VonMarcel Priggeschließen
Die Anzahl des größten frei lebenden Raubtiers Deutschlands steigt. Das teilt das Wattenmeersekretariat mit, denn: Es kommt insbesondere in der Nordsee vor.
Helgoland/Wilhelmshaven – Bis zu 300 Kilogramm schwer und 2,5 Meter groß: Halichoerus grypus – oder auch die Kegelrobbe – ist das größte frei lebende Raubtier Deutschlands. Wie das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven jetzt mitteilte, steigt die Anzahl der Tiere in der Nordsee und auf Helgoland. Die Zahl der erwachsenen Tiere lag demnach im Frühjahr bei insgesamt mehr als zehntausend Tieren.
Größtes Raubtier Deutschlands wächst und wächst: In der Nordsee steigt die Zahl
Die Zahl der Kegelrobben in der Nordsee steigt. Und das kontinuierlich. Das teilt das Gemeinsame Wattenmeersekretariat im niedersächsischen Wilhelmshaven am Montag mit. So stieg die Zahl der Jungtiere in den vergangenen fünf Jahren jährlich um durchschnittlich 13 Prozent, die der erwachsenen Tiere um zwölf Prozent. Die zweitgrößte Population befindet sich auf der Insel Helgoland, am meisten Robben gebe es im niederländischen Wattenmeer.
Bei Zählflügen ist herausgekommen, dass die Gesamtzahl der Robben im März und April bei etwa 10.500 liegen – 18 Prozent mehr im Vorjahr. 70 Prozent davon leben in den Niederlanden, 13 Prozent auf Helgoland. Rund 1200 Robben leben in den Wattenmeergebieten in Niedersachsen und Hamburg.
Mehr als 100.000 Kegelrobben weltweit: Großtes Vorkommen an den Küsten Großbritanniens
Kegelrobben sind die größten freilebenden Raubtiere Deutschlands und die größeren Verwandten der Seehunde. Die Bestände der Kegelrobben sind um östlichen Atlantik auf etwa 100.000 angewachsen, die meisten von ihnen leben an den Küsten Großbritanniens. Deutschland beurteilt die Robbenart in der nationalen Roten Liste als sehr gefährdet.
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