Musik auf dem Eichenring

Hurricane Festival: Das beliebte Musikevent in Scheeßel

Das beliebte Hurricane Festival findet seit 1997 jährlich statt. Alles zur Geschichte des traditionsreichen Musikevents in Scheeßel.

Scheeßel – Nachdem das Hurricane Festival in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, findet es wieder regelmäßig auf dem Eichenring bei Scheeßel statt. Mit bis zu 80.000 Besuchern gilt das Hurricane als eines der größten Open-Air-Musikevents in ganz Deutschland. Neben einigen der bekanntesten deutschen Bands kündigen sich auch regelmäßig amerikanische Größen an.

Das Hurricane hat eine lange Geschichte hinter sich – und auch das Vorgänger-Festival in Scheeßel lockte schon vor Jahrzehnten große Künstler und zehntausende Fans nach Niedersachsen.

Musikfestival:Hurricane Festival
Ort:Eichenring in Scheeßel, Niedersachsen
Monat:Juni
Erstes Festival:1997
Musikrichtung:Rock, Alternative, Pop, Electro
Veranstalter:FKP Scorpio

Hurricane Festival: Traditionsreiches Event auf dem Eichenring in Scheeßel

Bereits seit 1997 wird der Eichenring nahe der Ortschaft Scheeßel im Landkreis Rotenburg als Veranstaltungsort für das Hurricane Festival genutzt. Der sogenannte Eichenring diente einst als Pferderennbahn, bevor das Gelände als spezielle Sandrennbahn für Veranstaltungen im Motorsport umgestaltet wurde. Das Gelände wurde dann erstmals in den 1970er Jahren für eine Musikveranstaltung umfunktioniert.

Das Hurricane Festival in Scheeßel. Besucher warten am Eingang, auf das Gelände gelassen zu werden.

Unter dem Motto „Es rockt in der Heide“ hielt man 1973 ein großes Musikevent ab. Weil dieses so erfolgreich war, sollte das Spektakel wiederholt werden. Das geplante Freiluftkonzert scheiterte allerdings an der Finanzierung. So sah sich der damalige Veranstalter nicht in der Lage, die auftretenden Künstler zu bezahlen.

Auch in den folgenden Jahren scheiterten die geplanten Festivals an teils dubiosen und unseriösen Veranstaltern. Ende der 1990er Jahre, nach langwierigen Misserfolgen, gelang dann noch die Wende. So kam es 1997 erstmals zum Hurricane Festival, das bereits im ersten Jahr 20.000 Besucher anziehen konnte. Damals war das Festival noch mehr auf Rock ausgelegt. Die Bands Rammstein, INXS und Bad Religion waren die Headliner beim ersten Hurricane Festival.

Besucherzahlen stiegen – Gelände in Scheeßel erweitert

Wegen des großen Erfolges fand das Hurricane Festival nun jährlich statt. Auch die Besucherzahlen in Scheeßel stiegen stetig an. Im Jahr 2005 war das Hurricane mit über 60.000 Tickets erstmals ausverkauft. Infolge des hohen Andrangs wurde jedoch schnell Kritik laut: Viele Festival-Gäste empfanden das Gelände und die anliegenden Zeltplätze beim Hurricane als zu eng und überfüllt.

Das Angebot an Tickets wurde 2006 seitens des Veranstalters somit auf 50.000 limitiert, um einer erneuten Überfüllung vorzubeugen. Ab 2007 wurde das Festival-Gelände beim Hurricane, samt Bühnen und Camping, weiter vergrößert. So sollten wieder mehr Besucher kommen können. Hierzu wurde die zweite Bühne des Festivals vom ursprünglichen Eichenring ausgelagert und eine weitere Zeltbühne errichtet. Im Jahr 2007 konnten bereits 60.000 Tickets angeboten werden. 2008 waren es dann bereits über 70.000 Tickets. In den letzten Jahren gab es bereits 80.000 Besucher.

Wegen Corona musste das Hurricane Festival zweimal abgesagt werden

Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass das Hurricane Festival 2020 zum ersten Mal in seiner Geschichte komplett abgesagt werden musste. Die Politik hatte ein Verbot für Großveranstaltungen beschlossen. Sämtliche große Events, darunter alle Musikfestivals, mussten bis mindestens August 2020 komplett aussetzen. Im Jahr 2021 wurde das Hurricane Festival aufgrund der noch immer angespannten Corona-Lage ein weiteres Mal abgesagt. Danach wurde die Nachrichtenlage für Hurricane-Fans und -Veranstalter besser: Aufgrund der Aufhebung von fast allen Corona-Einschränkungen sind auch Festivals wieder möglich. In den letzten Jahren fand das Festival wie gewohnt statt.

Rubriklistenbild: © Sophia Kembowski/dpa

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