Nordwestbahn: Ab Mittwoch Behinderungen wegen Bahnstreik

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Ab Wildeshausen muss bei der Nordwestbahn mit Ausfällen gerechnet werden.
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Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) ruft die Lokführer bei der Deutschen Bahn zum nächsten Streik auf.

Ab Mittwoch in der Frühe dürfte auch die Nordwestbahn im Oldenburger Land nicht mehr fahren. Sie gehört zum Transdev-Konzern, der auch bestreikt werden soll.

Offenbar startet die Aktion am Dienstagabend zunächst beim Güterverkehr. Mittwochfrüh bis Freitagabend ist dann auch der Personenverkehr betroffen. Erfahrungsgemäß kann dann auch die Nordwestbahn nicht mehr fahren. Im vergangenen Jahr gelang es auch kaum, einen Schienenersatzverkehr mit Bussen auf der Strecke von Bremen nach Osnabrück über Delmenhorst und Wildeshausen zur Verfügung zu stellen.

Ausstand dauert mehrere Tage

Die GDL wird in der nächsten Woche die Deutsche Bahn für mehrere Tage bestreiken. Die Aktion startet am Dienstagabend zunächst beim Güterverkehr. In der Nacht zu Mittwoch soll dann ab 2 Uhr auch der Personenverkehr hinzukommen. Der Streik soll bis Freitag um 18 Uhr gehen.

Große Mehrheit für den Streik

Vor Weihnachten hatten 97 Prozent der GDL-Mitglieder für einen Streik gestimmt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 555 Euro mehr im Monat und eine abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie bei einer Laufzeit von einem Jahr. Knackpunkt der Gespräche war bislang aber die Kernforderung nach einer kürzeren Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter bei vollem Lohn. Darauf will sich die Bahn bisher aber nicht einlassen.

Streik nach dem Weihnachtsfrieden

Mit dem neuerlichen Streik auf der Schiene meldet sich die GDL nach dem sogenannten Weihnachtsfrieden zurück. Die Gewerkschaft hatte Arbeitskämpfe über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel bis einschließlich zum 7. Januar ausgeschlossen. Nun folgt der dritte und längste Ausstand in der laufenden Tarifauseinandersetzung.

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