Hochwasser: Stabile Lage in Wildeshausen, Bürger ignorieren Durchfahrtverbote

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Wildeshausen/Landkreis – Die Hochwasserlage in Wildeshausen ist derzeit stabil. Der Pegelstand der Hunte in Colnrade lag am Mittwoch um 9.15 Uhr bei 4,20 Meter und ist damit gleichbleibend. Nicht alle Bürger halten sich allerdings an Durchfahrtverbote.

Der kleine Krisenstab zog am Mittwochvormittag eine erste Bilanz: „Seit heute zeigt sich eine positive Entwicklung: Der Pegel steigt vorerst nicht weiter an“, so die Stadtverwaltung. „Die Prognose bestätigt, dass dieser Trend im Verlauf des Tages anhalten wird.“

Während der Feiertage waren zahlreiche Flächen überflutet worden. In einigen Kellern hatte sich steigendes Grundwasser angesammelt. Als vorsorgliche Maßnahme wurden am Dienstag weitere Sandsäcke gefüllt. Die Feuerwehren Düngstrup, Dötlingen, die Feuerwehren der Samtgemeinde Harpstedt, sowie die DLRG, das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser unterstützten dabei tatkräftig.

Die Hunte steht hoch: In Zwischenbrücken fehlt unter der Brücke nicht mehr viel.

„Hochwasserschutzmaßnahmen haben gegriffen“

„Die Hochwasserschutzmaßnahmen, die nach dem vergangenen großen Hochwasser im Jahr 1998 umgesetzt wurden, haben bislang gegriffen und ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt“, heißt es vom Krisenstab, der seine regelmäßigen Sitzungen fortsetzt, um die Lage aufmerksam zu verfolgen und bei Bedarf zeitnah zu reagieren. „Die Feuerwehr Wildeshausen bleibt weiterhin in Bereitschaft, um bei Bedarf ebenfalls eingreifen zu können“, heißt es vom Krisenstab.

Das Einsatzgeschehen der Feuerwehr flacht derzeit ab, es konnte allerdings vermehrt beobachtet werden, dass Durchfahrtsverbote und Sperrungen von überfluteten Straßen ignoriert werden. Die Bevölkerung wird deshalb weiterhin gebeten, die Hinweise und Anweisungen zu beachten und die Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf das Hochwasser ernst zu nehmen. Es sind weiterhin einige Straßen und Fußwege gesperrt. Die Deiche sollten nicht betreten werden.

In Sandkrug fehlten Sandsäcke

Die anhaltende Hochwasserlage entlang der Hunte erreichte allerdings in Sandkrug (Gemeinde Hatten) am Dienstagabend einen kritischen Punkt, als die Feuerwehr meldete, dass alle vorhandenen Sandsäcke aufgebraucht sind. Um neue Säcke zu füllen, wurde überörtliche Hilfe angefordert. Am Mittwoch konnte Entwarnung gegeben werden, weil neue Sandsäcke eintrafen.

Der Deich ist an einigen Stellen stark durchnässt. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz, um die Bereiche zu sichern und zu stabilisieren.

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