Immense Wetterwende

Von der Kältekeule zur Hitzewelle: Wetter fährt in Niedersachsen bald Achterbahn

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Erst zittern, dann schwitzen. Nach einem kurzen Kälteschock steht Niedersachsen ein Temperatursprung der Extreme bevor. Die erste Hitzewelle rollt heran.

Hannover – Sturm, Starkregen und Kälte. Nach Wochen mit sommerlichen Temperaturen und viel Sonne hat der Herbst in Niedersachsen wieder Einzug gehalten – wenn auch nur kurz. Nun kündigt sich der nächste extreme Wetterwechsel in Niedersachsen an. Denn auf Gewitter und Sturm folgt eine Hitzewelle.

Wetter fährt in Niedersachsen Achterbahn: Von der Frostkeule kommt es jetzt zur Hitzewelle

Aktuelle Simulationen des Wetterdienstes wetter.net deuten darauf hin, dass zum Monatsende und besonders Anfang Juni eine erhebliche Erwärmung bevorsteht. Dabei handelt es sich nicht nur um einen leichten Temperaturanstieg. Erste Modellberechnungen lassen sogar Höchstwerte von bis zu 30 Grad oder mehr erwarten.

In Niedersachsen steht ein extremer Wetterwechsel hin zu Hitze bevor. Darauf deutet auch die 10-Tages-Prognose des Deutschen Wetterdienstes (Mitte).

Das europäische Wettermodell ECMWF hat in den letzten Tagen wiederholt die bevorstehende Hitzewelle thematisiert und damit die Diskussion über einen möglichen „Hitzesommer 2025“ neu entfacht, heißt es weiter. Es war sogar von einem „Höllensommer“ die Rede. Obwohl noch nichts sicher ist, fällt die Dynamik der Wetterlage auf und könnte auf eine frühe Hochsommerphase hindeuten.

Bis zu 30 Grad und mehr: Niedersachsen steht Hitzewelle bevor – „möglicherweise schon in der ersten Juniwoche“

In Deutschland ändert sich die Großwetterlage und bringt Hitze aus dem Südwesten mit sich. Bisher herrschte in Mitteleuropa überwiegend Hochdruckeinfluss, der viel Sonnenschein, aber auch kalte Nächte mit sich brachte. Diese Wetterlage scheint sich nun grundlegend zu wandeln: Die Hochdruckbrücke löst sich auf, und atlantische Tiefdruckgebiete nähern sich. Besonders bemerkenswert ist, dass ein Tief über Westeuropa eine starke Südwestströmung nach Deutschland lenken könnte.

Diese Strömung bringt nicht nur warme, sondern potenziell sehr heiße Luftmassen aus Nordafrika und Südspanien mit. Solche Wetterlagen führen oft zu einem schnellen Temperaturanstieg, bei dem die Werte innerhalb weniger Tage um 15 bis 20 Grad steigen können. Auch in Niedersachsen. „Sollte dies eintreten, erleben wir möglicherweise schon in der ersten Juniwoche das erste Hitzewochenende des Jahres“, sagt Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul & Jens Büttner/dpa & DWD

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