Norddeutsche Kampfjets

„Neue Bedrohung“: Nato alarmiert Eurofighter aus Niedersachsen ans ukrainische Kriegsgebiet

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Zwei Eurofighter aus Wittmund in Niedersachsen sind in Rumänien teil der neuen Alarmrotte.
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Russische Drohnen näherten sich Rumänien. Deutsche Eurofighter aus Niedersachsen wurden schnell alarmiert. Die Nato-Präsenz bleibt entscheidend.

In der Nacht zum Mittwoch, 20. August, wurden zwei deutsche Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ aus Wittmund in Niedersachsen von der Nato alarmiert. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen der Mission „Enhanced Air Policing South“ an der rumänischen Schwarzmeerküste, wo die deutschen Kampfflugzeuge derzeit stationiert sind, so berichtet unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ).

Die Alarmierung erfolgte, als sich russische Waffensysteme dem Luftraum Rumäniens näherten. Laut der HAZ handelte es sich dabei um Drohnen im Grenzgebiet zur Ukraine. Die vom Militärflugplatz Mihail Kogălniceanu nahe der Hafenstadt Constanta gestarteten Eurofighter konnten nach dem Einsatz ohne Zwischenfall wieder landen.

Deutsche Luftwaffe und Standort Wittmund sind an Sicherung der Südostflanke beteiligt

Die Luftwaffe beteiligt sich erst seit dem laufenden Monat erneut an der Sicherung der Südostflanke des Nato-Bündnisses. Für diesen Einsatz sind fünf Eurofighter und rund 170 Soldatinnen und Soldaten aus Niedersachsen in Rumänien stationiert. Die Mission soll bis März 2026 andauern und ist bereits der vierte Einsatz deutscher Bundeswehr-Jets an der Schwarzmeerküste.

Oberstleutnant Thomas Kötting, der Kontingentführer vor Ort, erklärte gegenüber der HAZ: „Wir sind hier am Schwarzen Meer mit einer neuen Bedrohung von Drohnen konfrontiert, auf die wir aber bestens vorbereitet sind“. Die Eurofighter aus Wittmund sind Teil einer Alarmrotte, die rund um die Uhr einsatzbereit ist.

„Enhanced Air Policing South“

Die Nato-Mission „Enhanced Air Policing South“ dient dem Schutz des südöstlichen Luftraums in Europa. Mehrere Nato-Staaten wechseln sich bei dieser Aufgabe ab, um eine kontinuierliche Präsenz und Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Trotz der Annäherung russischer Waffensysteme kam es bei diesem Vorfall zu keiner Verletzung des rumänischen Luftraums, wie ein Sprecher der Bundeswehr bestätigte. Der Einsatz in der Nacht zum Mittwoch markierte den ersten „scharfen Start“ der neuen Mission für die Kräfte aus Wittmund.

Eurofighter kehrten jüngst zurück nach Wittmund in Niedersachsen

Nach über drei Jahren Pause kehren die Eurofighter am 17. Juli 2025 nach Wittmund zurück. Der Flugbetrieb wurde im Januar 2022 wegen Sanierung der Start- und Landebahn eingestellt. Die Rückkehr markiert einen wichtigen Meilenstein für die Soldaten und Mitarbeiter. Dies wurde im Sommer 2025 groß gefeiert. Trotz der Wiederaufnahme des Flugbetriebs bleibt der Standort weiterhin eine Großbaustelle mit Bauarbeiten bis Mitte der 2030er Jahre.

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