VonFabian Raddatzschließen
Das milde Wetter verabschiedet sich. Kälteeinbrüche und Trockenheit prägen die kommenden Tage. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen.
Hannover – Laut Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net bringt „Hoch Konstantina derzeit noch freundliche, milde Tage mit Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad. Doch spätestens ab dem Wochenende (22. und 23. März) ist Schluss damit.“ Jung hebt hervor, dass in der kommenden Woche vielerorts die Tageshöchstwerte nur noch zwischen 10 und 14 Grad liegen werden. Das T-Shirt-Wetter in Niedersachsen ist dann vorbei.
In einigen Gebieten, insbesondere in höheren Lagen und im Mittelgebirge, könnten die Temperaturen sogar knapp unter 10 Grad fallen. Diese Werte entsprechen zwar den durchschnittlichen Temperaturen für Ende März, werden jedoch nach den sonnigen Tagen als plötzlicher Rückschritt wahrgenommen. Der bisher strahlend blaue Himmel wird durch eine graue Wolkendecke ersetzt. Niederschläge bleiben zunächst gering, aber lokale Schauer und kurze winterliche Phasen sind laut Jung nicht ausgeschlossen.
Frühlingswetter-Wetter in Niedersachsen vorbei: Schnee und Schneeregen möglich
Viele Autofahrer denken bereits über den Wechsel auf Sommerreifen nach. Dominik Jung warnt jedoch zur Vorsicht: In mittleren und höheren Lagen könnte es noch einmal glatt werden. Nasser Schnee und Schneeregen sind vor allem morgens und nachts möglich. Wer im Mittelgebirge unterwegs ist oder dort lebt, sollte den Reifenwechsel noch aufschieben.
Auch wenn es nicht zu einem dauerhaften Wintereinbruch kommt, können einzelne frostige Nächte die Straßen gefährlich glatt machen. Besonders auf Brücken und in Senken besteht dann akute Rutschgefahr. Die Wettermodelle unterstützen diese Prognose. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht für die letzte Märzwoche eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für späte Schneeschauer.
Trotz ungemütlichem Wetter: Auch im April wirds wohl wenige Regentage geben
Wer auf reichlich Niederschläge in Niedersachsen gehofft hat, wird enttäuscht. Das europäische Wettermodell hatte zwischenzeitlich größere Regenmengen bis Anfang April berechnet, doch diese Vorhersagen sind mittlerweile verworfen. Es bleibt wahrscheinlich weiterhin zu trocken. Der März wird voraussichtlich als zu trockener Monat in die Statistik eingehen.
Auch in den ersten Apriltagen sind keine umfangreichen Regenfälle zu erwarten. Die Böden in vielen Regionen bleiben ungewöhnlich trocken, was Landwirte und Gärtner mit Sorge beobachten. Nur vereinzelte Schauer können die Trockenheit kurzzeitig unterbrechen, aber ein flächendeckendes Regenereignis ist derzeit nicht in Sicht.
Kein Wintereinbruch, doch Wetter-Überraschungen im April sind immer möglich
Obwohl ein großer Wintereinbruch bis Anfang April wohl ausbleibt, kann es immer wieder zu einzelnen Kälterückfällen kommen. Das Wetter bleibt wechselhaft, und der Frühling zeigt sich von seiner launischen Seite. Kalte Nordwest- und Nordströmungen können immer wieder frostige Nächte bringen. Für Menschen mit empfindlichen Pflanzen lohnt es sich, diese vor Kälterückfällen zu schützen.
Die kommende Woche wird also ein Mix aus kühler Luft, grauen Wolken und gelegentlichen Schauern. Die gute Nachricht: Danach stehen die Chancen auf stabiles Frühlingswetter wieder besser. Dennoch: Der April ist bekannt für seine Kapriolen – Überraschungen sind jederzeit möglich.
Rubriklistenbild: © Christian Charisius & Angelika Warmuth/dpa

