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Großenkneten – Auf der A29 in der Gemeinde Großenkneten hat es am Sonntag gegen 11.50 Uhr einen schweren Unfall mit fünf Verletzten gegeben.
Ein plötzlich einsetzender Hagelschauer war vermutlich der Grund für einen Verkehrsunfall, der sich am Sonntag auf der Autobahn 29 ereignet hat. Gegen 11.50 Uhr erreichten die Polizei mehrere Anrufe über Notruf, in denen ein Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Richtungsfahrbahn Osnabrück kurz vor der Anschlussstelle Großenkneten gemeldet wurde. Aufgrund der unklaren Situation vor Ort wurde durch die Rettungsleitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften zum Unfallort entsandt.
Bereits während der Anfahrt konnte in einem kurzen Streckenabschnitt im Bereich der Anschlussstelle Großenkneten extreme Straßenglätte, verursacht durch Hagel, festgestellt werden. Beim Eintreffen der Beamten am Unfallort blockierten drei stark beschädigte Autos die gesamte Richtungsfahrbahn. Ein weiterer unfallbeteiligter Wagen stand auf dem Standstreifen.
Es wurde eine Vollsperrung an der Anschlussstelle Wardenburg eingerichtet und der Verkehr abgeleitet.
Im Zuge der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass ein 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Aurich mit seinem Auto den Überholfahrstreifen befuhr und ins Schleudern geriet. Im weiteren Verlauf schleuderte das Fahrzeug nach rechts auf den Hauptfahrstreifen, wo es zum Zusammenstoß mit dem Auto eines 63-jährigen Mannes aus dem Kreis Coesfeld kam. Nach diesem Zusammenstoß schleuderte der Wagen des 31-Jährigen zurück auf den Überholfahrstreifen und kam dort zum Stillstand.
Weitere Autos fuhren in die Unfallstelle
Zwei sich der Unfallstelle nähernde Autos, die von einem 44-Jährigen aus dem Landkreis Ammerland sowie einem 32-Jährigen aus dem Kreis Coesfeld gelenkt wurden, kollidierten mit den bereits verunfallten und auf der Fahrbahn liegengebliebenen Auto. Zur genauen Rekonstruktion des Unfallhergangs müssen noch weitere Ermittlungen geführt werden., so die Polizei.
Während der Rettungsmaßnahmen landete ein Rettungshubschrauber, der glücklicherweise ohne Patient die Unfallstelle wieder verlassen konnte.
Insgesamt trugen fünf Fahrzeuginsassen Verletzungen davon. Die Verletzungen des 31-Jährigen sowie des 44-Jährigen wurden als schwer eingestuft. Der 63-jährige Fahrer sowie zwei weitere Mitfahrer in seinem Auto wurden leicht verletzt. Alle verletzten Personen wurden vor Ort durch Rettungskräfte versorgt und zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gefahren. Am Unfallort eingesetzt waren die Rettungsdienste des Landkreises Oldenburg und Ammerland mit sechs Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeugen.
Verkehr floss nach der Reinigung wieder
Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Wardenburg und Littel, die mit neun Fahrzeugen und 60 Aktiven vor Ort waren, gelang es, ein verunfalltes Fahrzeug auf den Standstreifen zu schieben, so dass der Überholfahrstreifen nach grober Fahrbahnreinigung wieder freigegeben und der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden konnte. In diesem Zusammenhang konnte auch die Vollsperrung an der Anschlussstelle Wardenburg gegen 13 Uhr wieder aufgehoben werden.
Alle vier Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Sachschaden wurde auf 60.000 Euro geschätzt. Nach Bergung der Fahrzeuge und Reinigung des Hauptfahrstreifens durch die Autobahnmeisterei konnte die Fahrbahn gegen 14 Uhr wieder freigeben werden.