VonMarvin Köhnkenschließen
Starkregen und Gewitter haben zahlreiche Einsatzkräfte am Samstag in Niedersachsen auf Trab gehalten. Unter anderem stand ein Feuerwehr-Gebäude unter Wasser.
Ihlow/Nordhorn – Das Wochenende in Niedersachsen hat vielerorts so nass begonnen, dass am Ende Hunderte Einsätze der Feuerwehren im Land zu Buche standen. Vor allem in den Landkreisen Aurich und Grafschaft Bentheim führte das Unwetter am Freitag und Samstag zu viel Arbeit für die Einsatzkräfte. Der Sonntag soll das Wetter weniger kritisch ausfallen.
Vor allem in der Nacht auf Samstag, 13. Juli, ist es in einigen Landesteilen zu Starkregen gekommen, der auch Wohnhäuser bedroht hat. In Ihlow (Landkreis Aurich) waren die Einsatzkräfte den ganzen Tag über mit überfluteten Kellern und Straßen beschäftigt.
In Ihlow nach Gewitter am Wochenende rund eine Million Liter Wasser abgepumpt
Unter anderem war in Ihlow eine ganze Neubausiedlung betroffen. Nach Schätzungen der Feuerwehr wurde in Ihlow rund eine Million Liter in der Nacht abgepumpt. Auch ein kleiner Fluss lief über und überschwemmte ein Wohngebiet. Sogar in einem Gerätehaus der Feuerwehr stand das Wasser. Noch am Samstagmittag waren die Rettungskräfte im Einsatz.
In Pewsum stand ein Supermarkt unter Wasser, weiter nördlich – direkt an der Nordsee – wurde der Campingplatz Dornumersiel überflutet. Dort arbeiteten die Einsatzkräfte unter anderem mit einem Landwirt zusammen, der mit einer Pumpe auf seinem Traktor das Abpumpen des Wasser unterstützte. Infolge eines Blitzeinschlags fing ein Carport in Südbrookmerland Feuer.
Im Süden von Niedersachsen kam zu dem Regen auch noch ein starker Wind dazu. In Dissen am Teutoburger Wald wurden laut Feuerwehr durch abgebrochene Äste mehrere Wohnhäuser und ein Seniorenwohnheim beschädigt. Die Polizei schätzt die Sachschäden auf rund 130.000 Euro.
Wetter am Sonntag in Niedersachsen: Weniger Gewitter angekündigt
Der Sonntag, 14. Juli, begann vor allem an der Nordsee-Küste stürmisch und mit Windgeschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Dazu soll es laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) tagsüber vor allem an der Küste, vorübergehend aber auch im Binnenland einzelne Gewitter mit Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde geben.
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Der DWD schreibt dazu: „Ein Tief über der zentralen Nordsee sorgt weiterhin für die Zufuhr feucht-labiler Luftmassen mit wechselhaftem Wettercharakter.“ Im Süden und Osten Niedersachsens zeigt sich das Wetter wiederum oft freundlich.
Der Montag wird dann wieder angenehmer – weniger nass und wieder deutlich wärmer. Erst zum späten Abend soll es laut DWD-Angaben im Südwesten beginnend regnen. Die Höchsttemperaturwerte liegen demnach bei 23 Grad auf den Ostfriesischen Inseln und 28 Grad in Braunschweig. Dazu gibt es schwachen bis mäßigen, auf östliche Richtungen drehenden Wind.
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