VonFabian Raddatzschließen
Nachdem ein Wolf ihr Pony „Dolly“ getötet hat, ordnete Ursula von der Leyen nun eine Überprüfung des EU-Rechts an. Dieses schützte die Tiere bislang.
Hannover – Alles bloß nur ein Zufall? Rund einen Monat nach der tödlichen Wolfs-Attacke auf ihr Pony „Dolly“, hat jetzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Überprüfung des europäischen Wolfsrechts angeordnet. Das geht aus einem Bericht der Neuen Osnabrück Zeitung (NOZ) hervor. Die Wolfsstrategie der EU stuft den Wolf bislang als streng geschützte Art ein, eine gezielte Bejagung der Raubtiere: verboten.
Laut dem NOZ-Bericht hat von der Leyen entsprechende Dienststellen angewiesen, Daten, auf denen der Schutzstatus basiert, gründlich zu überprüfen.
Nach dem Tod ihres Ponys „Dolly“: Von der Leyen schickt Brieg an EU-Abgeordnete und lässt EU-Wolfsrecht prüfen
In einem Brief, den von der Leyen an EU-Abgeordnete geschickt hatte, schreibt sie: „Die Kommission erkennt an, dass die Rückkehr von Wölfen in Gebiete, aus denen sie seit Langem verschwunden waren, sowie ihre wachsende Zahl zu Konflikten führt.“ Über den Schutz der Wölfe werde in den betroffenen Regionen diskutiert. Und um den ändern zu können, bräuchte es eine genaue Überprüfung.
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Wie das Ergebnis ausfallen wird, ist unklar. Von der Leyen selbst schreib in dem Brief, dass das gezielte Töten einzelner Problemwölfe bereits möglich sei. Genau so einer ist auch für den Tod ihres Ponys „Dolly“ verantwortlich. Sein Name: GW950m, Niedersachsens Problemwolf Nummer eins.
Niedersachsens Problemwolf Nummer eins hat von der Leyens Pony gerissen
Dem Raubtier werden 26 Vorfälle zugerechnet, bei denen mehr als 70 Tiere gerissen wurden. Auch GW950m, der „Dolly“, das Pony, totbiss, war bereits zum Abschuss freigegeben. Doch das Tier entkam den Flinten der Jäger und die Abschussgenehmigung lief aus. Nachdem GW950m von der Leyens Pony getötet hatte, riss er drei Schafe im Landkreis Gifhorn. Ob von der Leyens Vorstoß daran demnächst was ändern wird?
