Moorfrosch

Naturschauspiel in der Lüneburger Heide: Blaue Frösche nur wenige Tage zu sehen

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Ein besonderes Naturspektakel lässt sich zurzeit in der Lüneburger Heide beobachten. Denn blaue Frösche bevölkern für wenige Tage die Moore.

Schneverdingen – Es ist wieder so weit, „die Frösche sind blau“. Das schreibt das Tourismusportal der Lüneburger Heide am Montag, 18. März. Jedes Frühjahr lassen sich für wenige Tage die besonderen Amphibien im Naturschutzgebiet beobachten. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Der sich färbende Moorfrosch ist streng geschützt.

Der Moorfrosch färbt sich für wenige Tage blau – Naturereignis in der Lüneburger Heide

Aber was genau ist ein Moorfrosch? Insbesondere eine eher kleine Amphibienart, beschreibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einem Artenporträt. Die Frösche können eine maximale Länge von sieben Zentimetern erreichen. Während der Laichzeit im Frühjahr, speziell im März und April, nehmen die Männchen für einige Tage eine intensive blaue Färbung an, um die Weibchen zu beeindrucken. Sie sind nur bei sonnigem Wetter aktiv. Im Durchschnitt produziert ein Moorfrosch während der Laichzeit zwischen 500 und 3.000 Eier.

Während der Laichzeit im März und April werden die Moorfrosch-Männchen für wenige Tage blau. Das Naturschauspiel lässt sich in der Lüneburger Heide besonders gut beobachten.

Das Verbreitungsgebiet des Moorfrosches erstreckt sich insgesamt vom westlichen Mitteleuropa, einschließlich der Niederlande und Deutschlands, über Osteuropa bis hin zu Sibirien. In Deutschland ist der Moorfrosch hauptsächlich im Norden und Osten anzutreffen. In der Lüneburger Heide ist er besonders im „Pietzmoor“ bei Schneverdingen im Naturpark Lüneburger Heide und im NABU-Biotop bei Molbath im Landkreis Uelzen heimisch. Die Verbreitung des Moorfrosches in der norddeutschen Tiefebene ist jedoch lückenhaft, und er gilt mittlerweile als vom Aussterben bedrohte Art.

Bitte auf den Wegen bleiben: Der Moorfrosch ist besonders geschützt

Die Bestände des Moorfrosches sind durch die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Gewässern durch Auffüllung oder Eintrag von Abfall, Dünger und Umweltgiften bedroht. Der Moorfrosch ist nach der FFH-Richtlinie (Anhang IV) europaweit und nach dem Bundesnaturschutzgesetz „streng geschützt“. Es ist verboten, streng geschützte Arten zu fangen, zu verletzen oder zu töten.

Ebenso ist es untersagt, sie durch das Aufsuchen ihrer Lebensräume zu stören. Daher ist bei der Beobachtung der blauen Frösche besondere Vorsicht geboten. Dementsprechend bittet die Tourismusseite der Lüneburger Heide alle Besucher, bitte auf den Wegen der Moore zu bleiben.

Rubriklistenbild: © Sven-Erik Arndt/Imago

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