VonFabian Raddatzschließen
Nachdem es in Großstädten wie Berlin zu Einbrüchen mit Salpetersäure gekommen war, warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen vor ähnlichen Maschen im Bundesland.
Hannover – Nach Einbrüchen mit ätzender Salpetersäure in Großstädten wie Berlin hat das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen vor möglichen vergleichbaren Fällen in dem Bundesland gewarnt. Diese neue Form des Einbruchs habe es in Niedersachsen bislang zwar nicht gegeben, teilte die Behörde am Mittwoch, 4. Januar 2023, mit. Es müsse aber mit derartigen Fällen gerechnet werden.
Das Landeskriminalamt riet, bei auffälligen Verfärbungen an der Wohnungs- oder Haustür vor allem rund um die Türschlösser den Kontakt mit der Flüssigkeit zu meiden, Dämpfe nicht einzuatmen, sich bei Atemwegs- oder Augenreizungen, Husten oder tränenden Augen in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu rufen.
LKA Niedersachsen warnt vor Einbrüchen mit Salpetersäure
Seit Dezember 2022 sei es in einigen Großstädten zu einer Häufung von Wohnungseinbrüchen gekommen, bei denen Säure verwendet worden sei, teilte das Landeskriminalamt mit. Die Täter haben bisherigen Erkenntnissen zufolge Salpetersäure zur Zersetzung von Türschlössern verwendet. Damit solle das Aufbrechen der Eingangstür erleichtert werden.
Allein in Berlin registrierte die Polizei früheren Angaben zufolge seit Mitte Dezember mindestens 31 Fälle. Und auch in Hamburg nutzen Einbrecher jetzt Salpetersäure, wie 24hamburg.de berichtet. Je nach Material des Schlosses sei der Stoff transparent bis gelb, grün oder bräunlich.
Wer mit der Säure in Kontakt gekommen sei, solle umgehend den Rettungsdienst alarmieren, mahnte das Landeskriminalamt. Die Reinigung nach der Tatortaufnahme sollten nur Fachfirmen übernehmen, weil sonst Gesundheitsgefahren drohten.
Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

