Bodenfrost im Norden?

Eisheilige 2023: Heftige „Wetterwende“ steht bevor

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Die Eisheiligen 2023 sind Grundlage vieler Bauernregeln. So sollen sie auch das Wetter der kommenden Wochen bestimmen. Und danach? Ein Ausblick.

Update vom 16. Mai 2023: Hannover/Bremen – Nachdem die Prognosen für die Eisheiligen größtenteils eingehalten wurde, der Donnerstag, 11. Mai, regnerisch daherkam, der Freitag und Samstag aber freundlich, steht die nächste heftige „Wetterwende“ bevor: Nach Himmelfahrt kommt der Hitze-Hammer nach Niedersachsen.

Wärhend für Donnerstag, 18. Mai, noch Temperaturen von ein bis zwei Grad und örtlichem Bodenfrost vorausgesagt sind, gebe es laut Diplom-Meteorologen Dominik Jung bereits am Brückentag Kaiserwetter. Dann sind örtlich bis zu 22 Grad möglich, im Norden werden es aber wohl noch ein paar Grad weniger sein. Am Samstag steigen die Temperaturen dann auch beim Wetter in Niedersachsen und Bremen laut Vorhersage konsequent über 20 Grad, bevor dann am Sonntag Frühsommer angesagt ist.

„Was für eine Wetterwende!“, freut sich Jung.

Eisheilige 2023: Eindeutige Wetter-Prognose für den Mai in Niedersachsen

Erstmeldung vom 3. Mai 2023: Hannover/Bremen – Jedes Jahr im Mai gibt es einige wenige Tage, die das Wetter in den kommenden Wochen bestimmen sollen: die Eisheiligen. Diese finden in diesem Jahr in Norddeutschland zwischen dem 11. und dem 13. Mai statt. Doch was ist an der Bauernregel dran? Und wie sieht die Prognose für das Wetter an den Eisheiligen 2023 in Niedersachsen aus?

Eisheilige 2023: Wie sieht die Wetter-Prognose in diesem Jahr aus?

Wie kommen die Eisheiligen zu ihrem Begriff? Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) beschreibt, werden als Eisheilige eigentlich die Tage vom 11. bis zum 15. Mai bezeichnet. Eigentlich, da es regionale Unterschiede gibt, wie lange die Eisheiligen andauern. In Norddeutschland gelten demnach die Tage vom 11. bis 13. Mai als Eisheilige. Im Süden und Südosten Deutschlands hingegen kommen noch der 14. und der 15. Mai hinzu, wohingegen der 11. dort nicht gültig ist. 

Märtyrer und Bischöfe: Begriff, Bedeutung und Namen der Eisheiligen 2023

Die Bezeichnung der Eisheiligen geht auf die Kirche – genauer auf den Heiligenkalender – zurück. Namensgeber sind Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert, die allerdings nichts mit dem Wetter zu tun haben. So heißen die Eisheiligen:

Donnerstag, 11. Mai 2023Mamertus
Freitag, 12. Mai 2023Pankratius
Samstag, 13. Mai 2023Servatius
Sonntag, 14. Mai 2023Bonifatius
Montag, 15. Mai 2023Kalte Sophie

Der Begriff Eisheilige ist dabei historisch gewachsen. Er entstand laut DWD aus der Beobachtung, dass es im Frühjahr jährlich in der zweiten Maidekade des Öfteren zu Kaltlufteinbrüchen kam. Dementsprechend finden sich zahlreiche Bauernregeln zum Wetter rund um diese Tage. Aber kommt es in Niedersachsen noch einmal zu Bodenfrost im Mai?

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Die Eisheiligen 2023 in Niedersachsen und Bremen: Frühlingswetter statt Bodenfrost

Laut der Internetseite kachelmannwetter.de, auf der verschiedene Wettermodelle und -ensembles verglichen werden, werden die Temperaturen in Bremen und Niedersachsen über die Zeit der Eisheiligen freundlich-frühlingshaft. So sollen – je nach Modell – am Donnerstag, 11. Mai 2023, Höchsttemperaturen von 12 bis 18 Grad und Tiefsttemperaturen von 8 bis 11 Grad herrschen. Dazu soll etwa zwei Stunden am Tag die Sonne scheinen, es gibt eine Regenwahrscheinlichkeit von 67 Prozent.

Die Eisheiligen 2023 im Norden stehen an. Doch wie lautet die Prognose? Kommt es in Niedersachsen noch einmal zu Bodenfrost? Eine Datenauswertung ergibt: Das Szenario ist sehr unwarscheinlich. (Symbolbild)

Am Freitag, 12. Mai 2023, soll es ähnliche Höchst- und Tiefsttemperaturen geben, allerdings mit noch weniger Sonnenstunden. Bis zu einer Stunde lässt sich die Sonne blicken, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 55 Prozent.

Am Samstag, 13. Mai 2023, und damit der letzte Tag der Eisheiligen 2023 in Norddeutschland, wird es nochmal etwas wärmer. Temperaturen von 11 bis 19 Grad sollen höchstens auftreten, mindestens wird es 7 bis 11 Grad warm. Die Sonne soll sich im Schnitt mehr als fünf Stunden zeigen – und das bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 50 Prozent.

Indiz für Klimaerwärmung: DWD sieht in den Eisheiligen ein Indiz für die globale Klimaerwärmung

Dass die Eisheiligen an Bedeutung verlieren, erklärt der DWD: Die besondere Bedeutung der Eisheiligen ergab sich demnach daraus, dass der Polarlufteinfluss in eine frostempfindliche Vegetationsperiode fiel. In den vergangenen Jahren sind diese jedoch früher als im vieljährigen Mittel eingetreten, was laut Angaben der Experten eventuell ein Indiz für die globale Klimaerwärmung sein könne. Die Eisheiligen wirken also nicht mehr so stark auf die Vegetation wie früher.

Rubriklistenbild: © Wassilis Aswestopoulos/Imago

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