Hochwasser in Niedersachsen: Jetzt sind die Straßen in Gefahr

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Die Feuerwehr als Eskorte: Der Futtermitteltransporter hatte sich nach Kirchwahlingen gewagt. Begleitet von der Feuerwehr wurde er zurück zur B 209 geleitet.
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Aufgrund des Hochwassers ist die L 191 erneut gesperrt. Mehrere Einsatzkräfte sind dabei, die Straßen zu sichern. Als Dank spendet Aldi Lebensmittel an die Wehren.

Rethem/Heidekreis – Hochwasser und kein Ende in Sicht. So weist der Heidekreis darauf hin, dass die L 191 von Ahlden nach Büchten erneut gesperrt ist. Zur Sicherung der Böschung seien Arbeiten erforderlich, die derzeit von Feuerwehr, THW und DLRG durchgeführt werden, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Kreishaus, verbunden mit der eindringlichen Bitte, die Sperrungen unbedingt zu beachten. Auch der Kirchwahlinger Landwirt Steffen Alexander Meyer berichtete von Schäden an der Landesstraße. Aus seiner Sicht sei es nicht ausgeschlossen, dass auch Eilte und Rethem in eine neue Gefahrenlage kommen könnten.

Boris-Alexander Krug, Pressesprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde, informierte am Freitagmorgen aus der gefährdeten Region. Das anhaltende Hochwasser an der L 191 zwischen Ahlden und Grethem-Büchten habe die Straßenböschung stark aufgeweicht. Dies habe eine wasserseitige Kontrolle des Uferbereichs ergeben. Nun werde die Landesstraße mit Sandsäcken und Vlies von etwa 130 DLRG-Kräften stabilisiert.

Ehrenamtliche Helfer packen mit an

Über 100 zivile Helfer seien spontan dem Aufruf gefolgt, am alten Sägewerk in Ahlden wieder Sandsäcke zu füllen. Die Feuerwehr sei mit rund 120 Ehrenamtlichen vor Ort. „Die Maßnahmen dauern zur Stunde noch an, es ist davon auszugehen, dass eine Freigabe der L 191 nun etwas länger auf sich warten lasse, was die Erreichbarkeit von Grethem-Büchten, durch weitere Straßensperrungen bei Bothmer und Gilten stark erschwert“, so der Feuerwehrsprecher.

In Hodenhagen wurde ebenfalls die Bevölkerung aufgerufen, wieder beim Sandsackfüllen zu unterstützen. Anlass war, dass der an der Serengetiparkstraße erstellte Sandsackdeich aufgrund des gestiegenen Meiße-Pegels erhöht und verstärkt werden musste. Der Allerpegel schwankte im Tagesverlauf um 4,31 Meter.

Geste der Anerkennung von Aldi

Eine herzliche Geste des Dankes und der Anerkennung für die aufopferungsvolle Arbeit der Feuerwehrkollegen vor Ort kam am Freitagmorgen in Rethem vom dortigen Aldi-Markt. „Wir können zwar nicht selber mit Hand anlegen“, erklärte Aydin Tavan, der Regionalverkaufsleiter von Aldi Nord. „Aber wir können ein Zeichen setzen, dass wir wenigstens in Gedanken bei ihnen sind.“

Freude über die Spende: (v.l.) Ortsbrandmeister Marcel Burfien, Marina Spencker (Aldi), Maik Kücker (Feuerwehr Rethem), Gemeindebrandmeisterin Sonja Kny, Cinja Martynko (Aldi) sowie Aydin Tavan (Aldi) und Samtgemeindebürgermeister Björn Symank.

Was die Kameraden zur Zeit leisten, ist kaum mit Gold aufzuwiegen. Da tut es gut, wenn in den Pausen ein kleiner Snack parat steht. Rethems Aldi-Markt hatte deshalb dank einer Initiative von Aydin Tavan ein riesiges „Care Paket“, 60 Kartons, unter anderem gefüllt mit Kaffee, Müsliriegeln, Würstchen, Brötchen und Mineralwasser, geschnürt, das den hiesigen Wehren zugutekommen sollte. Samtgemeindebürgermeister Björn Symank, Gemeindebrandmeisterin Sonja Kny, Ortsbrandmeister Marcel Burfin und Feuerwehr-Pressesprecherin Ute Oelkers nahmen die willkommene Gabe entgegen.  mü/bä

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