VonElisa Buhrkeschließen
Am Wochenende ereignet sich ein besonderes Spektakel: Perseiden-Sternschnuppen rauschen über den Nachthimmel. Doch die Wetteraussichten für Norddeutschland sind enttäuschend.
Hannover/Bremen/Hamburg – Am Wochenende vom 11. bis 13. August erreicht das alljährliche Sternschnuppen-Spektakel der Perseiden seinen Höhepunkt. Doch wer sich schon darauf gefreut hat, den Nachthimmel zu beobachten und sich etwas zu wünschen, könnte herbe enttäuscht werden – zumindest in Niedersachsen und Hamburg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt bisher überwiegend bewölkte Nächte und stellenweise auch Niederschlag voraus. Die Wahrscheinlichkeit, den Sternenhimmel zu sehen, ist nach Angaben des DWD-Meteorologen Markus Eifried gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) deshalb eher gering. Wo die Sternschnuppen besonders gut in zu sehen sind, ist somit von Region zu Region unterschiedlich.
Sternschnuppen-Spektakel über Norddeutschland: Mond-Phase ist ideal
Zumindest der Mond befindet sich laut Björn Voss, Direktor des Planetariums Hamburg, in der richtigen Phase zum Sternschnuppen-Zählen: „Machte uns 2022 noch ein kurz vorher stattfindender „Supermond“ einen Strich durch die Rechnung, ereignet sich der Höhepunkt der Perseiden in diesem Sommer kurz vor Neumond.“ Es werde daher auch in Niedersachsen richtig dunkel, was notwendig sei, um die Lichtspuren überhaupt erkennen zu können. Wann die Sternschnuppen am besten zu sehen sein werden, ist hingegen klar: in der Zeit vom 9. bis zum 13. August. Am besten sind die Sichtverhältnisse laut Voss, wenn man sich von den Lichtern der Stadt entfernt und aufs Land fährt. „Hier können wir im besten Fall gut 60 Sternschnuppen in der Stunde sehen.“
Perseiden von Hamburg aus beobachten: Am Energieberg Georgswerder
Wer für die Sternschnuppen-Nacht dennoch in der Stadt bleiben möchte, kann zum Beispiel in Hamburg auf den Energieberg Georgswerder steigen und Niedersachsen an diesem Perseiden-Abend hinter sich lassen. Dieser öffnet am Samstag, 12. August, ausnahmsweise von 18 Uhr bis Mitternacht. „Die kostenlose Abendöffnung bietet bei gutem Wetter ideale Bedingungen, die Sternschnuppen der Perseiden vom Energieberg aus zu beobachten“, teilt die Stadtreinigung Hamburg mit. Sonnenuntergang sei an diesem Tag um kurz vor 21 Uhr.
Bis zu einhundert Sternschnuppen pro Stunde rauschen in der Nacht auf Sonntag laut der Stadtreinigung Hamburg über den Nachthimmel. Angesichts der trüben Wetteraussichten gibt es am selben Abend aber auch eine Alternative: Der Energieberg bietet von 20:30 Uhr bis Mitternacht die Führung „Zwischen Licht und Schatten – Mit Lichtfang auf Nachtfalter-Suche“ an, bei der ein Biologe die Lebensweise der Nachtfalter erklärt. Die Teilnahme ist auch hier kostenlos, erforderlich ist aber eine Anmeldung per E-Mail unter energieberg@stadtreinigung.hamburg.
Perseiden-Schauspiel erreicht im August seinen Höhepunkt
Im August fallen jedes Jahr die meisten Sternschnuppen. Solange das Wetter mitspielt, sind sie in milden Sommernächten auch vom Boden aus zu beobachten. Grund für die erhöhte Aktivität sind die Perseiden, deren maximale Tätigkeit in diesem Jahr am 13. August zu erwarten ist. Bei den Perseiden handelt es sich um eine Wolke von Trümmerteilchen eines Kometen. Diese Wolke durchkreuzt unser Planet alljährlich im August auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Trifft ein solches Teilchen auf die Atmosphäre der Erde, sehen wir beim Verglühen eine Sternschnuppe. (elb/dpa)
Rubriklistenbild: © Collage: IMAGO / Reichwein (Sternschnuppe) und IMAGO / Gottfried Czepluch (Regen/Straßenlaterne)

