Prozent der von den Arztpraxen eingesandten Influenza-Proben positiv gewesen. Dies bezieht sich auf die Woche ab Montag, 12. Dezember 2022.
Zehn Tote in Niedersachsen durch Influenza: Grippewelle rollt weiter
Seit Anfang Oktober 2022 seien demzufolge 9.702 laborbestätigte Influenza-Fälle übermittelt worden. Allein in der angesprochenen Woche seien es 3.497 Influenza-Fälle gewesen. Zudem wurden insgesamt zehn Todesfälle in Zusammenhang mit der Grippe registriert. Zum Hintergrund: Für den Wochenbericht schicken ausgewählte Praxen in Niedersachsen Proben ihrer Patienten ein. Sollten mehr als 20 Prozent dieser Proben Influenza-positiv seien, dann wird dies als Beginn einer Grippewelle gewertet.
Indes ist der Krankenstand in niedersächsischen Kitas aufgrund von Atemwegsinfekten in der zurückliegenden Woche leicht zurückgegangen. Doch würde dieser insgesamt noch immer deutlich über den Höchstwerten vergangener Jahre liegen. Knapp ein Drittel der erfassten Kinder sei erkrankt. Die Grippewelle, aber auch das RS-Virus (RSV) sorgen für eine angespannte Situation in den Kliniken und Krankenhäusern – bundesweit.
