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Nur 30 Kilometer von Hannover entfernt liegt der größte See in Niedersachsen – das Steinhuder Meer. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler und Naturliebhaber.
Hannover – Ob Tagesausflug oder für einen Kurzurlaub – das Steinhuder Meer ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner Niedersachsens. Kein Wunder, ist es einer Ausdehnung von 29 Quadratkilometer der größte See in Nordwestdeutschland und der neuntgrößte in ganz Deutschland.
Paradies für Wassersportler: Das Steinhuder Meer ist der größte See Niedersachsens
Als Herzstück des Naturparks Steinhuder Meer zieht der See aufgrund seiner geschützten Naturgebiete und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten Besucher aus der gesamten Region an. Mit jährlich rund zwei Millionen Besuchern spielt das Steinhuder Meer eine bedeutende Rolle für die Naherholung der umliegenden Städte, insbesondere der Landeshauptstadt Hannover, die nur 30 Kilometer entfernt liegt. Dort liegt einer der größten Stadtwälder Deutschlands.
Das Steinhuder Meer bietet Wassersportlern ideale Bedingungen. Mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 1,35 Metern und einer maximalen Tiefe von knapp drei Metern ist der See ein perfekter Ort zum Baden. Die Länge von acht Kilometern und die Breite von 4,5 Kilometern macht aus dem See zudem ein hervorragendes Revier für Segler, Wind- und Kitesurfer. Das haben auch schon die ansässigen Tourismusbetriebe bemerkt: In Steinhude können SUP-Boards, Kanus und Kajaks ausgeliehen werden. Motorboote hingegen sind auf dem See nicht zugelassen, es sei denn, sie werden mit Elektroantrieb betrieben oder als Rettungsboote eingesetzt.
Ein beliebter Anlaufpunkt für Badegäste ist die künstlich angelegte Badeinsel vor Steinhude mit ihrem schönen Sandstrand, weitläufigen Liegeflächen und zahlreichen Spielgeräten. Sie ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad über eine Brücke erreichbar.
Gastroangebote und Naturbeobachtung: Das Steinhuder Meer ist eine Tourismus-Region
Aufgrund der hohen Besucherzahlen gibt es rund um den See ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Eine lokale Delikatesse des Steinhuder Meeres ist der Steinhuder Räucheraal, auch wenn nicht alle angebotenen Aale tatsächlich aus dem Steinhuder Meer stammen. Gelegentlich werden sie noch traditionell mit dem Steinhuder Torfkahn gefangen.
Aber auch der Naturschutz wird nicht vernachlässigt. Der See und seine Umgebung sind Teil eines über 400 Quadratkilometer großen Naturparks. Dazu gehört auch das EU-Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer. Zudem sind der östliche Uferbereich sowie das Westufer als Naturschutzgebiete ausgezeichnet. Zur Beobachtung von Wildtieren stehen den Besuchern mehrere Beobachtungstürme rund um den See bereit. An diesen gehen es auch auf dem längsten Wanderweg Deutschlands vorbei. Der führt nämlich auch direkt am Steinhuder Meer entlang.
Es wird angenommen, dass das Steinhuder Meer nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren entstanden ist. Damals war es etwa dreimal so groß, was heute noch an den vermoorten Randgebieten erkennbar ist.
Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa

