Hurricane 2024: Aufbau fürs Festival liegt voll im Zeitplan
VonUlla Heyne
schließen
Nur noch wenige Tage bis zum Start des diesjährigen Hurricane Festivals in Scheeßel. Auf dem Eichenring wird unter Hochdruck am Aufbau gearbeitet.
Scheeßel – Über dem Eichenring regnet es, wieder mal. Für Inga Rossbach ist das kein Grund für schlechte Laune: „Mit dem Aufbau sind wir gut im Zeitplan, da waren kurze Pausen durch die Schauer der letzten Tage drin.“ Die Festivalleiterin des nahezu ausverkauften Hurricane Festivals am Wochenende in Scheeßel ist zufrieden: Die Personalsituation habe sich nach den vergangenen Jahren etwas entspannt. „Zumindest in vielen Bereichen.“ Im Niedriglohnsektor sei er noch zu bemerken: Sicherheitsdienst, Gastro und Leistungen, die Fachkräfte umfassen, seien teurer geworden, ebenso wie das teilweise knappe Material. Dennoch versuche man, die fortgesetzten Preisanstiege nicht an die Besucher weiterzugeben. „Das ist ja auch eine Frage der Schmerzgrenze, was sich die Leute noch leisten können.“
Der Querschnitt der Gesellschaft bilde sich beim Hurricane Festival ab: „Diejenigen, die sich mehr leisten können und wollen, haben eine große Auswahl“, so die Scheeßelerin, von der bereits aufgebauten exklusiven Platin Lounge mit kulinarischem All-Inclusive über Strom fürs Wohnmobil, die eigene Campingparzelle bis zum voraufgebauten Zelt mit weicher Matratze. Immerhin: Fast die Hälfte der Besucher bucht mit „Hurricane Park“ die „grüne Zelt-Variante“. Dem Bedarf der Gäste zu entsprechen, sei in Zeiten von Social Media so einfach wie nie, findet der ehemalige Festivalleiter Jasper Barendregt. „Früher kommunizierte man höchsten direkt per E-Mail mit dem Veranstalter, heute ist alles öffentlich, wir bekommen mit, was gewünscht wird und Thema ist.“
Auf Kommunikation setzen die beiden verstärkt auch im Umgang mit Anwohnern. „Westervesede ist in den letzten Jahren etwas kurz gekommen“, hat Rossbach festgestellt. Eine Eruierung der tatsächlichen Belastung durch Anfahrts- und Festivalverkehr habe zu einer kurzfristigen Neuregelung der Freitickets geführt. Die kostenlosen und neuerdings für die Anwohner personalisierten Tages- oder Festivalpässe sollen in den kommenden Jahren eher im Voraus vergeben werden. Darüber hinaus sollen Anwohnerführungen, ein zweiter temporärer Popup-Store vor Ort und eine 24/7-Hotline für noch mehr Transparenz sorgen.
Am Aufbau des Geländes hat sich indes nichts geändert. Doch auf die beiden neuen, noch größeren Hochkant-Paneele zur Übertragung des Geschehens auf der Bühne freut sich Rossbach. Eine größere Präsenz des Festivals an den heimischen Bildschirmen verspricht Barendregt: Neu im Boot ist RTL+ als Streaming-Anbieter. „Die übertragen rund die Hälfte der Konzerte.“
Hurricane 2024: Der Aufbau am Eichenring – die Bilder
Früher sei man bei FKP Scorpio skeptisch gewesen, ob das „Festival vor dem Bildschirm“ nicht potenzielle Fans fernhalte: „Heute wissen wir, das Gegenteil ist der Fall: Wenn die im Fernsehen sehen, was für eine Party da abgeht, sind sie nächstes Mal live vor Ort dabei“. Auch, wenn er vor einem Jahr die Hauptverantwortung für das Festival an Rossbach abgegeben hat, ist er nachts noch im Einsatz: „In der Zeit von 18 bis 0 Uhr überlappen sich unsere Schichten sogar, dann gilt es am meisten zu klären.“
Nicht mehr lange, dann kann es auf dem Eichenring losgehen. Einen kleinen Vorgeschmack auf Donnerstag gab es am Dienstag vor Ort bereits: Zum Start des „Pre- Check-In“ der Sparkasse war die Bändchenausgabe von mehr als 100 Fans umlagert.